zwei metallene Ringe ineinander
Material- und Werkstoffliebe © PeteLinforth / Quelle:pixabay unter CC0 Public Domain

Material- und Werkstoffliebe – 5 Stimmen aus der Praxis

So ist’s wirklich: Das fasziniert MatWerker an ihrem Beruf und ihren Aufgaben

Florian Thaler, Doktorand am Institut für Energie- und Klimaforschung, Werkstoffstruktur und -eigenschaften, Forschungszentrum Jülich

»In meiner Tätigkeit als Doktorand am Institut für Energie- und Klimaforschung habe ich täglich mit hochaktuellen Fragestellungen zu energierelevanten Forschungsthemen zu tun. Dabei schätze ich vor allem die experimentelle Arbeit mit fortschrittlichen Hochleistungswerkstoffen und den meist unmittelbaren Anwendungsbezug der Forschung. Der fachliche Austausch mit kompetenten Mitarbeitern aus den verschiedensten Bereichen der Materialforschung fördert die Kreativität und eröffnet oft neue Lösungsansätze. So macht die Arbeit in einem internationalen Team aus Wissenschaftlern, Technikern und Verwaltungsangestellten gleich doppelt so viel Spaß.«

 




Lydia Lillpopp, Junior Expertin Innovation im Bereich Technologie und Innovation, thyssenkrupp Steel Europe

»Als Metallurgin war es schon immer mein Traum, den Stahl der Zukunft mitzuentwickeln. In der Innovationsabteilung von thyssenkrupp Steel Europe kann ich mein bisher erlerntes Wissen bei der Entwicklung und Anwendung von Smart Materials einbringen und jeden Tag erweitern. Besonders faszinierend in der Werkstoffentwicklung ist für mich die Untersuchung von mikrostrukturellen Eigenschaften. Durch Kreativmethoden versuchen meine Kollegen und ich ständig, neue Anwendungsideen am Puls der Zeit zu entwickeln. Dieser Spagat zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung macht meine tägliche Arbeit enorm abwechslungsreich.«

 




Tobias Hofmann, Trainee im im Bereich General Engineering, Hydro

»Innerhalb meines Produktbereiches produzieren und vertreiben wir Aluminiumbleche. Sie kommen später etwa im Schiffsbau, in Windkraftanlagen sowie Silofahrzeugen zum Einsatz. Obwohl ich erst kurz im Unternehmen arbeite, bin ich schon an exklusiven Entwicklungsprojekten beteiligt. Besonders spannend finde ich hierbei die praktische Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse im Rahmen von Feldversuchen.«

 




Harald Leitner, Leiter Forschung und Entwicklung, Böhler Edelstahl, einer Tochtergesellschaft des voestalpine-Konzerns

»Mein spannendstes Projekt war und ist die Thematik ›Metal Additive Manufacturing‹, die derzeit intensiv bei voestalpine behandelt wird. Diese neue Technologie der Bauteilfertigung stellt nicht nur für den Konstrukteur und Entwickler im Maschinenbau neue Herausforderungen dar, sondern auch für Metallurgen beziehungsweise Werkstoffwissenschaftler. Das rasche Aufschmelzen und Erstarren von Metallpulver bei diesem Prozess eröffnet eine unglaubliche Spielwiese für neue Legierungen. Dies in Verbindung mit dem Prozess der additiven Fertigung – den wir in unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum für Metal Additive Manufacturing am Standort Düsseldorf anwenden – ist aus Sicht eines Technikers unglaublich spannend und herausfordernd zugleich.«

 




Dr. Christian Mix, Projektleiter Materialentwicklung, Schott

»Die Entwicklung und Untersuchung neuer Materialien und die Lösung komplexer Aufgaben haben mich schon im Studium der Physik begeistert. Nach der Promotion in einem materialwissenschaftlichen Themenfeld hat mich der Wunsch, die neuesten Technologien bis zur Marktreife zu entwickeln, in die Industrie geführt. Wichtige Erfahrungen im industriellen Umfeld waren für mich, neben materialwissenschaftlichen Aspekten, wichtige Faktoren wie die Anforderungen der Kunden, interne Prozesse sowie die aktuelle Produktstrategie mit in die Planung einzubeziehen. Auf der Basis dieser komplexen Anforderungsprofile lassen sich die aktuellen Entwicklungen oft nur durch ein effektives Projektmanagement erfolgreich umsetzen. Heute ist die gemeinsame Entwicklung neuer Materialien und Technologien in einem interdisziplinären und internationalen Team die größte Motivation meiner täglichen Arbeit.«


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