Digital vs. analog kallejipp / Quelle:PHOTOCASE

BIM: Digitalisierung der Baubranche

Analog wird Vergangenheit: Auch in der Baubranche geht es nicht mehr ohne Digitalisierung

Die Digitalisierung ist unaufhaltsam – auch das Bauwesen ist in diesen Prozess bereits sehr involviert. In diesem Zusammenhang spielt Building Information Modeling (BIM) eine sehr große Rolle. Übersetzt bedeutet BIM Gebäudedatenmodellierung und es geht dabei um die Organisation von Informationen und Prozessen in einem virtuellen dreidimensionalen Gebäudemodell. Auf dieser Basis können die Daten aller Beteiligten am Bauprozess – Architekten, Bauzeichner, Tragwerksplaner, Haustechniker, Bauingenieur und Bauherr – schneller bereitgestellt und mehrfach von den unterschiedlichen Projektmitgliedern genutzt werden.

Nicht ohne Teamfähigkeit

Um mit diesem Modell erfolgreich sein zu können, müssen aber einige Voraussetzungen gegeben sein: Eine davon ist, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten. »BIM erwartet Teamfähigkeit und ein gemeinsames Ziel«, erklärt Bernhard Bayer, Geschäftsführer der BIB GmbH in einem Interview. Wenn diese Bedingungen eine solide Grundlage bilden, sind die Vorteile sehr schnell aufgezählt. Diese liegen laut ›BIM-Leitfaden für Deutschland‹, einem Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), in der Qualität, Aktualität und Transparenz von Projektinformationen, die jederzeit auswertbar sind und zu einer höheren Sicherheit hinsichtlich der Kosten, Termine und Nachhaltigkeit in der Projektabwicklung führt.

Voraussetzung: Offenheit für Digitalisierung

Damit diese Vorteile zum Tragen kommen und die Baubranche zukunftsfähig bleibt, darf sie sich vor der Digitalisierung nicht verschließen. Um eine Basis für alle zu schaffen, wurde von führenden Verbänden und Institutionen aus dem Bereich Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken 2015 die Initiative ›planen-bauen 4.0 – Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH‹ gegründet. Ihr Ziel: Die durch digitalisierten Bau geschaffenen Effizienzpotenziale allen Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Auch für Studierende und Absolventen bedeutet dies, dass sie sich zusätzliche Kenntnisse aneignen sollten.


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