@lucabravo|Unsplash

Innovation erfahren

Apps, Versicherung 2.0 und intelligente Beleuchtung:

So entwickelt sich das Auto weiter

 

Spielhalle Auto
Deutsche Hersteller machen das Auto immer mehr zum Teil der digitalen Welt: Mercedes und BMW beispielsweise wollen die zukünftige Generation ihrer Infotainment-Plattformen mit Gesten- und Sprachsteuerung sowie Eyetracking versehen. Daneben wird auch Künstliche Intelligenz integriert sein. Durch sie wird das System lernfähig und noch stärker individualisierbar. Das soll aber nicht alles bleiben: Mercedes öffnet seine Plattform zudem für Spieleentwickler. 2020 soll es im geparkten Auto möglich sein, eine Art Mario Kart zu spielen – inklusive Lenkrad und ­Pedale als Steuerelemente sowie Lüftung und Sicherheitsgurt als 4D-Unterstützung.

 

Parkplätze auf dem Servierteller
›Community-based Parking‹ nennt Bosch sein System, bei dem das Auto zum Werkzeug des Internet der Dinge wird: Autos erkennen und melden beim Vorbeifahren freie Lücken am Straßenrand. Die Information wird in eine digitale Parkplatzkarte eingetragen und allen an dem Service beteiligten Fahrzeugen über das Navigationssystem zur Verfügung gestellt. Autofahrer können sich dann ohne Umwege zu freien Parklücken navigieren lassen.

Apps to drive
Das Handy im Auto zu benutzen, ist verboten – nicht aber die Apps über das Auto. Durch ­Verbindungsmöglichkeiten wie ›Carplay‹ beziehungsweise ›Android Auto‹ wird das Smartphone in das Infotainmentsystem des Autos integriert. Nach Freischaltung des Dienstes beim Fahrzeughersteller können die Smartphone-Apps über das Auto-Display angesteuert oder sogar per Sprachbefehl bedient werden. Beispiele hierfür sind Google Maps, WhatsApp, Spotify und viele weitere. Damit wird das Handy einmal mehr zu einer mobilen Schaltzentrale. Aber Vorsicht: Die Apps müssen auf eine solche Nutzung ausgelegt sein und sie geht natürlich vom Datenvolumen ab.

 

Versicherung 2.0
Mittlerweile kann vieles verbunden werden, warum also nicht auch das einzelne Fahrverhalten mit der jeweiligen Versicherung? Diese Möglichkeit bietet für beide Seiten Anreize: ­Telematik ist das Zauberwort. Die Versicherungen bekommen Zugriff auf das individuelle Fahrver­halten, ­können auf dieser Basis Verträge anbieten und der Fahrer wird für umsichtigeres ­Fahren mit niedrigeren Beiträgen belohnt.

 

 

Intelligentes Ambiente
Laut Ralf Schmidt, Leiter des Entwicklungsstandorts von Dräxlmaier in Garching, gewinnt das Interieur zunehmend an Bedeutung, da sich der Fahrer dank komplexer Assistenzsysteme zukünftig nicht mehr nur dem Verkehrsgeschehen widmen muss. Anmutung und Haptik würden ebenso wie die Funktionalität immer wichtiger. Ein Beispiel dafür ist das intelligente Ambientelicht von Dräxlmaier. »Es sorgt nicht nur für stimmungsvolle Atmosphäre im Fahrzeug, sondern kann zudem auch funktional genutzt werden: Beispielsweise können den Passagieren wichtige Hinweise über einen Lichtimpuls angezeigt werden«, erklärt er.

 

Connected Skills
Wer im Bereich Connected Cars arbeiten möchte, braucht ­neben sehr guten Programmierkenntnissen, Pioniergeist und analytischem Denken auch die Fähigkeit, in unterschiedlichsten Teams zu arbeiten. Darüber hinaus fordern Anwendungen im ­Bereich der Cloud-Technologien und des Internet of Things ­agiles und interdisziplinäres Arbeiten mit hoher fachlicher Flexibilität. Kenntnisse im Einsatz und der Programmierung verteilter ­Systeme, Software Engineering, Robotik, Fahrzeugtechnik, Funktionsentwicklung und neue Fahrzeugarchitektur runden dein Profil ab.


Anzeige

Anzeige