Studierende im Saal hören Vorleser zu
Bei der FSG-Academy reisten Studierende aus Deutschland, Spanien und Belgien an, um etwas für die Entwicklung ihrer Boliden für die Formula Student Saison 2018 zu lernen. Foto: Julia Wolf /audimax

Engagierte Teilnehmer bei der FSG Academy 2017

audimax hat sich beim Kickoff-Event der neuen Formula Student Germany-Saison unter die wissbegierigen Teammitglieder gemischt

In der Halle vor dem großen Schaeffler-Auditorium wird es voll. Die Studierenden strömen aus den Workshop-Räumen, der Geräuschpegel steigt. Sie tragen ihre Formula Student-Teamshirts mit Aufschriften wie FastDa, Elbflorace und Rennstall. In ein paar Minuten beginnt die Highlight Speech der FSG Academy, die in diesem Jahr beim Automobilzulieferer Schaeffler in Kooperation mit MathWorks stattfindet, beide Hauptsponsoren der FSG.

Zu dem Kickoff-Termin der Formula Student Germany (FSG) sind 62 Teams angereist. Im Rahmen des ganztägigen Events stellen die Organisatoren der FSG die neuen Regeln vor und bieten den verschiedenen Teammitgliedern – in Kooperation mit Sponsoren und Teams, die beim letzten Wettbewerb sehr gut abgeschnitten haben – Workshops zur Vorbereitung auf die bevorstehende Saison an.

Die jungen Männer und Frauen, die sich sogar aus Belgien und Spanien auf den Weg gemacht haben, tauschen sich angeregt aus, bevor sie sich einen Platz im nahezu voll besetzten Auditorium suchen. Prof. Peter Gutzmer, Vorstand Technologie bei Schaeffler, begrüßt die Studierenden und zeigt die wichtigsten Trends der Zukunft in der Automobilbranche auf: Umwelt, Urbanisierung, Globalisierung und Digitalisierung. Themen, die auch die jungen Entwickler beschäftigen werden. Im Anschluss tritt Steve Miller, Technical Marketing Manager bei MathWorks auf die Bühne. Er informiert das aufmerksame Publikum mit einem unterhaltsamen Vortrag über die Möglichkeiten, das Produkt Simscape Power Systems bei der Entwicklung der neuen Rennwagen einzusetzen. »Mein Highlight heute war der Vortrag von MathWorks«, verrät Sebastian Böck, Technischer Gesamtteamleiter bei High Octanes Motorsport. »Es ist gut, einen Einblick zu bekommen, inwieweit man diese Simulation verknüpfen kann«, findet er.

Darum geht’s bei der FSG Academy: Etwas dazulernen, neue Ideen für die bevorstehende Saison bekommen, Experten und andere Teams um Rat fragen. Bjarne Schwarz und Tim Schönberger von Baltic Racing haben extra den weiten Weg von Stralsund auf sich genommen, um dabei zu sein. »Ich bin das erste Mal hier und wollte mitkommen, um den Betrieb Schaeffler kennenzulernen und um für die Saison 2018 ein bisschen besser vorbereitet zu sein«, sagt Bjarne. Er schätzt den direkten Kontakt zu den Scrutineers und nutzt die Gelegenheit, um Extrawissen zu sammeln und sich mit den anderen Teams über deren Erfahrungen auszutauschen.

Dass die teilnehmenden Teams sehr wissbegierig sind und an diesem Tag alles mitnehmen möchten, ist auch Karin Görl, zuständig für das Employer Branding bei Schaeffler, sofort aufgefallen. »Wir können beobachten, wie diszipliniert die Studenten in die Vorträge gehen. Das finde ich sehr toll. Sie könnten hier auch zwischendurch einen Kaffee trinken oder sich unsere Exponate anschauen. Aber sie sind alle ganz bei der Sache. Das Interesse an den Inhalten ist wirklich sehr groß.«

Das stellt auch Dr. Christoph Hahn, Senior Education Technical Specialist bei MathWorks fest. Für seine Präsentation ist der große Vortragsraum voll besetzt. Rund 120 Studierende hören aufmerksam zu und schreiben mit, als er ihnen wichtige Inhalte zum Thema Modeling and Simulation vermittelt. Hahn schätzt an dem Event besonders, dass es genau zum richtigen Zeitpunkt stattfindet, nämlich zum Beginn der Saison, wenn die Teams anfangen, ihr Fahrzeug zu entwickeln. »Wir sehen ganz deutlich, dass wir hier auf sehr offene Köpfe stoßen«, sagt er. »Die Leute wollen etwas wissen«. Das sei später anders, wenn die Teams in den Prozess des Fertigens und Testens vertieft sind. Deshalb ist das Team von MathWorks schon jetzt vor Ort, um konkrete Fragen zu beantworten. »Wir versuchen, gegenüber der Community ein starker und glaubhafter Entwicklungspartner zu sein«, erklärt Dr. Christoph Hahn.

Das kommt bei den jungen Ingenieuren gut an. »Diese Veranstaltung ist für uns alle ziemlich wichtig für die Wettbewerbe der nächsten Saison. Wir können den Experten jetzt am Anfang der Entwicklungsphase Fragen stellen und uns Klarheit verschaffen«, sagt Alexander Lerch von eMotorsports Cologne. Er ist heute mit vier Kollegen vor Ort. Das Team teilt sich auf, um an allen Workshops und Vorträgen teilnehmen zu können. »Wir versuchen, alles irgendwie mitzunehmen und alles aufzuschreiben, damit wir das dann den anderen zuhause berichten können«, erzählt Alexander – und macht sich schnell auf den Weg zum nächsten Programmpunkt.


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