E-Techniker auf Ganovenjagd

»Catch Dr. Gauss!« hieß es im spielerischen Fallstudienwettbewerb Engineering Competition von Rohde & Schwarz. 46 Elektrotechnik-Studierende schlüpften drei Tage lang in die Rolle von Agenten

Gruppe bei Engineering Competition
Teilnehmer der 13. Engineering Competiton für Elektrotechnik-Studierende bei Rohde & Schwarz Rohde & Schwarz

München. Im Finale der Engineering Competition von Rohde & Schwarz hängten sich elf studentische Teams vom 22. bis zum 24. Juni an die Fersen von Dr. Gauss – einem imaginären Bösewicht á la James Bond-Film, den es mittels neuester Signal-verarbeitungstechnologie aufzuspüren galt. Die Teams aus Deutschland, der Schweiz, den USA und Singapur hatten sich bereits in den Vorrunden gegen 71 Mitstreiter durchgesetzt, indem sie innerhalb von drei Wochen versteckte Signale einer anonym zugespielten Datei ausfindig gemacht und analysiert hatten. Aus den Finalistenteams mit Namen wie ›BreakingBadCode‹, ›Dufte Studenten versuchens‹ und ›QuadratureAwesomeness‹ konnte schließlich das Team des Karlsruher Institutes für Technologie, ›FFT Juchee‹, mit dem umfangreichsten Ingenieurwissen punkten und holte den Gesamtsieg der Competiton. Der Preis kann sich sehen lassen: Die drei Studenten konnten neben dem Gewinnerlächeln 600 US-Dollar pro Person mit nach Hause nehmen.

Schon seit 2004 setzt Rohde & Schwarz auf Fallstudienwettbewerbe, um talentierten E-Technik-Nachwuchs kennenzulernen und auf sich aufmerksam zu machen. Anders als in den Jahren zuvor zog sich ein deutlicher Gaming-Charakter durch den gesamten Wettbewerb – eine Neuerung, die bei den Studenten sehr gut ankam. »Der Wettbewerb ist eine tolle Chance für die Teilnehmer, einen ersten Eindruck vom Unternehmen zu gewinnen«, meint Lukas Wörle, Entwicklungsingenieur bei dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz. Auch er nahm 2007 beim Fallstudienwettbewerb teil und würde jedem Studenten empfehlen, eine solche Möglichkeit nicht auszulassen: »Als Student hast du nichts zu verlieren: Der Aufwand ist überschaubar und ich habe als Teilnehmer die Möglichkeit, fernab vom Prüfungsdruck mein fachliches Wissen aus dem Studium praktisch anzuwenden.« Ein echter Motivationsschub für die theoretischen Inhalte des Studiums, findet der 31-Jährige Wörle.

Als er im vierten Semester über einen Kommilitonen zum Wettbewerb kam, hatte er noch keinen Blick für potenzielle Karrierechancen, die sich aus der Teilnahme ergeben können. Trotzdem sprang der Funke über: Wörle arbeitete während des Studiums als Werkstudent in seiner jetzigen Abteilung und schrieb auch seine Projektarbeit in Kooperation mit Rohde & Schwarz. Seit 2011 feilt er nun in Vollzeit an der Entwicklung von Softwarekomponenten für Funkgeräte – nur eine der zahlreichen Projekte im Unternehmen. In den fünf Geschäftsfeldern Messtechnik, Rundfunk- und Medientechnik, Cyber-Sicherheit, Sichere Kommunikation sowie Funküberwachungs- und Funkortungstechnik bietet der Konzern vielfältige Karriereoptionen für Studierende und Absolventen der Elektrotechnik.

Ob es dem Gewinner Wörle von einst beim Wettbewerb um den Sieg ging? »Definitiv nicht. Teilnehmer gewinnen schon allein dadurch, dass sie hinter die Kulissen schauen können.« Wörle ist überzeugt: Wer Begeisterung und Teamfähigkeit mitbringt, profitiere fachlich und beruflich von der Erfahrung. Denn eine Teilnahme im Fallstudienwettbewerb macht sich einfach gut im Lebenslauf eines Ingenieurs.


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