Inside ZF auf der Formula Student Germany

Die Vorfreude steigt: Von 8. bis 13. August berichten wir an dieser Stelle von der Formula Student Germany 2017. Wir freuen uns auf sechs Tage mit dem Automobilzulieferer ZF auf der FSG mit vielen Begegnungen, Erfolgen und spannenden Einblicken. Was so alles an einem Tag auf dem größten studentischen Konstruktionswettbewerb passiert, erfährst du du hier ab 8. August im ZF-Tagebuch aus erster Hand.


Sonntag, 13.08.2017 - Tag 6

10 Uhr – nach der Ceremony ist vor der Ceremony

Der letzte FSG-Tag beginnt. Während der Regen draußen immer wieder auf die Strecke prasselt, ist am ZF-Stand im geschützten Raum des FSG-Forums schon wieder einiges geboten – vor allem am Kickertisch. Auch Julia Müller befindet sich mitten im Geschehen und spricht bereits zu früher Stunde mit den Teammitgliedern, die den Kontakt zu den Mitarbeitern von ZF suchen. Julia Müller ist FSG-Neuling und schwärmt von der feierlichen Awards Ceremony, die am Abend zuvor stattfand. Besonders begeistert war sie von den unterhaltsamen Kurzvideos – und natürlich von der großen Freude der Gewinnerteams, die jubelnd und mit viel Applaus – untermalt von Musik und Lichteffekten – auf die Bühne stürmten. Auch einige von ZF unterstützte Teams sahnten schon im ersten Teil der Preisverleihungen ordentlich ab, allen voran AMZ Racing aus Zürich und KA-RaceIng aus Karlsruhe. Julia Müller blickt dem heutigen Tag optimistisch entgegen und ist sich sicher, dass ZF bei der finalen Awards Ceremony am Abend noch mehr Teams zum FSG-Erfolg beglückwünschen kann. Die Königsdisziplin Endurance wird zeigen, ob die junge Mitarbeiterin mit ihrer Einschätzung richtig liegt – es bleibt spannend.

 

13 Uhr – Welcome to the ZF Family

Es wird voll im Pit: Frank Ross, David Hofmann, Joe Martin und zwei weitere Ingenieurkollegen von ZF schauen sich interessiert um. Erst noch etwas zurückhaltend erzählen die Teammitglieder von den Vorzügen ihres Autos – vieles ist selbst gebaut und die Reifen sind in Zusammenarbeit mit Pirelli selbst entwickelt – doch schnell wird klar: da bahnt sich etwas an. ZF möchte das Team in der nächsten Saison in seine Sponsoringaktivitäten aufnehmen. Bei Frank Ross hinterlassen die Jungs einen sehr guten Eindruck, besonders spannend ist auch, dass sie bereits in diesem Jahr zusätzlich zu ihrem Elektroboliden auch in der FSD angetreten sind – an Ehrgeiz und Können fehlt es dem Team also nicht. Auch die anderen ZF-Mitarbeiter unterhalten sich angeregt mit den angehenden Ingenieuren und schauen sich den Boliden ganz genau an. Aber es wird nicht nur über technische Details diskutiert, sondern auch viel gelacht – das gegenseitige Interesse ist nicht zu übersehen: Das FS-Team findet den Weg in die ZF Familie. Somit dürfen sich die Mitglieder in der kommenden Saison unter anderem auf Teamleiter-Workshops, das ZF Race Camp sowie fachliche und mentale Unterstützung freuen.

 

