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Der Einstieg in die Recyclingbranche im Überblick

Nix, hex hex! Aus alt macht neu ist keine Hexerei.

 


Leider viel zu tun

Eine Studie des Statistischen Bundesamts macht klar, dass wir alle für den Müll und die Zustände, die er mit sich bringt, verantwortlich sind: 2019 hat jede*r Deutsche 72 Kilogramm Verpackungsmüll »konsumiert«, Diese Zahl ist ein weiterer Beleg für unser riesiges Müllproblem.

Wie die Branche derzeit aussieht? Laut Recycling- Magazin gab es im Jahr 2020 eine gewisse Stagnation im Wachstum des Sektors. Während in den vorausgegangenen Jahren stets von einem Anstieg in Sachen Recycling gesprochen wurde, musste 2020 ein Branchenrückgang von etwa drei Prozent eingestanden werden. Die Ursache für diese Entwicklung liegt in der Corona-Pandemie und den daraus häufig entstehenden Lieferengpässen oder die gesunkene Investitionsbereitschaft in der Gesellschaft. Allerdings ist diese Entwicklung nicht gleichzusetzen mit einem Rückgang von Arbeitsplätzen, denn mit 70 Prozent ist die Mehrheit der Hersteller nicht daran interessiert, Stellen abzubauen. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau mitteilt, könnte es im Jahr 2021 wieder einen leichten Branchenanstieg in der Abfall- und Recyclingtechnik geben – nicht zuletzt wegen des gesteigerten Bewusstseins rund um das Thema Umweltschutz in den letzten Jahren.

Viele Wege

Der Einstieg in die Recycling-Branche kann über viele verschiedene Wege erfolgen und muss nicht immer über ein Studium gehen. Es gibt die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, die dual abläuft. Hier lernst du in Theorie und Praxis alles Wichtige rund um die Arbeit in einem Recyclingunternehmen. Das Studium der Abfall- und Entsorgungstechnik wird mit dem Titel »Bachelor of Engineering« abgeschlossen und geht viel tiefer in die verschiedenen Bereiche der Müllentsorgung und -aufbereitung ein. Hast du allerdings schon ein abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Studium und möchtest dich auf den nachhaltigen und progressiven Bereich Recycling spezialisieren, hast du ebenfalls verschiedene Möglichkeiten: Ein Praktikum in einem Recycling- Dienstleistungsunternehmen kann dir einen ersten Einblick verschaffen und dir ein Gefühl für dieses Fachgebiet geben. Außerdem gibt es Seminare, Kurse, Trainee-Programme und Fortbildungen in ganz Deutschland, die dein Wissen Schritt für Schritt aufbauen und dich im Metier Fuß fassen lassen. Hast du bereits ein Bachelorstudium beispielsweise in Wirtschaftsingenieurwesen abgeschlossen, dann kannst du dich über die bereits erwähnten Möglichkeiten hinaus im Zuge eines Masterstudiums spezialisieren.

Zukunft pur

Im Recycling arbeiten allerdings nicht nur Ingenieur*innen, die eine spezialisierte Ausbildung auf diesem Gebiet haben. Auch andere Ingieurwissenschaftler*innen sind für die Branche wichtig. Projektingenieur* innen arbeiten beispielsweise zwischen Theorie und Praxis an der Entwicklung neuer Technologien. Als Vertriebsingenieur* in bist du im Recyclingbetrieb für die Akquise und Betreuung von Kunden zuständig. Wenn du hoch hinauswillst, dann ist auch der Aufstieg zur Abteilungs- oder Betriebsleitung innerhalb eines Unternehmens möglich. In Zukunft wird die Recycling-Branche immer wichtiger und wir alle sind auf die Technologien und Verfahren, der Ingenieur*innen angewiesen. Viele Ideen wie beispielsweise das chemische Recycling, welches das endlose Wiederverwerten von Kunststoffen ermöglichen soll, geben einen Einblick und machen Hoffnung auf das, was in der Ferne auf uns wartet und verspricht ,unseren Planeten wieder etwas sauberer zu machen.


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