Hand mit Handy
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Ingenieure in der Messtechnik

In den Schlüsselbranchen für unseren technischen Fortschritt Karriere machen: Das bieten Messtechnik und Sensorik

Handys, Autos, Küchengeräte: Technik wird immer intelligenter. Spätestens mit dem Internet of Things sind eigenständig agierende Gegenstände auf dem Vormarsch. Damit Dinge ›intelligent‹ werden, braucht es Sensoren und Messtechnik, die die Geräte steuern und die Anwendungen elektronisch prüfen, überwachen oder automatisieren.

Blick auf den Arbeitsmarkt

»Jede Branche, die mit Technik arbeitet, verwendet im Grunde auch Messtechnik«, erklärt Dr. Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik: Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilbau, Medizintechnik, Luftfahrt – kaum eine Branche kommt mehr ohne Sensorik und Messtechnik aus. Entsprechend gut sind die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt:

»Während die Zahl der Arbeitsplätze in den meisten Industriesparten stagniert, steigt sie in der Sensorik und der Messtechnik kontinuierlich«, berichtet Thomas Simmons.

Denn nicht nur die meist mittelständisch geprägten Unternehmen der Messtechnikbranche brauchen neue Mitarbeiter, sondern auch die Industrieunternehmen, die sich im Rahmen ihrer Produkte, ihrer Fertigung oder ihrer Forschung und Entwicklung mit Messtechnik beschäftigen, benötigen Experten.

Einstieg in die Messtechnikbranche

Gefragt sind vor allem Elektroingenieure, die sich mit IT auskennen und Sensoren programmieren können.

»Absolventen sollten zum einen programmieren lernen und sich gleichzeitig mit der Hardware auskennen, in denen die Sensorik zum Einsatz kommt«, rät der Verbandschef.

Praktika sind hier sehr hilfreich. Neben den fachlichen Kenntnissen sind auch Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnisse gern gesehen – denn die Exportquote in der Branche liegt mit rund 40 Prozent beim Direktexport und mit etwa 70 Prozent beim Export von Maschinen, Anlagen und Produkten mit Sensorsystemen überdurchschnittlich hoch.

Innovative Branche

Ebenfalls hoch ist die Innovationsintensität: Zehn Prozent ihres Umsatzes investiert die Messtechnikbranche in die Forschung und Entwicklung. Auch in diesem Bereich ist Nachwuchs gefragt, der sich gern mit den Themen der Zukunft beschäftigt.

Dazu gehört laut Thomas Simmons zum Beispiel die Miniaturisierung der Sensoren. »Die Geräte, in denen Sensoren eingesetzt werden, werden immer kleiner, sodass auch die Steuertechnik immer kleiner werden muss.«

Mit der Minituarisierung geht oft auch eine autarke Energieversorgung einher: Die Geräte, in denen die Sensoren eingebaut werden, sollen ohne Anschluss an ein Stromnetz funktionieren.

Gute Zukunftsaussichten für Ingenieure

Ein weiterer Trend ist die zunehmende Signalverarbeitung in Anlagen, die immer häufiger ebenfalls sensorgesteuert sind.

»Von der Stange kann hier nichts produziert werden – die Signalverarbeitung ist für jede Anwendung wieder anders«, so der AMA-Geschäftsführer.

Sensoren erkennen durch Kommunikation mit anderen Sensorsystemen beispielsweise den Zustand einer Maschine vorab und können diesen frühzeitig melden. Fast jedes zweite Patent in der Messtechnik beschäftigt sich zudem mit dem Thema Messung von Materialeigenschaften.

An Sensorik und Messtechnik führt also in Zukunft kein Weg vorbei. Ingenieure, die sich mit diesem spannenden Feld beschäftigen wollen, sollten sich rechtzeitig die passenden Qualifikationen aneignen, um mit der innovationsstarken Technikbranche mithalten zu können.


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