Aktiv im Elektrotechnikstudium: Studenten engagieren sich deutschlandweit. Interview mit Stephan Pillmann vom VDE YoungNet

Jeder anders - alle aktiv: Das VDE YoungNet unterstützt die Aktivitäten der Hochschulgruppen und Initiativen junger Elektroingenieure

lächelnder MAnn
Stephan Pillmann, Leiter der Geschäftsstelle im VDE YoungNet privat

Herr Pillmann, rund 60 Hochschulgruppen sind derzeit im VDE aktiv. Von München bis Wismar, von Aachen bis Cottbus …

… wobei man die Gruppen und ihre Aktivitäten nicht über einen Kamm scheren sollte. Jede Gruppe setzt andere Schwerpunkte. Gemeinsam aber ist allen die Idee, dass sich Studenten der Elektrotechnik und Informationstechnik besser kennenlernen sollten, gemeinsam Spaß haben und so gut wie möglich vorbereitet und informiert sein müssen, wenn sie Prüfungen bewältigen wollen oder in ihren Beruf starten. Natürlich gibt es dabei Klassiker, die fast jede Hochschulgruppe anbietet: Dazu gehören Tutorials, Stammtische oder auch Kamingespräche, zu denen Vertreter von Unternehmen eingeladen werden. Aber es gibt auch eine Vielzahl weiterführender Events – von einer Stadtrally über die Fahrzeug-entwicklung für die Formula Student Germany bis hin zu eigengestalteten Unterrichtseinheiten für Schulen.

Welche Großveranstaltungen des YoungNet sind für das zweite Halbjahr geplant?

Dazu gehört vorneweg die siebte YoungNet Convention 2017 in München, zu der rund 300 Studenten aus ganz Deutschland erwartet werden. Weitere Highlights dürften die Jungmitgliedersitzung und das Treffen der Bundesteams sein. Hier tauschen die Teilnehmer ihre Erfahrungen in der Hochschulgruppenarbeit aus und besprechen bundesweite Aktionen.

Inwieweit kann das VDE YoungNet Einfluss nehmen, beispielsweise auf Fragen zur Zukunft der Ingenieursausbildung?

Einerseits nehmen wir aktiv Einfluss, beispielsweise durch unsere Vertreter im Ausschuss Ingenieurausbildung des VDE. Dafür arbeiten wir Vorschläge und Konzepte aus. Andererseits ist Bildungspolitik in der Regel ein träges Unterfangen. Es kann also sein, dass ein Aktiver einen Vorschlag macht, aber bereits im Berufsleben steht, wenn dieser dann umgesetzt wird.

Im VDE YoungNet mitzuarbeiten bedeutet auch, sich zeitlich engagieren zu müssen. Was bringt das YoungNet den Studierenden und Young Professionals?

Jeder, der ein Ehrenamt übernimmt, weiß, dass er Zeit investieren muss. Das ist im Sportverein nicht anders als bei der Feuerwehr oder im YoungNet. Die Motive, sich zu engagieren, sind bei den einzelnen Studierenden – und das YoungNet hat über 8.000 Mitglieder – sehr unterschiedlich. Hauptgründe sind aber, dass sich die Studierenden in ihrer Hochschulgruppe wohlfühlen und persönliche, fachliche und berufliche Netzwerke ausbilden können. Ein dritter wichtiger Grund sind die vielfältigen Seminare und Weiterbildungsmöglichkeiten, die wir anbieten. Sei es im Bereich von Bewerbungen, dem Ausbau sozialer Kompetenzen oder auch durch eher technisch geprägte Veranstaltungen.

Wie sieht die Zukunft des YoungNet aus?

Es wird sich weiterentwickeln – genau wie der VDE und die Ingenieurwissenschaften insgesamt. Konkret heißt das beispielsweise, dass wir den Aufbau der Hochschulgruppen vorantreiben werden. Noch ist das YoungNet nicht an jeder Hochschule präsent. Zusätzlich werden wir die Serviceangebote, unsere Dienstleistungen und die Plattform, die wir den Studierenden bieten, weiter verbessern und natürlich unsere Kontakte jenseits des VDE ausbauen, um Ingenieure aus anderen Ländern intensiver kennenzulernen.


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