17.30 Uhr – Das große FSG-Finale

Endspurt ist angesagt. Die letzten Teams geben auf der Strecke alles, um die Endurance durchzustehen – oder sogar Siegerzeiten einzufahren. Die ZF-Mitarbeiter stehen an der Strecke, um ihre Teams anzufeuern und mentale Unterstützung zu leisten. Nach intensiven Vorbereitungen auf das Event und einer aufregenden Woche am Hockenheimring stellen die letzten Runden der Endurance einen unvergleichbaren Höhepunkt dar, findet David Hofmann. Hier zeigt sich, welche Wagen der langen Strecke wirklich standhalten können. Und es ist natürlich toll, wenn so viele Rennautos auf einmal fahren. Besonders begeistert ihn aber zu sehen, wie enthusiastisch die Teams ihre eigenen Fahrer anfeuern. Und dann enden die letzten Runden oft mit Standing Ovations der Zuschauer. Fragt man die ZF-Mitarbeiter nach ihrem Highlight der diesjährigen FSG, können sie sich nur schwer festlegen. Sie haben in den letzten Tagen viel erlebt auf dem FSG-Gelände: anregende Fachgespräche, spannende Besuche in den Pits der gesponserten Teams, Mitfiebern beim Skid Pad und Daumendrücken für die Teams bei deren Präsentationen. Am Ende bleibt das Gefühl, Teil einer großen FS-Gemeinschaft zu sein, bei der die Stimmung immer gut ist.

 

Eine ausgelassene Stimmung erwarten die ZF-Mitarbeiter auch heute Abend. Sobald der letzte Rennbolide die Strecke verlassen hat, wird nach einer kurzen Verschnaufpause das feierliche Finale der gesamten Veranstaltung folgen. Bei der Awards Ceremony wird unter anderem der FSG-Gesamtsieger gekürt – ein spannungsgeladener Augenblick für Teams, Sponsoren und Veranstalter. Auch die ZF-Mitarbeiter können den Moment kaum erwarten. Nach der Siegerehrung werden alle ausgelassen miteinander feiern – und sich bereits auf das nächste Jahr freuen, wenn es heißt: Vollgas für die FSG 2018! Auch ZF wird dann wieder am Start sein. David Hofmanns persönliche Challenge für das kommende Event: In möglichst vielen Rennboliden Probe zu sitzen, die so professionell sind, dass man oft vergisst, dass Studenten sie selbst entwickelt haben – von der Idee über Marketing und Finanzierung bis hin zur technischen Umsetzung. Das macht die FSG aus!


Samstag, 12.08.2017 - Tag 5

10 Uhr – Gute Stimmung im Pit von Fast Forest

Im Pit 44 ist viel geboten, die Teammitglieder von Fast Forest sind alle zusammengekommen, um die Mitarbeiter von ZF gebührend zu empfangen. Martin Frick, tätig im Personalmarketing bei ZF, freut sich sehr über die Einladung des Teams, schließlich trifft er dort auch alte Bekannte wieder. Ein ehemaliger Auszubildender von ZF studiert nun dual beim Unternehmen und ist Mitglied des Deggendorfer FS-Teams. Ein gutes Beispiel dafür, dass nicht nur der direkte Weg über das Studium zum Erfolg führen kann. Wichtig ist es, mit Begeisterung Projekte zu verfolgen, für die man brennt und immer offen für neue Herausforderungen zu sein. Die Stimmung im Pit ist besonders ausgelassen, als David Hofmann den Rennboliden besteigt und von dort seine Kollegin Julia Müller anruft: ein ungewöhnlicher Anblick, aber da der Bolide autonom fährt, ist telefonieren am Steuer kein Problem. Solche Momente machen die FSG aus, meint Martin Frick. Er freut sich auf den Tag, denn heute hat er viel Zeit, um die Teams zu besuchen.

 

14 Uhr – Vom FSG-Fieber gepackt

Julia Müller, tätig im Personalmarketing bei ZF, ist zum ersten Mal auf der FSG. Aber auch sie hat schon nach wenigen Stunden auf dem Event das FSG-Fieber gepackt. Sie genießt besonders den regen Besuch am ZF-Stand – auch von Teams, die bisher nicht von ZF gesponsert werden – und die guten Gespräche. Viele der Studenten möchten mehr über das Unternehmen erfahren, denn ihnen ist nicht bekannt, dass ZF viel mehr als Stoßdämpfer, Getriebe & Co. herstellt. Das Unternehmen basiert auf drei Säulen, das erklärt Julia Müller den Interessenten immer gerne: see steht für Umfeldsensoren wie Kamera und Radar, think für die zentralen elektronischen Steuergeräte des Fahrzeugs, act für den Kernbereich, den ZF schon seit 102 Jahren betreibt. Auch das ZF Racecamp, bei dem im Vorfeld der FSG ausgewählte Teams auf dem Unternehmensgelände zu einem zweitägigen Testlauf zusammenkommen, ist nicht jedem Teilnehmer bekannt. Daher bietet die FSG eine gute Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre die Vielfalt des Unternehmens zu präsentieren. Aber auch abseits fachlicher Gespräche ist am ZF-Stand immer etwas los. Ein großer Anreiz ist der Kickertisch. Schließlich wartet auf die Gewinner eine Kiste Erfrischungsgetränke. Für den Nachmittag haben die ZF-Mitarbeiter noch Besuche in den Pits der Teams geplant, um ihnen während der intensiven FSG-Zeit zur Seite zu stehen.


