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It's a Match: Datenspezialist*innen und Lieferdienste

Eine Portion Daten, bitte! Wir klären, welche Jobs der Food-Delivery-Sektor für Datenspezialist*innen bietet.

Egal ob Lockdown, langer Arbeitstag oder keine Lust, zu kochen: Lieferdienste machen's möglich, dass die Mahlzeit der Begierde schnell zu uns gebracht wird. Wie Onlineshopping, nur leckerer. Bei Jobs im Food-Delivery-Sektor denken die meisten wahrscheinlich erst mal an die klassischen Liefermänner und -frauen. Aber welche Rolle kommt Datenspezialist*innen in dem Bereich zu?

Planung, Prognosen und Pizza 

Bei Domino's Pizza gibt es eine ganze Reihe an Aufgaben, die von der Auswertung betriebswirtschaftlicher Faktoren bis zur Entwicklung reibungsloser Bestellverfahren reichen. Für Ersteres sind sogenannte Business Analysts zuständig, die Bilanzen ziehen und an der Planung kommender Perioden arbeiten. Dabei helfen auch Business Intelligence Analysts, indem sie aus den vorhandenen Zahlen Prognosen aufstellen. Mit Blick auf die Kunden sind CRM-Manager*innen dafür zuständig, deren Verhalten zu analysieren, die Wünsche zu erkennen und dementsprechend an der Marketingstrategie zu feilen. Und damit Onlinebestellungen überhaupt möglich sind, programmieren System Analysts alle nötigen Systeme wie den Webshop oder das Bezahlverfahren. Sie arbeiten dabei eng mit den entsprechenden Fachbereichen zusammen.

Von Lagerung bis Lieferung

Doch nicht nur bei den klassischen Anbietern für Essensbestellungen sind Datenspezialisten gefragt – mittlerweile mischen schließlich auch andere Lieferdienste die Foodbranche auf. So kann beispielsweise der wöchentliche Großeinkauf bis vor die Haustür geordert werden. Der Online-Lebensmittelhandel ist ein junges Geschäftsfeld und fordert durch den hohen IT- und Logistikaufwand heraus. Bei der REWE Group hilft die Verwendung von Daten aus der Logistik beispielsweise bei Prognoseverfahren, vermeidet teure Abschriften von Lebensmitteln oder minimiert Lagerplätze. Ebenso gebraucht werden die Data Engineers, Analysts und Scientists in der quantitativen Datenanalyse, um mit den gewonnenen Erkenntnissen das Einkaufserlebnis für die Kund*innen weiterzuentwickeln. Der Lebensmittelhändler stellt außerdem Business Analysts, Reporting Specialists, Machine Learning Engineers und Digital Analysts ein. Allerdings überschneiden sich die Inhalte, die sich hinter den Berufsbezeichnungen verbergen zum Teil und sind nicht immer ganz trennscharf.

Darauf kommt es an

Für alle Datenspezialist*innen gilt, dass die Anforderungen recht hoch sind. So gehören bei der REWE Group allgemein analytische Fähigkeiten, Methodenkenntnisse, eine gewisse IT-Affinität, Interesse am E-Commerce oder dem stationären Lebensmitteleinzelhandel zu den Grundvoraussetzungen. Den Einstieg erleichtere ein Studium mit empirischem oder wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt, das Kenntnisse in der Anwendung von statistischen Auswertungen und Codingsprachen wie Python, R und SQL vermittle, erklärt Lisa Metzger, Personalbetreuerin bei Domino's. Wichtig sei außerdem, die Ergebnisse am Ende verständlich zu machen und zu visualisieren. An der Schnittstelle zwischen Business und IT spielt diese Übersetzungsarbeit eine wichtige Rolle, deswegen sind für Datenspezialist*innen bei der REWE Group auch soziale und kommunikative Skills wichtig. Wer auf ganzer Linie überzeugt, dem*der bietet sich ein spannendes und kreatives Aufgabenfeld.

Dynamisch Richtung Zukunft

Und wie sieht es mit den Jobaussichten aus? Zum einen gehört die Lebensmittelbranche zu den größten Industriezweigen Deutschlands. Allein deshalb sind viele Hände gefragt. Zum anderen ist das Feld aber auch sehr dynamisch, wie Lisa Metzger erklärt: »Unsere Kund*innen erwarten eine neue Vielfalt und demnach eine Anpassung an ihre Konsumgewohnheiten. Um so bewegungsfreudig alle Forderungen zu erfüllen und dem Druck auf dem Markt standhalten zu können, braucht es Datenexpert*innen, die wegweisend mit uns nach vorne gehen.«


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