Mann hängt an Luftballon-Rakete
Seleneos / Quelle:PHOTOCASE

Einsteigertipps für den Triebwerksbau

Christine Wakker, Stress&Life Engineer bei Rolls Royce, nimmt uns mit in ihre Welt der Triebwerke

In der Abteilung Rotatives Critical Parts Stress&Lifing beschäftigt sich Christine Wakker mit kritischen, das heißt, hochbelasteten Teilen eines Triebwerkes. Für diese Komponenten führt die 28-Jährige verschiedene Untersuchungen durch, wie etwa Festigkeits-, Integritäts- und Rissfortschritts­analysen. Ihr Ziel: Aussagen über Lebensdauer, Sicherheit und Zuverlässigkeit einzelner Teile treffen zu können. Triebwerke sind hochkomplexe, über Jahrzehnte ausgeklügelte Systeme, deren Weiterentwicklung viele fachliche Herausforderungen mit sich bringt. »Mein ehemaliger Professor hat immer gescherzt ›Ein Triebwerk soll nichts wiegen, nichts kosten und alles können‹«, lacht die Maschinenbauerin.

Große Verantwortung in der Luftfahrt

Hinzu kommt die Frage, wie man als Mitarbeiter mit der Verantwortung für ein so elementares System umgeht: »Wie entwickle ich zuverlässige Kontrollmechanismen zur Fehlervermeidung – schließlich hängen von unserer Arbeit Menschenleben ab«, sagt Christine Wakker. Hierbei beschäftigt sich die Ingenieurin selbstverständlich auch mit Zeit- und Ressourcenmanagement sowie Materialbeschaffung.
 

Ratschläge für Absolventen

Die Luftfahrtbranche ist sehr international, deshalb ist Auslandserfahrung im späteren Arbeitsleben von Vorteil. Wer über einen Einstieg in die zivile Luftfahrt nachdenkt, sollte sich immer über neue Entwicklungen und Projekte informieren und sein Netzwerk aufbauen. Außerdem eignet sich die Studienzeit, um Unternehmen aus der Luftfahrt kennenzulernen und erste Berufserfahrungen zu sammeln. »Das sind spannende und wertvolle Erfahrungen, die einen erfolgreichen Start ins Berufsleben erleichtern«, schließt Christine Wakker. 


Anzeige

Anzeige