18 Uhr – Von Anfang an mit dabei

Besonders interessante Gespräche können Teammitglieder und neugierige Studenten mit Frank Ross führen, denn er bringt unglaublich viel FSG-Erfahrung mit. Frank Ross ist seit zehn Jahren als freier Mitarbeiter im Bereich Formula Student bei ZF tätig. Doch mehr als das: Frank Ross ist Sponsor der ersten Stunde und hat seither viele Teams auf ihrem Weg begleitet. Als er erzählt, fallen ihm mehr und mehr Erlebnisse ein – mit verschiedenen Teams und in ganz unterschiedlicher Hinsicht. Ein Team hat zum Beispiel im Schwarzwald ein Rennauto aus Schnee gebaut – die Leidenschaft für Konstruktion und Rennsport kennt also keine Grenzen. Seit 2003, als ZF dank Frank Ross mit dem Sponsoring begann, konnte das Unternehmen zahlreiche Erfolge mit den Teams feiern – die komplette Wall of Fame besteht aus Boliden, deren Teams auch von ZF unterstützt wurden. Sein Lieblingsplatz befindet sich dennoch an einem anderen Ort des FSG-Geländes: direkt in den Pits. Dort ist es am lebhaftesten, sagt er. Und es gibt die besten Kontakte. Auch außerhalb des FSG-Geländes sind die ZF-Mitarbeiter bei den Teams präsent, etwa auf dem Campingplatz. Der FSG-Experte war erstaunt, wie gut sich die Teams dort mit dem schlechten Wetter – so viel Regen gab's noch nie! – arrangiert haben. Alle FSG-Beteiligten seien einfach wie eine große Familie, jeder hilft jedem. Die FSG ist eine Veranstaltung großer Gefühle – und ein tolles Lernfeld, bei dem die Teilnehmer mit Herz, Hand und Nieren das lernen, was sie wirklich lernen wollen. Heute Abend wird sich beim ersten Teil der Preisverleihungen zeigen, wer auch noch für Lernbereitschaft und Einsatz belohnt wird – sowohl für Teams als auch für Sponsoren ein spannender Moment.


Freitag, 11.08.2017 - Tag 4

10 Uhr - Vorfreude auf einen ereignisreichen Tag

 

Ein neuer Tag auf der FSG – der Sonnenschein lässt immer noch auf sich warten, dafür hält Tag 4 spannende Momente auf der Strecke für alle Teams und Sponsoren bereit. ZF freut sich vor allem auf viele interessante Gespräche mit seinen Teams, die immer gerne am ZF-Stand vorbeikommen – nicht nur wegen der beliebten Kickermatches, sondern auch weil Juroren und ZF-Mitarbeiter immer ein offenes Ohr für Fragen und Probleme haben. Steffi Conrad ist schon zum sechsten Mal für ZF auf der FSG vor Ort und ist begeistert, dass sie immer wieder auf bekannte Gesichter trifft – eine gute Gelegenheit, um sich auszutauschen. Dabei geht es nicht nur um aktuelle Ereignisse auf der Strecke. Gerne diskutieren die Kollegen auch über entscheidende technische Details der Rennwagen. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wer auf die richtigen Bauteile gesetzt hat – es bleibt spannend.

