braune Stäbe
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Master in Materialwissenschaft und Werkstofftechnik

Mit Masterabschluss forschen und entwickeln. Expertenwissen, Studienangebote und Berufsfelder

Von künstlichen Gelenken über atmungsaktive Textilien bis hin zu Mikrochips – der Einsatz von neuen Materialien ist die Grundlage für technischen Fortschritt in Gesundheitswesen, Mobilität, Energietechnik, Umwelt, Kommunikation und Sicherheit. Somit kommen Materialwissenschaftler und Werkstofftechniker (MatWerker) in allen Bereichen der materialerzeugenden und -verarbeitenden Industrie zum Einsatz.

»Außerdem arbeiten sie in Institutionen des öffentlichen Lebens, für die die Kenntnis von Werkstoffen Voraussetzung ist oder Hilfestellung bietet«, sagt Prof. Dr.-Ing. Heinz Palkowski, Vorstandsmitglied des Studientags Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (StMW). »Das können beispielsweise Forschungseinrichtungen, Ministerien, Industrievereinigungen, Berufsgenossenschaften oder Verbände sein.«

Absolventen der Ingenieurwissenschaften mit Studienschwerpunkt auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik haben also breitgefächerte Karrierechancen. Insbesondere mit einem Masterabschluss. »Im Gegensatz zum Bachelorabschluss, mit dem Absolventen beispielsweise in den Bereichen Laboranalyse, Produktzulassung oder Qualitätssicherung arbeiten können, können Studierende im Master fachlich noch tiefer in den Bereich Materialwissenschaft und Werkstofftechnik einsteigen«, weiß Dr. Pedro Dolabella Portella, Leiter der Abteilung Werkstofftechnik der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

Masterstudiengänge im Brennpunkt

Knapp 40 Universitäten und Hochschulen haben bundesweit MatWerk-Masterstudiengänge im Portfolio. So auch die Campus-Universität Bayreuth. Neben einem reinen MatWerk-Master, bietet die Uni zudem das Masterprogramm ›Automotive und Mechatronik‹ an, das zusätzlich zu den Kompetenzfeldern Motor, Mechanische Systeme, Mechatronik sowie Forschung und ihre aktive Gestaltung auch einen Schwerpunkt auf Materialien und Werkstoffe legt.

»Die vermittelten ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen spezialisieren unsere Studierenden nicht nur hinsichtlich der Grundlagen sondern auch für die Anwendung innerhalb dieses technologieintensiven Wirtschaftszweigs«, berichtet Dr. Adelheid Schütz von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Bayreuth.

Insgesamt führe die forschungsnahe Ausbildung an der Uni Bayreuth an aktuelle Fragestellung- en aus den Ingenieur- und Materialwissenschaften heran und mache Studierende mit zukunftsweisenden Lösungsansätzen vertraut. Beste Voraussetzungen also, um als Spezialist für Material- und Werkstofftechnik im Trendbereich Automotive durchzustarten und den Mobilitätssektor mit innovativen Ideen voranzubringen. Sei es bei Automobilherstellern, -zulieferern, im Maschinenbau oder der Automatisierungstechnik. Dass es sich hier um eine der lukrativsten Branchen handelt, macht den Start in die Welt der Automobilindustrie besonders attraktiv. Berufseinsteiger können im Schnitt mit einem Bruttoeinstiegsgehalt von knapp 47.000 Euro im Jahr rechnen.

Auch die Universität des Saarlandes kann mit einem besonderen Studienangebot in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik aufwarten. Es ist international ausgerichtet:

»Das ›Advanced Materials Science and Engineering‹-Masterprogramm vernetzt die Materialwissenschaft der Saar-Uni mit den Partneruniversitäten in Spanien, Schweden und Frankreich«, berichtet Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes.

Der Studiengang bietet Studierenden die Möglichkeit, ohne Zeitverlust ein bis zwei Semester im Ausland zu studieren. Das bedeutet auch: Wettbewerbsvorteile bei der Jobsuche. Denn Auslandserfahrung und interkulturelle Kompetenzen machen sich im Lebenslauf ausgezeichnet. Auch diejenigen, die während des Bachelorstudiums noch nicht im Ausland waren, können sich in international ausgerichteten Mastern wie diesem um jene Erfahrungen reicher machen. Weitere Vorteile des Masterprogramms der Universität des Saarlandes: Studierende erhalten einen Einblick in die Forschung: »entweder an einem von zwölf Lehrstühlen der Universität oder am Leibniz-Institut für Neue Materialien, dem Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfung oder dem Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik direkt auf dem Campus«, sagt Mücklich.

Ein Berufsfeld – viele Möglichkeiten

Nach dem erfolgreichen Abschluss eines MatWerk-Masters, dem ist sich Heinz Palkowski vom StMW sicher, hätten Absolventen ein deutlich ausgeprägteres Verständnis für Forschungsaufgaben, Produktionsabläufe und -aufgaben.

»Wen es in Forschung und Entwicklung zieht, sollte eine Promotion erwägen«, ergänzt Portella von der BAM.

Eine Promotion lohnt sich aber auch für diejenigen, die eine Führungsposition im Management anstreben. Das schöne an MatWerk, so findet Portella, sei aber, dass es grundsätzlich viele Einstiegsmöglichkeiten in verschiedene Arbeitsgebiete und Qualifikationsstufen gebe.


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