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Faurecia auf der FSG 2018: Teamgeist, Innovation und Weiterentwicklung

Mit Elke Schaal, Talent Acquisition Manager Germany, Sascha Breitscheidel, HR Director North & East Europe und Christian Neyrinck, Manager Innovation Germany bei Faurecia sprachen wir auf der FSG 2018 über ihr Engagement, ihre Aufgabe als Sponsor und die Förderung von Kompetenzen durch die FSG.

Faurecia wurde 2018 wiederholt zum Top Employer gewählt. Wieso engagieren Sie sich auf der Formula Student Germany (FSG)?

Elke Schaal: Wir sind hier, um uns den Studenten als Arbeitgeber zu präsentieren. Wir sind Top Arbeitgeber, zählen aber zu den Hidden Champions. In diesem Zusammenhang wollen wir den Studenten klarmachen, dass wir ein interessanter und internationaler Arbeitgeber sind, der Diversity lebt. Wir haben sehr viele interessante Jobs zu bieten – Praktika, Abschlussarbeiten, Traineeprogramme, ein internationales Absolventenprogramm. Darüber wollen wir mit den Studenten sprechen.
Sascha Breitscheidel: Darüber hinaus passt die Veranstaltung einfach zu uns. Es geht um Innovation, Teamwork und um das, was uns beschäftigt: Automotive. Die Studenten sind sehr engagiert, weshalb es Sinn macht, hier schon mit Studenten in Kontakt zu treten, die Interesse an einer späteren Tätigkeit bei uns haben.

Was unterscheidet die FSG von anderen Karrieremessen?

Sascha Breitscheidel: Die engagierten Studenten im Bereich Automotive. Bei anderen Messen trifft man auf jegliche Art von Studenten – wahrscheinlich nicht 100 Prozent, die in Automotive interessiert sind, als Team auftreten und das Fahrzeug selbst bauen müssen. Innovativ sein und improvisieren sind hier sehr wichtig.
Elke Schaal: Der Teamspirit, die Leidenschaft für Automotive und die Stimmung am Ring ist einfach super. Die Studenten sind für das Racingevent hier und nicht primär mit dem Fokus auf Jobs. Es geht um’s Racing und man sieht, wer mit welcher Begeisterung dabei ist, wie kreativ die Studenten sind und welche Lösungen sie anbieten.
Christian Neyrinck: Man hat Gelegenheit, die Menschen kennenzulernen. Ich als Judge mache zum Beispiel das Engineering Judging, das über eine Stunde geht. Am nächsten Tag holen sich die Studenten Feedback ab. Auch bei der Judging Session merkt man, ob es passen würde: Welche Profile die Studenten haben, wie sie analytisch vorgehen oder aber wie pragmatisch sie sind und wie viel Energie sie investieren. Man bekommt auch die Rollenverteilung in den Teams mit und hat Zeit, sie kennenzulernen.

Die Werte von Faurecia sind Teamgeist, Innovation, Unternehmenskultur und Weiterentwicklung. Werte, die auch die FSG verkörpert. Mit welchen Problemen kommen die Teams zu Ihnen als Sponsor?

Christian Neyrinck: Wir als Zulieferer für Sitze, Interior und Abgasanlagen können natürlich keine Motoren liefern. Aber es gibt klassische Disziplinen bei uns, zum Beispiel Struktur Bauteile. Wir haben schon komplette Rohrrahmen geschweißt für die Studenten und ihnen so einiges an Cash-Ausgaben gespart. Sie müssen ja auch Businesspläne erstellen und die Kosten im Griff behalten. Das ist auch eine Möglichkeit für uns, eine geldwerte Leistung zu erbringen, aber die Studenten gleichzeitig konstruktiv zu unterstützen. Unsere Mitarbeiter können auch Erfahrung und Wissen weitergeben.Wir können auch zur Ergonomie bestimmter Bauteile beitragen, zum Beispiel beim Lenkrad: Wir können da zum Beispiel die Oberflächen angenehm und griffig gestalten. So können wir direkt zur Performance des Teams beitragen. Bei den statischen Disziplinen bieten wir den Teams, die wir sponsoren Briefing Sessions beziehungsweise Generalproben an. Wir schreiben auch Anleitungen, wie man gut durchs Judging kommt, was die Judges hören wollen. So schaffen wir es, unsere Teams gut vorzubereiten, dass sie das maximale an Punkten abräumen können.

