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Der vielfältige Beruf des Chemieingenieurs

Der Beruf des Chemieingenieurs ist unglaublich spannend und vielfältig. Lies hier nach, warum!

Drei Chemieingenieurinnen erzählen von ihrem Berufsalltag

»So vielseitig der Job, so komplex die Herausforderungen. Produktion und Fertigung sind stark von den laufenden Anlagen abhängig. Dabei kann es zu Problemen oder Abweichungen kommen, die in kürzester Zeit zu beheben sind« (Birgit Huber, Head Talent Aquisition bei Sanofi)

»Ich habe viele abwechslungsreiche Aufgaben wie die Auswahl geeigneter Testmethoden, Patentrecherchen, den Besuch verschiedener Messen und Konferenzen sowie die Dokumentation der Ergebnisse. Aber auch Kundenbesuche zur technischen Unterstützung der Sales-Abteilung gehören ab und an zu meinem Arbeitsalltag.« (Berit Schuster, Entwicklerin im Bereich F&E für gedruckte Elektronik bei ALTANA Geschäftsbereich ELANTAS)

»Die meisten Hard Skills erwerben Ingenieure während des Studiums, wie zum Beispiel das verfahrenstechnische Wissen. Was die Soft Skills angeht, sind Kommunikation und Koordination in meinem Job unabdingbar.« (Annchristin Hnida, Betriebsingenieurin bei Lanxess)

Das macht den Job des Chemieingenieurs aus

»Als Chemieingenieur gilt es, gelassen zu bleiben und sich täglich auf neue Situationen und Herausforderungen einzustellen – multitaskingfähig zu sein, ist eines der wichtigsten Gebote«, erzählt Birgit Huber, Head Talent Acquisition bei Sanofi. Auf Annchristin Hnida von Lanxess trifft diese Beschreibung auf jeden Fall zu. Sie arbeitet als Betriebsingenieurin in der chemischen Industrie und hat in ihrem Arbeitsalltag sehr vielseitige Aufgaben zu bewältigen. Ihr Job ist es etwa, dafür zu sorgen, dass die Anlagen im Produktionsbetrieb immer reibungslos laufen. So ist sie zum Beispiel dafür zuständig, Anlagenteile instandzuhalten, auszutauschen oder zu verbessern. Doch das ist nicht das einzige Einsatzgebiet für Chemieingenieure: Seit Kurzem plant Hnida größere und längerfristige Investitionsprojekte – zum Beispiel, wenn der Bestand an Anlagen erweitert werden soll.

Bei Sanofi sind Chemieingenieure hauptsächlich in der Produktion von Wirkstoffen sowie in der Fertigung von Arzneimitteln tätig. Auch hier geht es in erster Linie darum, dass die Anlagen sicher laufen. Dazu gehören die technische Behebung von Fehlern sowie die Qualitätssicherung und Entwicklung von neuen Konzepten. Arbeitest du als Chemieingenieur mit Schwerpunkt Lack, stehen weitere spannende Aufgabenfelder für dich parat. Berit Schuster, Entwicklerin im Bereich F&E für gedruckte Elektronik beim ALTANA Geschäftsbereich ELANTAS ist dafür ein gutes Beispiel. Sie ist dafür zuständig, neue Druckfarben zu formulieren oder bestehende Farben weiterzuentwickeln.

Eine gute Kombination aus fachlichen Kenntnissen und persönlicher Kompetenz solltest du als Chemieingenieur unbedingt mitbringen. Dabei ist es vor allem notwendig, technisch versiert zu sein, genau zu arbeiten und gutes Englisch zu sprechen. Einen weiteren Aspekt nennt Berit Schuster von ELANTAS: »Allgemein sollte ein Chemieingenieur in der Lage sein, bei seinen Aufgaben die chemischen und technischen Aspekte eines Problems zu verknüpfen und entsprechende Lösungsmethoden zu entwickeln.« Da diese Probleme meistens im Team bearbeitet werden, ist es unabdingar, gut mit den Kollegen zusammenzuarbeiten. Weiterhin zählen zu den Soft Skills laut Birgit Huber von Sanofi beispielsweise Durchsetzungsvermögen, gutes Organisations-, Kommunikations- und Ausdrucksvermögen sowie Stressresistenz.

Eine große Herausforderung für Chemieingenieure ist die Arbeit am ›lebenden Objekt‹ – also den Austausch eines Anlagenteils so zu planen, dass die Produktion möglichst nicht unterbrochen wird: »Dies erfordert ein gutes Zeitmanagement und die perfekte Koordination aller Beteiligten, sodass am Tag X möglichst nur noch der Schalter umgelegt werden muss. Denn jeder verlorene Produktionstag kostet dem Unternehmen natürlich Geld«, erklärt Hnida. Insgesamt ist der Arbeitsalltag eines Chemieingenieurs ständig von neuen Herausforderungen geprägt und lässt keine Langeweile aufkommen. Wem das gefällt, der sollte sich unbedingt einmal selbst in dieser Branche ausprobieren – damit die Chemie auch in Zukunft noch stimmt.


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