Mann hängt senkrecht an Einbahnstraßen-Schild

Jetzt mal ehrlich, liebe IT-Consultants

IT-Consultants sind immer unterwegs, flexibler als flexibel und Kommunikationsgenies. Stimmt doch. Oder?

»Das Besondere an meiner Tätigkeit als IT-Consultant sind die abwechslungsreichen Tätigkeiten und die stete persönliche Weiterentwicklung. Momentan arbeite ich parallel in zwei Unified Communications & Collaboration-Projekten. Bei dem einen Kunden unterstützen wir bei der Realisierung und Betreuung eines kundeneigenen Produkts und sind als Partner tief eingebunden in die Planung, Entwicklung und Einführung eines weiteren.

In dem anderen Projekt geht es um das Migrieren diverser Standorte in eine Voice-over-IP-Umgebung. Der Kunde möchte damit seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und sich zukunftsorientiert positionieren. Die Herausforderung in meinem Beruf besteht darin, sich ständig neu in unterschiedliche Systeme des Kunden einzuarbeiten und Maßnahmen zu ergreifen, die zur Erfüllung der Anforderungen dienen. Darüber hinaus hat man einen ständig wechselnden Arbeitsort und unterschiedlichste Kunden. Hinzu kommt, dass dieser Beruf sowohl intern als auch extern interdisziplinär ist.

Es ist unmöglich, Experte in allen Bereichen zu sein, da die Technologien ineinanderfließen. Daher tauschen wir uns mit Kollegen aus anderen Fachbereichen aus, um Lösungskonzepte für den Kunden zu erarbeiten. Und auch beim Kunden gibt es vielerlei Schnittstellen, an denen bereichsübergreifend zusammengearbeitet wird.«

Sylvia Wagner-Drebenstedt, Technology Associate, Computacenter


»Erfolgreiche Consultants überzeugen mit Sozialkompetenz, Kommunikations- und Überzeugungsstärke, analytischem Durchblick und einer raschen Auffassungsgabe. Idealerweise bringt der Consultant eine offene, starke Persönlichkeit mit, die er in den unterschiedlichen Fachabteilungen überzeugend einbringen kann.

Consultants in spe sollten sich bewusst machen, dass die Ansprüche an Qualität, Komplexität der Tätigkeit, aber auch an das Arbeitsvolumen größer sind als in internen Positionen. Consultants reisen viel und arbeiten mit unterschiedlichen Ansprechpartnern aus verschiedenen sozialen Umfeldern. Eine Beratungstätigkeit ist gerade deshalb für Absolventen so interessant, weil hier in kurzer Zeit sehr viele unterschiedliche Aufgabenstellungen zu bewältigen sind und viel Neues erlernt wird. Die Lernkurve ist beachtlich.

Das verbessert auch die beruflichen Perspektiven. Da im IT-Consulting so viele Anforderungen gestellt werden, sind die Gehälter höher. Einstiegsgehälter liegen in der Regel 30 bis 40 Prozent über denjenigen interner Positionen und entwickeln sich dann je nach Qualifikation rasch weiter. Hinzu kommt, dass es der IT-Dienstleistungsbranche sehr gut geht und für Projektierung und Implementierung von IT-Innovationen immer mehr externe Spezialisten zum Einsatz kommen, da ein Einsatz vieler verschiedener Experten für viele Unternehmen nicht mehr möglich ist.«

Martin Vesterling, Geschäftsführender Gesellschafter, Vesterling Personalberatung


»Mein bislang interessantestes Projekt war ein Restrukturierungsprojekt in einem führenden Logistikunternehmen. Obwohl ich noch sehr unerfahren war, verantwortete ich einen Business Case über 70 Millionen Euro Einsparziel pro Jahr.

