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Karriere hat Vorfahrt

So kann eine FSG-Teilnahme deine berufliche Laufbahn boosten

 

Für die Formula Student (FS) arbeiten alle Teammitglieder eng zusammen – und werden so sehr schnell zu guten Freunden. Doch das ist längst nicht alles. Neben deinem Privatleben kann auch deine berufliche Karriere ungemein von einer FS-Teilnahme profitieren. Viele Ehemalige arbeiten dank des Konstruktionswettbewerbs mittlerweile in renommierten Unternehmen – so auch Daniel Kohl, der heute als Leiter Technische Entwicklung Motorsport bei ­Schaeffler tätig ist.

Er betont den Vorteil, Fachwissen praktisch anwenden zu können: »Studenten haben die Möglichkeit, sowohl auf fachlicher als auch auf organisatorischer Ebene unfassbar viel zu lernen, da sie an einem Projekt mitarbeiten, das letztendlich Realität wird.« Das sei besonders wertvoll, da an Universitäten hauptsächlich Theorie gelehrt werde. »Die Studenten haben die Chance, ein echtes Fahrzeug zu bauen, bei dem sie schnell feststellen werden, was technisch funktionieren kann und was nicht«, erzählt Kohl begeistert. Ein weiteres Plus: Während der FSG bekommen die Studierenden unmittelbares Feedback zu ihrer praktischen Arbeit und haben die Chance, mögliche Fehler direkt wieder zu korrigieren. Diese Vorzüge hebt auch Thomas König hervor. Er arbeitet als Technology Consultant bei Salt and Pepper Technology und hat während seines Studiums auch am Wettbewerb teilgenommen. »Durch die FSG können Studenten das im Studium Erlernte aktiv anwenden«, unterstreicht König. »Sie können sich fachlich ausprobieren und lernen durch die Zusammenarbeit in den Teams schnell, was gutes Teamwork ausmacht.«

 

Fürs Berufsleben trainieren

Stichwort Teamarbeit: Viele Studenten arbeiten im Zuge der Formula Student das erste Mal in einem Projekt dieser Größenordnung zusammen.Eine gute Gelegenheit, um zu erfahren, wie viel Kommunikation und Abstimmung das gemeinsame Hinarbeiten auf ein bedeutendes Ziel erfordert. Und eine hervorragende Übung fürs spätere Berufsleben. Der für Daniel Kohl wichtigste, karrierefördernde Aspekt ist jedoch das Engagement der Teilnehmer. Es zeigt den Unternehmen, dass sie für ihre Fachrichtung brennen. Außerdem beweist es, dass die Studierenden bereit sind, sich neues Wissen anzueignen und dafür sogar ihre Freizeit opfern. Kurzum: FSG-Teilnehmer zeigen den Firmen, dass sie bereits theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen konnten. Damit heben sie sich von der Masse ab – und bewegen sich auf einem ganz anderen Level, wenn es darum geht, den ersten Job nach dem Studium zu ergattern oder später im Berufsalltag praktische Entscheidungen zu treffen.

 

Nutze deine Chance

Doch was ist nun die beste Taktik, um bei der FSG erste Kontakte zu knüpfen? Du solltest das Event unbedingt nutzen, um aktiv auf die anwesenden Firmen zuzugehen und dich mit den Mitarbeitern auszutauschen. Laut Daniel Kohl haben die Unternehmen enormes Interesse daran, qualifizierte Nachwuchskräfte kennenzulernen und im Idealfall für sich zu gewinnen. Das wird auch dadurch deutlich, dass sie sehr viel Geld dafür ausgeben, um die einzelnen FSG-Teams zu unterstützen und bei der Veranstaltung selbst mit einem Stand vor Ort vertreten zu sein. Du solltest diese einmalige Chance also auf jeden Fall zum Netzwerken nutzen. Thomas König ist sich übrigens sicher, dass es nie langweilig wird, weil die FSG für jeden ein ansprechendes Projekt bietet. Sein Tipp lautet daher: »Nutzt die Zeit bei der FSG, entwickelt eure eigenen Ideen und setzt diese miteinander um. So schnell wird sich nicht wieder eine Gelegenheit ergeben, aktiv an der kompletten Entwicklung eines Prototyps mitzuwirken.«

 

Studium und Interessen verknüpfen

»Meine ersten Berührungspunkte zur FSG hatte ich während meines Studiums in Amberg in der Oberpfalz. Bereits zu Beginn des Studiums war ich für das dort ansässige FSG-Team tätig und erhielt so die Möglichkeit, diverse Praktika sowie meine Abschlussarbeiten bei Original Equipment Manufacturers aus dem Motorsportsegment zu absolvieren. Auch meine Masterwahl habe ich in Abhängigkeit zur FSG getroffen. Das GreenTeam war für mich ausschlaggebend, nach Stuttgart zu gehen. Denn im GreenTeam geht es um die Entwicklung eines rein elektrisch betriebenen Rennwagens – und das ist natürlich nicht nur spannend, sondern auch als Beitrag für die Umwelt zu sehen. Nach Abschluss des Studiums startete ich bei der Salt and Pepper Technology und bin momentan als Performanceingenieur im Motorsport tätig.«
 

FSG als Türöffner

»Seit dem ersten April 2019 verantworte ich den Bereich ›Technische Entwicklung Motorsport‹ bei Schaeffler. Zuvor war ich schon zwei Jahre und drei Monate als Spezialist im gleichen Bereich für Schaeffler tätig. Doch der Reihe nach: Ich habe insgesamt drei Jahre lang an der FSG teilgenommen und bin dadurch mit einem Automobilhersteller in Kontakt gekommen. Nach meiner FSG-Zeit habe ich dort eine Praktikumsstelle im Bereich Motorsport bekommen. Zudem durfte ich auch meine Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben – dank eines Kontakts, den ich ebenfalls bei der FSG geknüpft habe. Aus diesen zwei Erfahrungen hat sich auch meine erste berufliche Station ergeben: Samt Praktikum und Abschlussarbeit habe ich fünf Jahre bei Audi im Motorsport gearbeitet. Als ich mitbekommen habe, dass Schaeffler ein eigenes Motorsport-Team aufbaut, wollte ich dabei sein und habe mich dort erfolgreich beworben.«
 


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