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Die fabelhafte Welt der Robotroniker

Zwischen Wall-E und Feinmechanik: So arbeiten INGs an der Schnittstelle zwischen Mechatronik und Robotik

Darum dreht sich Mechatronik 
Autonome Fahrzeuge, mobile Manipulatoren, Spezialroboter für Industrie und Forschung – Musik in deinen Ohren? Dann bist du mit ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund geeignet für den Bereich Mechatronik und Robotik. Hier arbeitest du an mechanischen Systemen, die zu intelligenten Maschinen umgebaut werden, und entwickelst komplexe Geräte und Systeme, deren Technik sowohl aus mechanischen als auch aus elektronischen und informationstechnischen Komponenten besteht. Als Mechatroniker kümmerst du dich auch um die Montage, Wartung und Reparatur dieser Geräte. 

Roboterfamilien gründen
Gerade an der Schnittstelle zwischen Mechatronik und Robotik kommen spannende Aufgaben ins Spiel, die Ingenieure an technologischen Innovationen von morgen mitwirken lassen. Andreas Müller hat Maschinenbau studiert und ist mittlerweile Produktverantwortlicher für die neue Robotergeneration von Dürr. Momentan arbeitet er an der großflächigen Markteinführung dieser Handling-Roboter, die zukünftig beispielsweise Lackieraufgaben erledigen oder automatisch Türen öffnen sollen. »Die Aufgaben machen Spaß – gerade weil sie besonders interdisziplinär geprägt sind. Anwendung finden sowohl steuerungstechnische als auch applikationstechnische und mechanische Aspekte.« Neben technischem Verständnis und der Bereitschaft, auch mal angrenzende Disziplinen anzuwenden, spielen zusätzlich kommunikative Fähigkeiten eine Rolle. »Es müssen viele Perspektiven berücksichtigt und vereint werden. Jeder Mitarbeiter in dem Projekt hat verschiedene Ideen und Beiträge zur Weiterentwicklung der Roboter – auch die Kunden haben natürlich konkrete Vorstellungen und Bedürfnisse. Diese Aspekte müssen zusammengebracht werden.« 

Keine Scheu vor neuen Wegen 
Im Bereich Mechatronik und Robotik müssen Ings mit regelmäßigen Neuerungen rechnen. Manuel Falk, Application Engineer Software bei PIA Automation, stellt fest: »Es werden heute schon herstellerübergreifende Standards in die jeweiligen mechatronischen Systeme implementiert, etwa die serviceorientierte Architektur ›OPC-UA‹. Viele Hersteller haben es bereits in die Produkte integriert beziehungsweise planen es in der nächsten Zeit. Dadurch wird der Weg frei, um Daten abzugreifen und neue digitale Produkte für den Maschinenbau zu entwickeln.«

Perfekt vernetzt
Der Ingenieur Josef Köppl arbeitet seit 28 Jahren bei Rohde & Schwarz und auch er kann als Leiter der Entwicklung und Automatisierungstechnik beobachten, auf was es  in Zukunft in seiner Branche besonders ankommen wird. »Der Fokus wird noch deutlicher auf der Vernetzung von Daten und Prozessen liegen, auch die Kommunikation mit übergeordneten Leitsystemen, Monitoring und Datenanalyse werden noch relevanter«, erklärt er. Natürlich stehen technische und mathematische Fähigkeiten in der Ingenieurbranche im Vordergrund – auch im Bereich Mechatronik und Robotik müssen sich Nachwuchskräfte auf ihr fachliches Wissen und praktische Skills verlassen können. Manuel Falk von PIA gibt einen Einblick in seinen Arbeitsalltag: »In der Automatisierungstechnik werde ich tagtäglich mit mechatronischen Systemen verschiedener Hersteller konfrontiert. Diese müssen je nach Anwendungsfall in die Maschinen und Anlagen integriert werden. Fundiertes Fachwissen ist hier nicht nur Voraussetzung, sondern muss auch regelmäßig aufgefrischt werden, um den Anschluss nicht zu verlieren.«
 


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