Foto: © Formula Student Germany

Hinter den Kulissen der Formula Student Germany 2017

Wir haben nachgefragt: was die Teams bewegt und was sie von der Formula Student Germany 2017 mitnehmen

municHMotorsport

Florian Eich, CTO Driverless, municHMotorsport

Welche Schritte geht ihr bis zum fertigen Fahrzeug? »Am Anfang steht die Teamfindung. Sprich, dass sich das Team auf ein gemeinsames Ziel einigt. Dann folgt die Anforderungsanalyse: Was muss ich machen, um bestimmte Ziele zu erreichen? Dabei orientieren wir uns daran, welche Punktzahlen andere Teams in den unterschiedlichen Disziplinen erreicht und wo wir Punkte verloren haben. Darauf bauen wir auf. Dann geht's in die Konstruktion. Sie beinhaltet den Entwurf von Bauteilen und die Simulation. Im Anschluss folgt die Fertigung. Sobald die Teile von den Sponsoren und Fertigern eintreffen, kann das Auto zusammengebaut werden und es findet die Fahrzeugpräsentation statt. Dann muss das Fahrzeug getestet werden. Idealerweise sollte dafür eine Zeitspanne von acht bis zehn Wochen eingeplant werden. Realistisch gesehen bleiben uns immer ungefähr sechs Wochen.«

Was nimmst du persönlich durch die Mitarbeit in einem FS-Team mit? »Extrem viele Social Skills, Führungs-Skills und Wissen über Projektmanagement. Mich holt die Faszination für die Autos und die Technik immer wieder ab.«

 

High Octanes

Johannes, Teamleiter Motor und Antriebsstrang, High Octanes

Was sind die Aufgaben eines Teamleiters? »Ich muss wichtige Entscheidungen treffen. Eine Aufgabe, die mit sehr viel Verantwortung einhergeht. Teamleiter zu sein, bedeutet viel Arbeit: Ich bin die letzte Instanz und leider auch immer der, der sich um Dinge kümmern muss, die keiner machen möchte – manchmal eine sehr undankbare Aufgabe.«

Jonas, Aerodynamik und Hauptfahrer, High Octanes

Dein Tipp für Neulinge auf dem Track: »Nicht übertreiben. Die Geschwindigkeit kommt von selbst, wenn der Fahrer das Auto sicher und fehlerfrei bewegen kann.«

Vor welcher dynamischen Disziplin hast du den größten Respekt? »Ich finde Skid Pad gar nicht so ohne! Zwei Runden im Kreis zu fahren ist schon eine Herausforderung. Ich bin beim Testen einmal fünf Runden gefahren und mir wurde schwindelig.«

Christina, Cost Report, High Octanes

Was ist im Bezug auf den Cost Report wichtig? »Für den Cost Report ist die Zusammenarbeit mit den Technikern sehr eng. Denn es ist eine Auflistung aller Teile, die im Auto verbaut sind – inklusive der Herstellungsprozesse und deren Anbindung im Auto. Wir sind oft in der Werkstatt, da wir wissen müssen, was am Auto gemacht wurde und mit welchen Materialien.«

 

TU Fast Driverless

Thomas, Teamleiter Aktuatorik, TU Fast Driverless

Wie schätzt du die Lage beim Scrutineering aller Driverless Teams ein? »Das Scrutineering läuft bei vielen Driverless Teams schlecht. Die FSG ist einer der härtesten FS-Ausrichtern und wir haben alle alte Fahrzeuge. Es kommt mir so vor als hätten viele mit der Hardware-Implementierung größere Probleme als mit der Software. Wir sind zwar etwas wehmütig, weil unser Akku nicht durchs Scrutineering gekommen ist und wir deshalb nicht fahren können, aber wir freuen uns mit den anderen Teams und drücken ihnen die Daumen!«


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