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Gewappnet für die Zukunft

Gegen welche Bedrohungen die IT-Sicherheit ­künftig ankämpft und wie Informatiker und ­Nawis sich an diesem Kampf beteiligen können

 

Aus Science-Fiction-Filmen wissen wir: Je größer eine neuartige Macht ist, desto gefährlicher kann sie sein. Ähnlich ist es mit der Digitalisierung, denn trotz ihres Nutzens bringt sie auch einige Risiken mit sich, die in Zukunft noch bedrohlicher werden. Um die Gefahren so gut es geht in Schach zu halten, werden IT-Sicherheitsprofis aktiv.

 

Das Gefahrenpotenzial steigt

In Zeiten, in denen so gut wie alles auf der Welt einen digitalen Aspekt hat, vermehren sich dementsprechend natürlich auch die Angriffspunkte: »Unsere Abhängigkeit von IT wird immer größer: Keine Kantine und kein Bauernhof kann mehr arbeiten, wenn ein IT-Störfall vorliegt. Täter sind so in der Lage, völlig anonym über Kontinente hinweg Angriffe durchzuführen und Krankenhäuser, Energieversorger, Aufzüge, Industrieanlagen und vieles mehr lahmzulegen«, beschreibt Sebastian Schreiber, Gründer und Geschäftsführer des Dienstleisters für IT-Security Syss die Bedrohung.

Aber nicht nur das Abschalten von Systemen ist problematisch: Durch Cyberangriffe können auch sensible Daten ausspioniert werden. Dr. Norbert Pohlmann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands IT-Sicherheit TeleTrusT weiß: »Cyberattacken bleiben eine der größten Herausforderungen in der immer schnelleren Digitalisierung. Gefahren und Angriffe werden sich in der Zukunft verändern und erweitern.«
 


Interdisziplinäre Kämpfer

Die IT ist längst nicht mehr nur von Informatikern besetzt: Andere Fachexperten wie beispielsweise Naturwissenschaftler bringen zusätzliche Skills mit, die im Kampf gegen Cyberkriminalität künftig entscheidend sein können. Das bestätigt auch Norbert Pohlmann vom Bundesverband IT-Sicherheit: »Durch die immer abstrakter werdende IT wird es wichtiger, dass wir Ergebnisse verstehen und reproduzieren können. Da dies ein wichtiges Thema der Naturwissenschaftler ist, können sie helfen, Vertrauen in die IT-Technologien und -Dienste aufzubauen.« Auch Sebastian Schreiber von Syss hält Nawis für mehr als geeignet für einen Job in der IT-Sicherheit: »Sie haben keine Angst vor komplexen, technischen Zusammenhängen, denken frei und haben Freude an Analysen und neuen Ideen.« Obwohl ITler schon jetzt durch Risikomanagement, Schwachstellen-Scans und Penetrationstests zu einer sichereren IT-Landschaft beitragen, muss laut Schreiber in Zukunft mehr Wert auf Software-Qualität, Haftungskonzepte und die Vermeidung von Abhängigkeiten gelegt werden. Wenn du also ein echter Kämpfer-Nawi oder -ITler bist, stell dich den Gefahren der Cybermacht entgegen und werde zum Profi der IT-Sicherheit.


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