Diese 18 Monate waren nicht nur sehr lernintensiv, sondern ich hatte tolle Kollegen, einen sehr umgänglichen Kunden und spannende Aufgaben. Um ein erfolgreicher Consultant zu werden, ist es sicherlich ratsam, sich mit den Anforderungen auseinanderzusetzen: Einsteiger sollten kommunikative und analytische Fähigkeiten, Flexibilität und Mobilität mitbringen. Wichtig ist sicherlich auch, die richtigen Fragen zu stellen und als absoluter Teamplayer zu agieren. Vor meiner Selbstständigkeit habe ich sehr viel im In- und Ausland gearbeitet, dabei war ich meistens vier Tage pro Woche unterwegs. Dieses Investment hat sich gelohnt, denn meine Lernkurve war sehr hoch und ich konnte mir ein gutes Netzwerk aufbauen, von dem ich bis heute profitiere.

Herausfordernd bleibt hingegen, dass ich mich – in einem für mich häufig zu Beginn unbekannten Kundenumfeld – in unterschiedliche Aufgabenstellungen schnell einarbeiten muss. Daher lege ich viel Wert auf den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und die richtige ›Chemie‹ auf der zwischenmenschlichen Beziehungsebene.«

Stefan Kösters, Geschäftsführender Gesellschafter, on management consulting GmbH


»Die größte Herausforderung in meinem Beruf ist es, adäquat und hochqualitativ auf Kundenanfragen und -anforderungen einzugehen. Hinzu kommt der zeitliche Faktor: Manchmal muss ich sehr kurzfristig reagieren. Aktuell arbeite ich an einem Projekt bei einem der größten Kreditinstitute Deutschlands und unterstütze dort mit meinen Kollegen die Prozesse im Meldewesen aus fachthematischer und IT-Sicht – mit dem Ziel, die regulatorischen Anforderungen des Gesetzgebers umzusetzen.

Mein bislang interessantestes Projekt war die Migration des Datenhaushalts zweier deutscher Großbanken, da ich vor allem die Rolle des Vermittlers zwischen den beiden Finanzinstituten spannend fand. Mir fällt die Kommunikation mit Kollegen und Kunden leicht – ohne ein gewisses Maß an Extrovertiertheit wären IT-Consultants fehl am Platze. Fast täglich arbeite ich mit Fachkollegen zusammen: Dies fängt bei der Konzepterstellung an und hört bei der Testdurchführung auf. Dieser fachübergreifende Ansatz ist für mich als Wirtschaftsinformatiker sehr wichtig. IT-Consulting ist mehr als die reine technische Umsetzung von Anforderungen. Es ist wichtig, sich auch mit fachlichen Themen auseinanderzusetzen.

Daher ist es unumgänglich über den Tellerrand zu blicken, um ein klares Verständnis für einen Sachverhalt zu erlangen.«

Julian Köberlin, Senior IT-Consultant (Regulatory Management), zeb  


»Nach einer klassischen Beraterlaufbahn bin ich seit Anfang Juni bei Media-Saturn tätig und arbeite derzeit mit meinen Kollegen daran, unsere Märkte noch weiter zu digitalisieren. Gemeinsam mit Studenten aus verschiedenen Hochschulen entwickeln wir innovative Lösungen in Bereichen wie Virtual Reality und digitaler Kassenzettel.

In meiner Funktion als Manager Digital Strategy & Architecture bilde ich die Schnittstelle zwischen IT und Business. Da ich im Rahmen meiner Tätigkeit viel unterwegs bin, stehe ich im häufigen Kontakt zu IT-Entwicklern, Führungskräften und den unterschiedlichen Fachbereichen. Der Kern meiner Arbeit liegt darin, die Interessen der verschiedenen Stakeholder gewinnbringend zusammenzubringen und daraus eine nachhaltige Lösung zu entwickeln. IT-Consulting ist eine sehr interdisziplinäre Branche, in der es darauf ankommt, sich flexibel und interaktiv auf neue Situationen mit verschiedenen Menschen einzustellen.

Geht’s in einem Projekt um digitale Innovationen, stehen in einem anderen Technologien für Virtual Reality im Vordergrund. Genau diese Vielfältigkeit gefällt mir an meiner Arbeit.«

Manuel Niederhofer, Digital Strategy & Architecture Manager, Media-Saturn 


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