Capgemini expedITion Workshop 2014 in Nürnberg

Spielend in die Karriere: Java Game Challenge und was die Teilnehmer beim Capgemini expedITion Workshop daraus gemacht haben

Capgemini ExpedITion 2014

Mitfahrgelegenheiten sind eine gute Sache: Sie bringen Menschen nicht nur von A nach B, sondern auch in manchen Fällen berufsperspektivisch einen Schritt weiter. Denn hätte sich Julia K. nicht für diese Reisemöglichkeit entschieden, wäre sie nicht mit einer Mitarbeiterin von Capgemini ins Gespräch gekommen, die sie wiederum auf die expedITion aufmerksam gemacht hat.

Als Julia – wieder zurück an der Uni – einen Link zum expedITion Workshop in Nürnberg erhalten hat, zögerte sie nicht lange, hat sich beworben und wurde eingeladen. Ihre Erwartungen an den Tag, der unter dem Motto ›Java Game Challenge‹ stattfand, waren schnell in einem Satz zusammengefasst:

»Am Ende des Tages möchte ich mit dem Gefühl rausgehen, dass ich hier arbeiten möchte«, sagt die 22-Jährige, die an der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm im fünften Semester Wirtschaftsinformatik studiert.

Momentan macht sie ihr Praxissemester und ist auf der Suche nach einem Unternehmen, in dem sie als Werkstudentin arbeiten kann. 

Capgemini ExpedITion 2014

Der expedITion Workshop in Nürnberg hat ihr hierzu eine gute Möglichkeit geboten. Sie konnte dabei nicht nur Capgemini sowie die Mitarbeiter kennenlernen, sondern auch einen Einblick in die tägliche Arbeit erhalten und ihr Können unter Beweis stellen.

Zusammen mit Jakob Albert und Edwin Balaciu bildete sie das Team R2D2, das – ebenso wie die Teams Wall-E, Bender, Marvin und Nummer 5 – die Aufgabe hatte, innerhalb von dreieinhalb Stunden einen Teil eines Computerspiels zu programmieren. Konkret ging es dabei um einen Roboter, der in insgesamt vier Sprints so programmiert werden musste, dass dieser schießen, fahren und scannen konnte. 

Capgemini ExpedITion 2014

Das agile Projekt bildete trotz der spielerischen Herangehensweise die Herausforderungen eines größeren Projekts ab. Wolfgang Scholz, Diplom-Informatiker und im Bereich Application Services bei Capgemini in Nürnberg tätig, hat diesen Workshop mit Framework bereits ein paar Mal durchgeführt, neu war dabei die agile Methode.

Diese hat den Vorteil, Fehlerquellen schneller ausfindig zu machen, um diese in einem nächsten Schritt zu beheben. Die einzelnen Teams gingen unterschiedlich an die einzelnen Aufgaben heran. Während es Teams gab, in denen einer programmiert hat, haben sich die anderen Teammitglieder überlegt, welche Komponenten einfließen müssen, damit beispielsweise die Raketen das angepeilte Ziel treffen.

Auch im Team R2D2 um Julia, Jakob und Edwin waren die Rollen klar aufgeteilt:

»Jakob hatte die guten Ideen, Julia hat die Ergebnisse der Konkurrenz analysiert und ich habe programmiert«, erklärt Edwin, der gerade seine Bachelorarbeit in Wirtschaftsinformatik schreibt und sich vor allem für die agilen Methoden interessiert.

Capgemini ExpedITion 2014

Nach jedem Sprint haben die einzelnen Teams ihre Ergebnisse vorgestellt und konnten somit sehen, wie ihre ›Konkurrenten‹ die Aufgabe gelöst haben, wer die Raketen zielsicherer, die Fahrweise des Roboters flexibler sowie den Radar angepasster programmiert hat. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse konnten im nächsten Sprint, zusätzlich zur neuen Aufgabenstellung, umgesetzt werden. »Er dreht sich, fährt aber nicht«, kam es aus einem Team-Raum, im anderen gab es Probleme beim Schießen.

Bei offensichtlichen, im Raum schwebenden Fragezeichen, wie Julia erklärt, standen die vier Capgemini-Mitarbeiter jedem mit Rat und Tat zur Seite. Zudem hatten sie Zugriff auf entsprechende Dokumente, in denen sie die benötigten Informationen fanden. 

Nach dem vierten Sprint wurden alle Ergebnisse der einzelnen Teams in eine finale Lösung überführt und im Finale präsentiert. Dabei trat jedes Teams einmal gegen die vier anderen an. Zwischenrufe wie »Der Rückwärtsgang hat's gebracht« oder »Wir schießen uns gerade selber ab«, Klatschen und Gejohle, wenn ein Team das andere besiegt hatte, zeigten das Engagement der insgesamt 16 Teilnehmer, die – anders als bei vorangegangenen expedITion Workshops – nicht ausschließlich Studierende waren: Jakob Albert, Alpcan Dalga und Anatoliy Cherepantsev von der zwölften Klasse des Nürnberger Dürer-Gymnasiums nahmen ebenfalls im Rahmen einer Kooperation mit der Nürnberger Uni teil. Die drei Schüler mit Wahlfach Informatik konnten viel Positives von dem Tag mitnehmen – beispielsweise »nicht nur in eine Richtung zu denken« oder »eine neue Art zu programmieren«.

Am Ende des Tages, als das Team ›Wall-E‹ als Sieger feststand, hatte jeder Teilnehmer noch die Möglichkeit, seine Eindrücke und etwaige Kritikpunkte loszuwerden. Die Bandbreite reichte dabei von »Es war interessant, das Unternehmen kennenzulernen« und »Ich musste mich erst an die neue Tastatur gewöhnen« über »Die Einführung war etwas zu lang – ich wollte einfach loslegen« hin zu »Es hat sehr viel Spaß gemacht, am Ende die Ergebnisse zu sehen«. 

»Vielen Dank, dass ihr uns den Spaß beschert habt«, sagt Robert Weißweiler, Leiter der Niederlassung Nürnberg, in seinen abschließenden Worten. Es sei ein spezieller Workshop gewesen, der vor allem Qualität statt Quantität zum Ziel hatte und hauptsächlich eines erreichen wollte: »Mit dem Spezialthema ›Java Game Challenge‹ möchten wir die Studenten für unseren Standort interessieren«, erklärt Weißweiler weiter.

Dieses Ziel hat der Workshop auf jeden Fall erreicht: »Capgemini ist durchaus empfehlenswert«, resümiert Edwin Balaciu, der hinzufügt, dass er sich sehr gut vorstellen kann, nach dem Studium im Unternehmen einzusteigen. Auch Julia K. konnte sich ein gutes Bild von Capgemini machen und kann mit dem Gefühl heimgehen, dass sie sich anfangs erhofft hatte: mit einem guten. 

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