Bild: Sai Kiran Anagani/ unsplash

Wirtschaftsinformatik: Alles andere als eintönig

Ein Studium – tausend Möglichkeiten: Lies hier, wie vielfältig die Arbeit eines Wirtschaftsinformatikers sein kann.

Zukunftsträchtige Energie 

Bei einem großen Energieunternehmen an dessen Digitalisierung mitwirken – diesen Wunsch will IT-Projektmanager Stefan Goller bei Tennet umsetzen: »Meine Aufgabe ist es, verschiedenste IT-Projekte vom Anfang bis zum Ende zu führen, zu koordinieren und zu überwachen.« Er ist dafür zuständig, Projektpläne zu erstellen, das Budget zu überwachen und die Dienstleister zu steuern. »Projektarbeit ist immer ein Balanceakt zwischen Qualität, Budget und dem Faktor Zeit«, bilanziert er. »Die Energiebranche ist nicht nur spannend, sondern auch zukunftsträchtig. Das Umfeld ist hochkomplex, die Herausforderungen interessant. Kein Projekt ist wie das andere, daher wird es auch nie langweilig.« 

Film und Fernsehen

Kostenpflichtige Sender wie Sky brauchen tatkräftige Unterstützung in Sachen IT, denn die Interaktion mit den Kunden läuft natürlich komplett digital ab. Auf Wirtschaftsinformatiker warten hier vielfältige Einsatzbereiche. Sie sind dann zuständig für das Design und die Weiterentwicklung der Kundenprozesse, fungieren als Bindeglied zwischen Fachabteilungen und der IT und nehmen die Implementierungen der IT durch User Acceptance Tests ab. Die Branche ist enorm vielseitig und entwickelt sich stetig weiter. Was du brauchst, sind zusätzlich zu deinem ITKnow-how Kreativität, Teamgeist, Lösungsorientierung und Spaß am Präsentieren. 

Mobilität mitgestalten

Die Automobilindustrie ist Deutschlands Steckenpferd – und wird es vorerst sicherlich auch bleiben. Dank Connected Cars, Autonomen Fahren und vielen anderen digitalen Trends, finden Wirtschaftsinformatiker hier eine Vielzahl an spannenden Jobs. Sie können zum Beispiel als Projektmanager, Softwareentwickler, Data Manager, IT-Administrator, Consultant, Supply Chain Analyst oder Prozessmanager einsteigen, um nur einige Stellen zu nennen. 

Staatlicher IT-Dienst

Das Informationstechnikzentrum Bund ist der zentrale IT-Dienstleister für die Bundesverwaltung. Auch hier sind Wirtschaftsinformatiker am Werk, beispielsweise als Systemadministrator. Als solcher installierst, entwickelst, pflegst und administrierst du die Server des Zentrums und unterstützt bei der Anwendungsentwicklung. Außerdem bist du zuständig für die Fehleranalyse sowie -behebung und arbeitest aktiv in unterschiedlichen Projekten mit. Der Vorteil einer Stelle beim Bund: Der Arbeitsplatz ist sehr sicher und die Förderung der Mitarbeiter steht an vorderer Stelle. 

Teil des Umschwungs

David Fankhänel ist als Systemadministrator Middleware bei der W&W-Gruppe tätig und schätzt seine vielfältigen Aufgaben: »Unser Standardgeschäft ist die Einrichtung und Wartung von Java-Anwendungen sowie die Weiterentwicklung von Middleware, die die Basis für unsere Anwendungen bietet. Wir begleiten Projekte vollumfänglich und unterstützen beratend ab der Initiierungsphase bis zum erfolgreichen Projektabschluss mit der Übergabe in die Produktion.« Das Spannende am Einstieg in die Banken- und Versicherungsbranche: Viele Technologien sind älter. »Gerade in Zeiten der Digitalisierung gilt es, die alten Strukturen aufzubrechen und neue Lösungen zu erarbeiten«, erklärt Fankhänel. So hat er die Möglichkeit, Neues auszuprobieren und eigene Ideen umzusetzen. 

Abwechslungsreiches Consulting

»Als Wirtschaftsinformatiker beherrsche ich gleichzeitig das Vokabular von Informatikern und Wirtschaftswissenschaftlern. Besonders in der Steuerberatung kann ich meine Kenntnisse fortlaufend diversifizieren und mir so anspruchsvolle Schwerpunkte für meine berufliche Weiterentwicklung setzen«, erklärt René Schmidtkunz, Consultant im Bereich Tax Management Consulting, seinen Einstieg bei Deloitte. Im Daily Business unterstützt er seine Mandanten bei unterschiedlichen steuerlich getriebenen Digitalisierungsthemen, beispielsweise bei der elektronischen Bereitstellung von Finanzbuchhaltungsdaten an das Finanzamt. »Als am häufigsten auftretende Herausforderung würde ich unsaubere Datenhaltung nennen. Ein Beispiel ist die Bearbeitung von Eingangsrechnungen. Je nach Komplexität des Geschäftsmodells, der Produkte und vertraglichen Regelungen zwischen Kunden und Lieferanten kann es in einem Unternehmen schnell mehrere hundert verschiedene Prozessabläufe geben. Klar, dass es eine Herausforderung ist, das abzubilden.« 

Von A nach B

Die Logistik von Gütern kann eine echte Masteraufgabe sein. Das Familienuntermehmen und Weltmarktführer Dachser strebt mit einem globalen Transport- und Logistiknetzwerk sowie integrierten IT-Lösungen die weltweit intelligenteste Kombination und Integration logistischer Netzkompetenzen an. Dafür dringend gebraucht: Softwareentwickler – der ideale Job für Wirtschaftinformatiker. Berufseinsteiger arbeiten an der Architektur, dem Design und der Implementierung verschiedener ITLandschaften und unterstützen bei Projekten im Umfeld der Digitalisierung, des Internet of Things und der Logistik 4.0. 

Im Namen der Wissenschaft

Forschung, Wissenschaft, Fortschritt – Wirtschaftsinformatiker, bei denen das Herz hier höher schlägt, können sich auf ein großes Angebot an Stellen in diesem Bereich freuen. Zum Beispiel als ›Technischer IT-Architekt‹ bei der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft. Oder als IT-Mitarbeiter an der Universität. Gerade Forschungsinstitutionen müssen dafür sorgen, technisch immer auf dem neuesten Stand zu sein – da kommen fähige Wirtschaftsinformatiker mit ihrem Know-how gerade recht. 


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