 

14 Uhr - Austausch mit den Teams über technische Details


Am Stand von ZF sind rund um die Uhr zahlreiche Mitarbeiter vertreten: Personalverantwortliche, Marketingexperten und natürlich Ingenieure – so auch der Projektleiter Ralph Wagner. Er arbeitet bei ZF Race Engineering, einer Tochter der ZF, die sich speziell auf den Bereich Motorsport spezialisiert hat. Nicht nur die Formel 1 und DTM dürfen von den Hightech-Produkten der ZF profitieren, sondern auch verschiedene FSG-Teams. Ralph Wagner ist in den Pits der Teams vor Ort, um zu fragen, wie sie mit den speziell für die Formula Student optimierten Stoßdämpfern von ZF Race Engineering zurechtkommen. Das zeichnet sie aus: Gewichtsoptimierung, Fertigung aus Aluminium und hochfestem Stahl, spielfreie Gelenklager, reibungsoptimierte Beschichtungen und Dichtung. Die jungen Ingenieure arbeiten sehr intensiv mit diesen Stoßdämpfern und können genau von ihren Erfahrungen mit diesen Produkten berichten – wertvolles Feedback für das ZF-Tochterunternehmen. Für die Verbesserungsvorschläge der Teammitglieder sind sie offen und hoffen, die Stoßdämpfer so kontinuierlich noch besser zu machen. 

 

19 Uhr – Vom Teammitglied zum ZF-Mitarbeiter

 

Auf der FSG sind zahlreiche Teams aus aller Welt vertreten, darunter auch aus den USA. Die internationale Atmosphäre ist überall auf dem FSG-Gelände spürbar – auch am Stand von ZF. Dort ist heute Joe Martin vor Ort. Der US-Amerikaner lernte ZF als langjährigen Sponsor seines Teams MRacing der University of Michigan kennen. Während seiner Formula Student-Zeit stand er immer in engem Kontakt mit ZF. Über ein Traineeprogramm fand Joe dann den Einstieg bei ZF. Inzwischen arbeitet er schon seit drei Jahren dort. Bei seiner Arbeit als Systemingenieur in der Lkw-Lenkungsentwicklung profitiert er von seinen damaligen Erfahrungen als Teammitglied. Schon damals lernte Joe, dass für den Erfolg im Wettbewerb Aspekte wie Sponsoring, Logistik und Finanzen genauso wichtig sind wie die Technik selbst. Im Grunde agiere ein FS-Team also wie ein Unternehmen, sagt er. Joe Martin ist schon zum siebten Mal auf der FSG. Inzwischen ist er als Judge tätig. Dank seiner intensiven Berufserfahrung kann er seine Kenntnisse sehr gut in den Bewertungsprozess einbringen. Der junge Systemingenieur findet es toll, nun sowohl die Sicht des Teammitglieds als auch des Judges zu kennen. Und wenn die Teams mal wieder besonders spannende Lösungen präsentieren, denkt Joe an seine Zeit als Teammitglied bei MRacing zurück und denkt: »So hätten wir das damals auch machen sollen – eine wirklich spannende Idee!« Am Abend wird es ruhig auf dem FSG-Gelände – nur in manchen Pits wird noch an den Fahrzeugen geschraubt, um bei den morgigen Disziplinen das Beste herauszuholen. Besucher, Teams und Sponsoren dürfen sich auf einen aufregenden Tag freuen.

 

 


Donnerstag, 10.08.2017: Tag 3

10.00 Uhr - Verstärkung ist angereist

Der Himmel ist mit grauen Wolken bedeckt. Die FSG-Teilnehmer laufen mit Schirmen oder Kapuzenjacken übers Gelände. Es regnet. Doch das schlechte Wetter kann die Stimmung der ZF-Mitarbeiter nicht trüben. Sie haben tatkräftige Unterstützung bekommen: Einige Kollegen sind gestern Abend angereist, um das Team auf der Formula Student Germany zu unterstützen. So auch Steffi Conrad, Referentin für Personalmarketing und Medien: "Es ist immer sehr spannend hier auf der Formula Student Germany. Ich freue mich, auch dieses Jahr dabei zu sein." Vom Event erhofft sie sich viele interessante Gespräche und Tischkicker-Matches mit den Teilnehmern. Der erste Tagesordnungspunkt bei ZF: große Lagebesprechung.

