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IT-Start-ups im Porträt: Next Unicorns

Sechs deutsche Software-Start-ups im Porträt

Synfioo | 2015 | Softwareentwicklung für die Logistik

Die Idee: Synfioo bietet Logistikunternehmen eine intermodale ETA-Überwachung ihrer Transporte und eine Vernetzung mit den Logistikpartnern. Dafür übergeben die Transportunternehmen ihre geplanten Routen an Synfioos Softwareplattform. Diese ermittelt aus vielen verschiedenen und heterogenen Quellen exakt alle in Ort und Zeit relevanten Störereignisse pro Transport, etwa Staus, Unwetter, Wartezeiten, und deren Auswirkung auf die gesamte Transportkette. Diese Informationen werden an alle betroffenen und am Transport beteiligten Logistikpartner weitergeleitet.

Ohne geht’s nicht: »Kuchen! Die wöchentlichen Kuchenmeetings sind bei Synfioo bereits Tradition. Da man auch in einem kleineren Team schnell den Überblick verlieren kann, wer gerade was bearbeitet und welche Probleme zu bewältigen hat, gibt es bei uns hierbei jede Woche die Gelegenheit, dies zu berichten und auf Feedback und Lösungsvorschläge der Kollegen zu hoffen.« Sebastian Kluth, Synfioo

Gründer-Ratschlag: »So schnell und so viel Feedback wie möglich aus der ›echten‹ Welt einsammeln. Ein Gefühl für das Potenzial der eigenen Idee kannst du nur durch Gespräche mit potenziellen Kunden und Investoren, aber auch mit Wettbewerbern und Kooperationspartnern entwickeln – zumindest, wenn du im B2B-Bereich tätig bist.« Sebastian Kluth, Synfioo

Bitwala | 2015 | FinTech

Die Idee: Bitwala will Bitcoin alltagstauglich machen und nutzt die Stärken der Blockchain Technology, um Geld kostengünstig um die Welt zu verschicken. Den Service nutzen sowohl kleine, international agierende Unternehmen als auch Digitalnomaden und Freelancer, die in Bitcoin bezahlt werden und davon leben und reisen.

Der größte Brocken: »Durch die sehr junge Technologie, die wir benutzen, hängt die rechtliche Regulierung und das Image der Kryptowährung hinterher. So werden wir immer wieder ausgebremst und können unsere Produkte nicht so schnell freischalten.« Jörg von Minckwitz, Bitwala

Ohne geht’s nicht: »Lola – unser ›Office dog‹. Sie ist seit Gründung bei Bitwala und ist mittlerweile unser COH, Chief Of Happiness, und aus dem Büro einfach nicht wegzudenken.« Jörg von Minckwitz, Bitwala

Holidu | 2014 | Tourismus

Die Idee: Holidu ist ein Vergleichsportal für Ferienhäuser und -wohnungen. Als Metasuchmaschine prüft Holidu Millionen Ferienunterkünfte und ermöglicht eine Preisersparnis von bis zu 55 Prozent für dieselbe Unterkunft im selben Reisezeitraum. Um bei den verschiedenen Anbietern die identischen Objekte zu finden und den besten Preis zu zeigen, haben die Holidu-Gründer eine eigene Bilderkennungstechnologie entwickelt.

Der größte Brocken: »Eine große Herausforderung war, schnell ein hochkarätiges Team aufzubauen. Wenn man zu Beginn nur wenig vorweisen kann und potenzielle Mitarbeiter erst davon überzeugen muss, mit anzupacken und darauf zu vertrauen, dass sich das Unternehmen erfolgreich entwickelt, ist das nicht so einfach. Aber auch das ging rasant: Mittlerweile umfasst das Holidu-Team über 70 reise- und techbegeisterte Mitarbeiter am Standort München.« Johannes Siebers und Michael Siebers, Gründer und CEOs von Holidu

Ohne geht’s nicht: »Für uns als Reise-Start-up sind eigene Reisen immer noch die beste Quelle für neue Ideen und Inspiration. Und unsere Überzeugung, dass wir – fast – jedes Problem mit Technologie lösen können.« Johannes Siebers und Michael Siebers, Gründer und CEOs von Holidu

Physec | 2016 | IT-Sicherheit

Die Idee: Physec entwickelt Sicherheits- und Konnektivitätskonzepte zur Umsetzung neuer Funktionalitäten und Geschäftsmodelle im Internet der Dinge. Dazu zählen die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Produktion. Die Zielsetzung: maximale Sicherheit und vollständige Selbstbestimmung über Daten.

Der größte Brocken: »Die Nutzenkommunikation der Physec-Technologie und Vertriebserfolge.« Dr. Heiko Koepke, Physec

Ohne geht’s nicht: »Platt, aber wahr: Ohne Kaffee geht es nicht!« Dr. Heiko Koepke, Physecs Gründer-Ratschlag: »Glaube an deine Idee, nimm Ratschläge an und akzeptiere Rückschläge.« Heiko Koepke, Physec

ArtiMinds Robotics | 2013 | Industrielle Automatisierung

Die Idee: Gegründet als Spin-off des KIT in Karlsruhe. Das Produkt: Eine Software zur intuitiven und schnellen Roboterprogrammierung, welche den kostengünstigen und robusten Robotereinsatz auch in neuen Anwendungen ermöglicht. Darüber hinaus unterstützt ArtiMinds Robotics Systemintegratoren und Endanwender bei der Programmierung von anspruchsvollen Automatisierungslösungen.

Der größte Brocken: »Die ersten paar Produktverkäufe, bis man den Stempel des Neulings langsam ablegen kann, sind sehr hart. Kaum jemand gehört gerne zu den Pionieren, aber Mitläufer sind sie alle gerne.« Rainer Jäkel, ArtiMinds Robotics

Gründer-Ratschlag: »Das Geschäftsmodell muss wasserdicht sein: Marktgröße, Marktmomentum, Marktdiversität, Bruttomarge pro Verkauf, Heterogenität der Marktteilnehmer und Breite der Channel, Vielfalt und mangelnde Dominanz möglicher Partner sind nur einige Parameter, die passen müssen, sonst haben auch das beste Produkt und Team keine Chance.« Rainer Jäkel, ArtiMinds Robotics

accu:rate | 2014 | Personenstromsimulation für die Bau-, Event- und Infrastrukturbranche

Die Idee: Mit der eigens entwickelten Software crowd:it können komplexe Personenströme dargestellt und in verschiedenen Szenarien von der Standardsituation bis hin zur Notfallevakuierung getestet und analysiert werden.

Der größte Brocken: »Aus dem sicheren Hafen der Gründungsfinanzierung in die raue See des selbst Finanzierens stechen.« Sophia Simon, accu:rate

Ohne geht’s nicht: »Die Begeisterung des ganzen Teams und den Spaß, den wir bei der Arbeit alle haben!« Sophia Simon, accu:rate

Der Lebenszyklus eines Start-ups

  • Seed: Das Konzept wird entwickelt
  • Start-up: Das Angebot ist marktreif, erste Umsätze in der Kasse
  • Growth: Das Angebot ist auf dem Markt, starker Umsatzzuwachs 
  • Later: etablierter Marktteilnehmer, plant Verkauf/Börsengang
  • Steady: kein weiteres Umsatzwachstum

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