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Was Jobs in der Vernetzung smarter Dinge ausmacht …

… und welche Skills du dafür mitbringen solltest

Die Vernetzung smarter Dinge ist allgegenwärtig und wird zukünftig noch zu großen Veränderungen in unserem beruflichen und privaten Leben führen. Wer in dieses spannende Feld einsteigen und die Zukunft mitgestalten möchte, hat viele Möglichkeiten. Bei der Telekom reichen die Jobprofile etwa von Software- und Plattform-Architekten über Tester bis hin zu technischen Produktmanagern. Daneben sind Entwickler für Bereiche wie Hardware-Integration und Applikationentwicklung sowie Development Operations-Experten begehrte Spezialisten. Da die Telekom in vielen Bereichen auch mit agilen Methoden arbeitet, sind dort vor allem Scrum Master gefragt. Benjamin Thorand ist Data Scientist bei der Telekom und arbeitet dort mit verschiedenen Algorithmen und Techniken wie Random Forests, PCA oder Deep Learning, um die IoT-Daten der Kunden aufzubereiten und wichtige Einblicke und Vorhersagen zu generieren. Thorand zufolge ist es sehr spannend, die einzelnen Phasen der Datenverarbeitung – beschaffen, vorbereiten, Algorithmen mit den Daten trainieren – zu einem Gesamtprozess zusammenzuführen. Besonders begeistert ist er aber vom Resultat: »Es ist großartig, zu erleben, wenn am Ende klar wird, dass alles ineinander greift und die Ergebnisse Mehrwerte generieren«, schildert der Data Scientist.

Vernetzt forschen und führen

Bei Bosch klingen die relevanten Stellenprofile ganz ähnlich. Das Unternehmen braucht unter anderem Entwickler für Künstliche Intelligenz (KI), Big Data Experten, Data Scientists, Industrial-Internet-of-Things-Entwickler sowie Entwickler für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren. Duy Nguyen erforscht als Senior Researcher am Bosch Center for Artificial Intelligence das maschinelle Lernen, die Haupttechnologie für Künstliche Intelligenz. Dank KI können zum Beispiel automatisiert fahrende Fahrzeuge auch in unbekannten Situationen angemessen und sicher reagieren, da sie ihre Umgebung erkennen können. Nguyens Job ist kein einfacher. »Ich betrete jeden Tag Neuland«, gibt er zu. »Denn in der Grundlagenforschung arbeiten wir an neuen Problemstellungen, die noch nicht erforscht sind, die Zukunft aber prägen werden«, erklärt er. Der Bosch-Forscher kann so die Welt von morgen aktiv mitgestalten.

Klassische Jobprofile wie die der Produktmanager, Entwickler, IT-Architekten, Qualitätsmanager und Development Operations Engineers haben Eva Zauke von SAP zufolge durch das Internet der Dinge einen stärkeren Fokus auf Cloud-Engineering-Skills erfahren. Auch sie betont daneben die herausragende Bedeutung des Data Scientists für das Thema Vernetzung smarter Dinge. Eva Zauke ist Managerin im Bereich IoT und Digital Supply Chain (DSC) bei SAP. Außerdem leitet sie den SAP IoT Startup Accelerator mit Teams in Palo Alto und Berlin. Dort entwickeln Gründer zusammen mit SAP Lösungen im Bereich IoT und DSC, die Kunden bei der digitalen Transformation unterstützen.

Erforderliche Skills für den IoT-Bereich

ITler, die ihre berufliche Zukunft im IoT-Bereich sehen, sollten neben technischem Wissen in Sachen Datenaufbereitung, Algorithmen und Mathematik vor allem Neugier, Interesse und Kommunikationsfähigkeit mitbringen – letztere ist vor allem für Gespräche mit Kunden bedeutend. »Da diese oft erst von neuen Produkten überzeugt werden müssen, punkten hier Kandidaten mit ausgeprägten Präsentationsskills«, weiß Eva Zauke von SAP. Sie nennt außerdem relevante Programmiersprachen, die natürlich je nach angestrebtem Fachbereich variieren können: Java, SQL, Scala, JavaScript, HTML, Stylesheet und CSS. Speziell für Development Operations seien etwa Jenkings und Opensource Software wie Linux bedeutend. Daneben käme es auf Machine Learning Skills, analytische Fähigkeiten und erste Kenntnisse in der IT-Sicherheit an.

Grundsätzlich sollten Bewerber darauf vorbereitet sein, sich auch im Job permanent weiterzubilden. Denn: Die Zukunft kommt mit dem Internet der Dinge schneller als wir glauben.

Nachgefragt: Was macht bei der Arbeit in Sachen IoT am meisten Spaß?

»Am meisten Spaß macht mir die Vielfältigkeit! Ich habe stets mit einer großen Diversität an Menschen, Prozessen, Aufgaben, Herausforderungen und Werkzeugen zu tun. Es gibt immer neue Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen, etwas zu verstehen und neue Werkzeuge zu erlernen. In der Zusammenarbeit mit meinen Kollegen kann ich mich stetig sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln.« Benjamin Thorand, Data Scientist bei Telekom

»Mir macht es großen Spaß, Neues zu lernen und mich ständig weiterzuentwickeln. Unsere Technologieprojekte mit verschiedenen Kunden treibe ich mit großer Freude und Intensität voran. Da ich Informatik und Betriebswirtschaft studiert habe, gefällt es mir besonders, das Thema IoT aus diesen beiden Blickwinkeln zu betrachten und mein Wissen aus den zwei Bereichen sinnvoll miteinander zu verknüpfen.« Eva Zauke, VP IoT & Digital Supply Chain & Head of SAP IoT Startup Accelerators

»Mich fasziniert es, etwas Abstraktes wie Künstliche Intelligenz einzusetzen, um den Menschen einen konkreten Nutzen zu bieten. Das Spannendste ist für mich der enge Kontakt mit den Produktentwicklern. Wir können die Ergebnisse unserer Grundlagenforschung direkt in realen Systemen anwenden und sehen, wie gut sie funktionieren. Solch ein unmittelbares Feedback bekomme ich als Softwareentwickler nur selten.« Duy Nguyen, Senior Researcher, Bosch Center for Artificial Intelligence, Bosch


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