 

14.00 Uhr - Spiel, Spaß und Spannung

Noch immer regnet es in Strömen. Aber am Stand von ZF Friedrichshafen im FSG-Forum ist immer etwas los: Viele Studierende kommen vorbei, um sich beim Kickern etwas aufzuwärmen und mit dem Team von ZF zu sprechen. In der Zwischenzeit haben Steffi Conrad und ihre Kollegen dem AMZ Racing Team aus Zürich einen Besuch abgestattet und in deren Pit ein Video gedreht. Der autonome Rennbolide des von ZF gesponserten Teams fuhr gestern schon auf der Teststrecke. Steffi erzählt, dass das Team den bevorstehenden dynamischen Disziplinen zuversichtlich entgegenblickt. Währenddessen sind die ZF-Judges schon voll in ihrem Element: Sie bewerten beispielsweise die statischen Disziplinen Business Plan Presentation und Cost Analysis der Kategorie Combustion. Über die Eindrücke der Judges berichtet audimax im nächsten Tagebucheintrag. Ihr dürft gespannt sein ...

 

18.00 Uhr - Inside Cost Analysis

ZF-Judge Matthias Bücheler ist für die Cost Analysis zuständig. Er erzählt, woran er eine gute Performance erkennt: Studierende, die die Fragen der Judges beantworten können, ohne in die Unterlagen schauen zu müssen würden zeigen, dass sie sich intensiv mit der Materie auseinandergesetzt haben. Die Vorbereitung auf die statische Disziplin gestalten die Teams scheinbar ganz unterschiedlich intensiv, denn die Cost Analysis entspricht nur zehn Prozent der Gesamtwertung. Welche Teams vorne liegen, verrät Matthias jedoch nicht. Es bleibt also spannend! audimax und ZF Friedrichshafen wünschen allen FS-Teams weiterhin viel Erfolg bei den statischen und dynamischen Disziplinen. 


Mittwoch, 09.08.2017: Tag 2

10.00 Uhr - Die Tagesplanung

Die Sonne scheint, blauer Himmel: perfekte Voraussetzungen für das Scrutineering, also die technische Abnahme der Fahrzeuge. Heute stehen zum Beispiel Akku-, Brems-, Regen- und Öl-Tests auf dem Programm. ZF Friedrichshafen hat heute zahlreiche Besuche bei ihren FS-Teams geplant: ZF sponsert insgesamt 25 Teams, aus den Kategorien Electro, Combustion und Driverless. Im Lauf des Tages wird audimax David Hofmann, Personalreferent bei ZF Friedrichshafen, in die Pits begleiten. Die Redakteure freuen sich schon auf den Besuch und berichten demnächst über ihre Eindrücke.

 

14.00 Uhr - Besuch beim Global Formula Racing Team

Zu den von ZF Friedrichshafen gesponserten Teams gehört das Global Formula Racing Team (GFR) der Oregon State University. David Hofmann ist auf dem Weg in deren Pit. Im Gepäck hat er zwei ZF-Turnbeutel – gefüllt mit Studentenfutter, Sitzkissen und einer Hängematte. Die Laune im Pit: bestens. Und noch besser wird sie, als die Studierenden David erblicken, der das Geschenk in den Händen hält. Die Member des Global Formula Racing Teams freuen sich gewaltig über die nette Geste ihres Hauptsponsors. Sie drücken dem Personalreferenten von ZF als Dankeschön einen GFR-Aufkleber in die Hand. David unterhält sich noch kurz mit dem Team und wünscht ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Wettbewerb. 

 

17.00 Uhr - Zufälliges Treffen mit Alex van Koppen

"Alex ist spitze", schwärmt David Hofmann von ZF Friedrichshafen, als er ihm im FSG-Forum zufällig über den Weg läuft. Alex van Koppen supportet das Formula Student Team Delft schon seit 17 Jahren. Drei Wochen im Jahr ist der Automotive-Begeisterte mit dem Team unterwegs – im Truck samt Werkstatt. Das Besondere: Alex und die TU Delft nutzen die mobile Werkstatt nicht nur für sich, sondern unterstützen auch alle anderen Teams, wenn sie Hilfe oder Ersatzteile benötigen. Ganz nach dem Motto: Einer für alle und alle für einen. Kein Wunder also, dass das Formula Student Team Delft auch unter seinen Mitstreitern so beliebt ist.

