Expertentipps zum Messebesuch

Wie überzeuge ich den Wunscharbeitgeber auf einer Jobmesse? Wir liefern dir die Antwort!

Ein freundliches Lächeln, ein fester Händedruck, nach kurzem Small-Talk geht es dann ums Wesentliche, am Ende noch Visitenkarten austauschen und mit der Hoffnung auf eine Arbeitsstelle beruhigt den Heimweg antreten. So oder so ähnlich sollte ein Treffen zwischen Bewerber und Personaler auf einer Jobmesse ablaufen. Dass es nicht immer so erfolgsversprechend ausgeht, haben viele schon am eigenen Leib erfahren. Woran es lag, wissen wahrscheinlich die Wenigsten. Damit die nächste Jobmesse den erhofften Erfolg bringt, haben wir einige Tipps und Ratschläge für dich, was im Voraus zu planen ist, wie du am Messestand überzeugen kannst und was hinterher zu beachten ist.

Jobmesse: Vorbereitung ist wichtig

Vorbereitung ist das A und O, weiß Karriereexperte Christoph Burger. Dazu gehört es, sich eine Liste der interessanten Unternehmen zusammenzustellen.

»Ist die Vorauswahl gemacht, heißt es, aktuelle Informationen über die jeweiligen Unternehmen zu recherchieren und Bewerbungsmappen zu erstellen«, fasst Burger zusammen.

Darüber hinaus rät Katrin Gruschka, Leiterin des Career Centers der Hochschule Magdeburg-Stendal, eine Reihenfolge der zu besuchenden Stände zu bestimmen und wenn möglich im Vorfeld Gesprächstermine zu vereinbaren, so kann der Unternehmensvertreter das Gespräch besser planen und sich entsprechend Zeit nehmen. Außerdem ist es sinnvoll, sich Fragen zu überlegen, die man den Unternehmen stellen möchte.

Der erste Eindruck zählt

Damit du nicht kurz vor der Abfahrt vor dem Kleiderschrank stehst und verzweifelt überlegst, was du anziehen kannst, solltest du dir das Outfit schon am Abend vorher zurecht legen. Die Kleiderwahl sollte dabei zur Branche der angestrebten Stelle passen, aber auch zu dir selbst, denn du solltest dich im Outfit wohl fühlen, »denn nur so strahlt man auch Souveränität aus«, weiß Gruschka.

Burger rät, sich für die Kleiderauswahl an Bildern auf der Unternehmenswebseite zu orientieren. »Sich lieber einen Tick besser anziehen als man es später im Joballtag tun würden«, fügt der Experte hinzu. Wie so oft im Leben zählt auch beim Gespräch auf der Jobmesse der erste Eindruck, daher sollte man sich gut überlegen, wie und wann man an den Stand herantritt. Der Expertenrat lautet hierbei, vor dem Treffen mit dem Wunscharbeitgeber zwei bis drei Übungsgespräche an anderen Ständen zu führen, so wird man sicherer. »Außerdem ist zu beachten, dass die Unternehmensvertreter am Vormittag noch konzentrierter sind«, fügt Burger hinzu.

Ist dann endlich der Moment gekommen, schaffen »ein freundlicher Gruß mit Blickkontakt, ein kräftiger, aber nicht zu fester Händedruck und das deutliche Nennen des Vor- und Nachnamens die erste Voraussetzung«, so der Karriereexperte. Anschließend gilt es einige Sätze im Small Talk zu wechseln, bevor es sachlicher und ernster wird. Hier kommen dann auch die im Voraus überlegten Fragen ans Unternehmen ins Spiel. Hilfreich ist es, beispielsweise mit Freunden vorher mögliche Gesprächsverläufe durchzuspielen, in die das Übungsgegenüber einige Überraschungen einbaut.

Den Gesprächsverlauf und die Inhalte wird man zwar nie genau planen können, denn diese variieren von Unternehmen zu Unternehmen, aber einige Rahmenpunkte sollte man festlegen, wie etwa Fragen zu Aufgaben, Arbeitszeiten oder Arbeitsort. Das Gehalt sollte Burgers Meinung nach für den Einstieg weniger entscheidend sein.

Im Gedächtnis bleiben

Wie konkret das Gespräch wird, hängt natürlich von der Situation ab, deshalb sollte man abwägen, ob das Unternehmen in diesem Moment an einer Bewerbungsmappe interessiert ist oder nicht. Für alle Eventualitäten vorbereitet solltest du mindestens eine vollständige Bewerbung dabei haben, die sauber, übersichtlich und informativ ist. Gruschka rät aber, die Bewerbungsmappe nur zu überreichen, wenn dies gewünscht ist.

Je nach Branche könnte neben einer klassischen Bewerbung auch »beispielsweise ein Flyer mit ein paar wichtigen Informationen zur Person, als Designer eine Arbeitsprobe oder als ITler der Link auf eine Internetseite sinnvoll sein«, so Burger. Damit kann man sich von der Masse abheben und bleibt leichter im Gedächtnis der Unternehmen, schließlich führen diese auf einer Jobmesse unzählige Gespräche.

Genau so wichtig ist natürlich, dass auch du dir im Gedächtnis behältst, was du mit wem besprochen und vereinbart hast. Hierfür ist es sinnvoll, sich eine Visitenkarte mit aktuellen Kontaktdaten des Gesprächspartners geben zu lassen. Burger rät, alle Informationen wie auch getroffene Vereinbarungen so aufzubereiten, dass man nicht durcheinander kommt.

»Danach ist es hilfreich, die – jetzt geordneten – Informationen zu bewerten«, fügt der Karriereexperte hinzu. Ist dies geschehen, steht der Kontaktaufnahme mit dem Gesprächspartnern in den ersten Tagen nach der Messe nichts im Wege. Bei einer Bewerbung sollte man auf jeden Fall auf das auf der Messe geführte Gespräch Bezug nehmen, ergänzt Gruschka. Und dann heißt es, hoffen auf das ersehnte Jobangebot!


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