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Ingenieure in Forschung und Entwicklung sind die Daniel Düsentriebs von morgen

Vorausdenkende Ingenieure erwünscht. Deutsche Unternehmen und Institutionen suchen Technologie-Innovatoren und Prozess-Optimatoren für die Forschung und Entwicklung

Ingenieure wollen tüfteln, testen, berechnen. Da trifft es sich gut, dass auch bei Unternehmen das Erforschen und Entwickeln von Innovationen gefragt ist. Alle Branchen leben für den Fortschritt: ob Automotive, Elektronik, Information und Telekommunikation, Energiewesen, Medizintechnik, um nur ein paar zu nennen. Ingenieure sind in all diesen Bereichen als zentrale Wissensträger technischen Know-hows gefragt. So waren 2015 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit fast 193.000 Ingenieure vorwiegend mit Forschen und Entwicklen betraut. Die digitale Transformation und Globalisierung bergen für sie allerdings auch viele neue Herausforderungen, sodass sich Bewerber interdisziplinärer aufstellen sollten. Am besten schon während des Studiums. Talentierter Forscher- und Entwicklernachwuchs ist heiß begehrt.

Das Wichtigste zum Einstieg in der Innovationsforschung und -entwicklung

Kathrin Sevink, Studienberaterin beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI), klärt auf.

Frau Sevink, womit befassen sich Ingenieure in Forschung und Entwicklung?

Die Spielwiese scheint unbegrenzt: Produkte, Anlagen, Fertigungsprozesse, Werkstoffe, Software, und und und. Hand in Hand mit Konstrukteuren treiben F&E-Ingenieure den technologischen Fortschritt voran. Sie managen Neuentwicklungen von der Ideenfindung über die Konzeption bis zur Einführung und optimieren und pflegen bestehende Lösungen. Die Kreativität ist nur durch Richtlinien und die Wirtschaftlichkeit begrenzt.

Welchen akademischen Abschluss sollten Ingenieurwissenschafts-Absolventen mitbringen?

Neben Ingenieuren der Fachhochschule, Universität oder technischen Hochschule mit den Abschlüssen Bachelor und Master, sind in der Industrie auch promovierte Ingenieure gefragt.

Welche Qualifikationen brauchen Ingenieure im Bereich Forschung und Entwicklung noch?

Industrie 4.0, neue Märkte, individualisierte Produkte wandeln das Berufsbild. In der ›Smart Factory‹ verwischen die Grenzen zwischen den Disziplinen. F&E-Ingenieure arbeiten nicht mehr im traditionellen Funktionsbereich, sondern zunehmend an den Schnittstellen zwischen Hardware, IT, Konstruktion, Vertrieb, Service und Wartung. Sie brauchen interdisziplinäres Know-how: Software-, Programmierungs- und Elektronikkenntnisse sind unverzichtbar. Auf dem globalen Markt sind Fremdsprachenkenntnisse entscheidend und im Umgang mit Kollegen und Kunden ohne technischen Hintergrund helfen Soft Skills. Die Devise: Schon während des Studiums über den Tellerrand hinausschauen.

 

HIER bietet der VDI Verlag weitergehende Informationen zum Berufsprofil von Ingenieuren in Forschung und Entwicklung.


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