 

Für ZF geht ein ereignisreicher Tag zu Ende: Viele Studierende haben sich am Messestand über das Unternehmen informiert und das Gespräch zu den Mitarbeitern gesucht. Das ZF-Team blickt voller Vorfreude auf die kommenden Tage.


Dienstag, 08.08.2017, Tag 1

Startschuss

Heute war großer Anreisetag auf der Formula Student Germany (FSG) am Hockenheimring. Ein Lkw nach dem anderen passierte das Tor zum Event-Gelände. Beladen mit den Rennwagen der Teams aus aller Welt. Sogar aus China sind Automotive-Begeisterte mit ihrem Boliden angereist. Es herrschte ein reges Treiben in den Pits. Aber nicht nur dort: Auch am Stand von ZF Friedrichshafen war einiges los. Hier hieß es auspacken, aufbauen und montieren. Das Team von audimax freut sich schon, den fertigen Stand morgen zu sehen - was die Besucher dort wohl erwartet? Die Vorfreude auf den Start des Events war allen - Teams und Sponsoren - sichtlich ins Gesicht geschrieben. So etwa Tomasso vom Formula Student Team Delft. Er erzählte begeistert von der Vorbereitung auf die FSG 2017. Sein Highlight war das ZF Race Camp im Juni 2017. audimax wünscht allen eine erholsame Nacht. Tankt noch einmal Kräfte, denn es stehen fünf Tage FSG voll Spannung, Freude und vielen Begegnungen bevor.

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FSG-Wissen kompakt

Ein Jahr lang haben die Studierenden Zeit, einen Prototyp eines einsitzigen Formelrennwagens zu konstruieren – beim größten studentischen Konstruktionswettbewerb am Hockenheimring heißt es dann: ab auf die Strecke. Aber bei der FSG gewinnt nicht das schnellste Auto, sondern das mit dem besten Gesamtpaket. Denn der Wettbewerb besteht insgesamt aus acht Disziplinen, drei statischen und fünf dynamischen.

Statische Disziplinen

  • Im ›Engineering Design‹ erklären die Studierenden die Konstruktion ihres Boliden,
  • ... in der ›Cost Analysis‹ Produktions- und Montagekosten.
  • Den Abschluss bildet die ›Business Plan Presentation‹, bei der sie potenzielle Sponsoren von ihrem Geschäftsmodell überzeugen sollen.

Bei den dynamischen Disziplinen müssen die Fahrer der Teams:

  • im ›Skid Pad‹ Achter fahren
  • im Beschleunigungstest ordentlich Gas geben
  • einen Autocross bewältigen
  • den Langstreckentest überstehen
  • Bei letzterem wird auch die Energieeffizienz gemessen, die ebenfalls in die Bewertung mit einfließt.

Bevor ein Rennwagen aber an den dynamischen Disziplinen teilnehmen darf, müssen alle Fahrzeuge das ›Scrutineering‹, die technische Abnahme, bestehen.

Der Wettbewerb ist in drei Kategorien aufgeteilt:

  • Bei der Formula Student Combustion (FSC) messen sich die Fahrzeuge mit Verbrennungssmotoren.
  • Seit 2010 gibt es auch die Formula Student Electric (FSE), bei der die Teams mit Elektrofahrzeugen antreten.
  • Seit 2017 gehen in der Formula Student Driverless (FSD) auch autonom fahrende Rennwägen an den Start. 

Geschichte der Formula Student

Die ›Society of Automotive Engineers ‹ (SAE) rief 1981 die Formula SAE in den USA ins Leben, seit 1998 veranstalten die SAE und die Institution of Mechanical Engineers (IMechE) die Formula Student in England.


Seit 2006 wird die Formula Student Germany unter der Schirmherrschaft des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) nach den ähnlichen Regeln der Formula SAE am Hockenheimring ausgerichtet. 


2010 wurde die Formula Student Electric (FSE) eingeführt.