Prof. Dr. Stefan Levedag
privat

Herausforderungen der unbemannten Luftfahrt

Prof. Dr.-Ing. Stefan Levedag, Leiter des Instituts für Flugsystemtechnik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), gibt uns Einblicke in die unbemannte Luftfahrt

Für welche Einsätze werden unbemannte Luftfahrzeuge verwendet?

Mögliche Einsätze werden durch juristische und ökonomische Randbedingungen eingeschränkt. Bisher sind beispielsweise keine autonomen Flüge ohne Fernsteuerpilot am Boden, der das Gerät in Sichtweite hat, zugelassen. Bisherige Einsatzgebiete sind etwa der polizeiliche Katastrophenschutz, Sportübertragungen und Umweltbeobachtungen. Wären die juristischen Fragen geklärt, wären auch Verkehrsbeobachtungen sowie die Überwachung von Häfen und Meeren möglich.


Welche Herausforderungen entstehen bei der Entwicklung unbemannter Objekte?

Sehr wichtig ist die Datenverbindung, die derzeit noch eine hohe Ausfallquote hat. Außerdem gibt es noch keine zuverlässige Lösung, wie das Gerät anderen Flugobjekten ausweicht. Das ist sensorisch und finanziell eine große Herausforderung, denn das unbemannte System muss bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten eines bemannten Flugzeugs haben.


Welche Einstiegsfelder gibt es für Ingenieurabsolventen?

Ich kann ihnen nur raten, in die Forschung zu gehen, diese läuft auf Hochtouren. Es gibt spannende Fragestellungen, die letztlich mit entscheiden werden, ob die unbemannte Luftfahrt wirtschaftlich mal eine Rolle spielen wird. Ansonsten ist es im Moment eher schwierig, weil es bisher in Deutschland aufgrund der fehlenden rechtlichen Rahmenbedingungen nur militärische Industrie dafür gibt.


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