Frauen in der Automobilindustrie sind immer noch weit unterrepräsentiert. Wie versuchen Sie als Unternehmen, den Anteil der Frauen im technischen Bereich zu erhöhen?

Wir brauchen deutlich mehr Frauen bei uns im Unternehmen. Deswegen haben wir bei der Formula Student zwei Events: Einmal ›Speed up her career‹ – das ist ein Karrierecoaching, das Frauen direkt vor Ort nutzen können. Und ›Empowering Future Female Leaders‹, darauf können sich Frauen bewerben. Hauptgewinn ist ein ›Meet and Greet‹ mit dem Management von Faurecia inklusive einem ›female talent Workshop‹ und einer Standortbesichtigung. Wir suchen konkret zu Frauen auch auf anderen Events Kontakt. Wir brauchen mehr Frauen in der Automobilbranche – 50 Prozent der Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen, aber so viele sind noch nicht dabei, die Fahrzeuge auch mit zu entwickeln. Neben den schon genannten Programmen kreieren wir weitere Förderprogramme mit Universitäten, um weiter zu unterstützen.
Sascha Breitscheidel: Wenn eine Frau bei uns an Bord kommt, gibt es keinerlei Beschränkungen. Wir wollen nicht einfach nur ein paar mehr Frauen, sondern bestenfalls eine 50-50-Kultur – ebenso wie wir schon eine internationale Kultur im Unternehmen haben. Es nach außen zu tragen ist das Eine, aber das tatsächliche Leben dieser Werte ist das beste Marketing.
Elke Schaal: Intern gibt es bei uns auch das Netzwerk ›Women@Faurecia‹ über alle drei Produktgruppen hinweg zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

Welche Kompetenz – neben der Selbstständigkeit – fördert die FSG aus Ihrer Sicht bei den Kandidaten?

Elke Schaal und Sascha Breitscheidel gleichzeitig: Kreativität.
Elke Schaal: Kreativität, Innovation, Durchhaltevermögen.
Christian Neyrinck: Teamarbeit, Improvisationstalent und noch viel mehr. Es gibt so viele Rahmenbedingungen. Die Teams müssen in einem bestimmten Zeitraum ein Auto fertigstellen. Dieses Auto besteht aus Subsystemen und die Teams, die es besonders gut machen, haben ein ausbalanciertes Auto, sprich in keiner Unterdomäne gibt es gravierende Schwächen. Durch Teamarbeitwurde sichergestellt, dass es kein schwächstes Glieg in der Kette gibt, das alles zum Scheitern bringt /was nützt ein super Motor, wenn das Fahrwerk nicht hält). Die Teams, die echte Teamarbeit leisten und die Balance halten, sind die, die gut performen und in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel auf ein besonders hochwertiges Bauteil im einen Bereich zu verzichten, weil das Geld besser in einem anderen Bereich eingesetzt ist. Prioritäten zu setzen, ist das allerwichtigste, das die Studenten lernen. Wenn man keine Prioritäten setzt und alles will, ist man mit dem Auto ja nicht am Start. Bereit sein, Abstriche zu machen, und sich auf das Hauptziel zu fokussieren, müssen die Teams schaffen.
Sascha Breitscheidel: Auch bei uns in der Firma geht es täglich ums Improvisieren und um Kreativität. Bei uns kann es nicht drei Jahre länger dauern, weil wir eben einen Vertrag mit dem OEM haben. Genau das, was die Teams hier performen, ist bei uns Alltag in der Entwicklung und der Produktion.

Wer mehr über Faurecia erfahren will findet die Informationen hier: http://www.faurecia-deutschland.de/


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