Starte deine Karriere in der Luftfahrt

Auf Studenten warten bei der Lufthansa Technik AG praxisnahe Projekte.

 

Sebastian Symmank und Nicolas Fuchsius / Foto: LHT IT

Die Luftfahrzeuginstandhaltung ist ein zeitkritisches und materialaufwendiges Geschäft. Mit jeder Liegezeit geht die Koordinierung einer Vielzahl von unverzichtbaren Tools und Bodengeräten, sogenannten „Ground Support Equipment“ (GSE), einher. Das sind beispiels- weise Schleppfahrzeuge, Zugangstreppen oder Bodenstromversorgungsgeräte. Lange Zeit war das Management der GSEs mühselig und zeitaufwendig – das gehört dank GSE 4.0 der Vergangenheit an.

Hinter diesem Begriff steht ein sehr erfolgreiches Digitalisierungsprojekt der Lufthansa Technik AG. Die Kernidee: Die Nutzer sollen zu jeder Zeit und von überall aus wissen, wo sich welches Bodengerät aktuell befindet.

Modernste Technologie im Einsatz

Die Bodengeräte werden mit High-Tech-Trackern ausgestattet, um im Web-Userinterface nachzuvollziehen, wo sich welches GSE befindet. Diese Tracker basieren auf einer Kombination aus ›GPS‹, ›Bluetooth Low Energie‹ und ›Long Range Wide Area Network‹-Technologie und funktionieren sowohl indoor, in den Flugzeughangars und Werkstätten der Lufthansa Technik, als auch outdoor. »GSE 4.0 vereinfacht und beschleunigt das Equipment Management um ein Vielfaches«, sagt Nicolas Fuchsius, Leiter des IT-Projekts. »Dabei hält die entwickelte Lösung derzeit einerseits weltweit auf den Lufthansa Technik-Standorten Einzug und wird bereits von anderen Instandhaltungsunternehmen nachgefragt. Die Technologie wird andererseits fortlaufend weiterentwickelt.«

Hier bieten sich für Hochschulabsolventen spannende Möglichkeiten, um im Rahmen von Praktika oder Abschlussarbeiten in einem hochmotivierten Team an der Innovation mitzuwirken. Das Projektteam besteht aus Lufthansa Technik-Mitarbeitern der unterschiedlichsten Bereiche, die ihre Expertenkenntnisse einbringen, sowie aus externen Mitarbeitern, die das Projektmanagement koordinieren. Studentische Mitarbeiter leisten zudem wichtige Unterstützungsarbeit oder bearbeiten komplexe Teilprojektaufgaben. Die Integration von externer Sensorik wird gegenwärtig in einer spannenden Masterthesis behandelt. Durch ihr frisches und wissenschaftlich fundiertes Fachwissen bringen Absolventen, Werkstudenten und Praktikanten beständig innovative und kreative Ideen in das Unternehmen ein.

Wertvoller Support aus Berlin

Der Arbeitsalltag eines Masteranden gestaltet sich sehr vielfältig, wie der des Luftfahrttechnik/Luftfahrtlogistik-Studenten Sebastian Symmank. Im Zuge der Abschlussphase seines Studiums an der TH Wildau unterstützt der Berliner das in Hamburg ansässige GSE 4.0-Team aus der Ferne. Er betreut für Lufthansa Technik und Lufthansa Bombardier Aviation Services am Standort Schönefeld die GSE 4.0-Infrastruktur, beseitigt zeitnah auftretende Störungen und ist für die Durchführung von Kalibriermessungen zuständig. Über einen Homeoffice-Arbeitsplatz ist er über alle Kommunikationskanäle mit dem Team verbunden.

Sebastians Arbeit wird sehr wertgeschätzt. Unterstützt durch sein Team hat er sich umfangreiches Fachwissen in den Bereichen ›Bluetooth Low Energy‹ und dem zugrunde liegenden Kommunikationsprotokoll angeeignet und erzielte große Fortschritte bei der Implementierung externer Sensorik. Derzeit steht sein Prototyp, der Zugang zu vielen wei- teren Anwendungsfeldern verschafft, zu Testzwecken bereit. Neben dem regelmäßigen Austausch mit dem Team obliegt es dem Masteranden, sich seine Arbeitsabläufe selbstständig zu organisieren. Darüber hinaus nimmt er an wichtigen Terminen oder Fachmessen teil. Der IT-Verantwortliche Nicolas Fuchsius erläutert: »Sebastian hat inhaltlich viele Freiheiten, wird aber von uns eng betreut, wenn er Unterstützung benötigt oder Entscheidungen vorantreiben will. Er leistet wirklich tolle Arbeit, sodass wir ihn mit weiteren Anfragen für seine Entwicklungen versorgen. Die Lufthansa Technik Logistic Services steht bereits in regem Austausch mit ihm, denn er soll ein Projekt verantworten, das Abholregale in der Flugzeughalle smart machen wird.«

Reger Austausch sichert den Erfolg

Ein wichtiger Stakeholder im Projekt ist der Technologieträger Undagrid. Ohne den permanenten Austausch mit den Entwicklern wären rasante Fortschritte wie die bisherigen kaum denkbar. Hier kann Sebastian frei agieren. Er holt Informationen ein und koordiniert weitere Maßnahmen. Aus dem GSE 4.0-Projekt heraus wurde bereits ein externes Unternehmen damit beauftragt, einen universell einsetzbaren Sensoriktracker zu entwickeln. Dabei wird auf den erlangten Erkenntnissen aufgebaut und auf Sebastians Know-how zurückgegriffen. In regelmäßigen Skype-Konferenzen werden der Projektstatus und offene Punkte besprochen. Die produktive Zusammenarbeit der nunmehr vier Unternehmen gestaltet sich höchst professionell und effektiv. Im Kontext der voranschreitenden Digitalisierung der Flugzeughangars und Werkstätten der Lufthansa Technik sind IoT-Themen konzernübergreifend auf dem Vormarsch. Es warten bereits heute neue Business-Cases auf das GSE 4.0-Team, die die erlangte Expertise einfordern.


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