Jobs in der Agrarbranche

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Arbeiten im Einklang mit Mensch und Natur

Er scheint vor nichts und niemandem Halt zu machen, unbeirrt überfällt er die Wirtschaft – auch die Agrarbranche hat er erwischt: der Fachkräftemangel. Besonders in Unternehmen, die international oder im Bereich Agrartechnik tätig sind, können bereits nicht mehr alle vakanten Stellen mit geeigneten Absolventen besetzt werden, weiß Markus Ebel-Waldmann. Der Präsident des Bundesverband Agrar Ernährung Umwelt (VDL) kennt auch einen Grund für diesen Engpass: »Agrarwissenschaften werden an vielen Hochschulen nicht mehr ausreichend gelehrt, da die eh schon wenigen Absolventen von der Wirtschaft abgefischt werden und sie so nicht mehr für eine wissenschaftliche Laufbahn zur Verfügung stehen« – ein Teufelskreis.

Absolventen erwarten Vielfalt und Verantwortung

Ein Einstieg in die Agrarbranche lohnt sich folglich, auch, weil vielfältige Einsatzmöglichkeiten auf Absolventen verschiedener Fachrichtungen warten: In der Wissenschaft suchen Forscher beispielsweise nach neuen Techniken und Verfahren für die Pflanzen- und Tierproduktion, in der Agrar- und Umweltverwaltung überprüfen Mitarbeiter die Einhaltung der Standards in der Landwirtschaft, in der Beratung helfen Experten die Produktionsmethoden, Unternehmensführung und Vermarktung zu verbessern und in großen landwirtschaftlichen Betrieben sorgen Landwirte für eine reibungslose Produktion von Futtermitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Das sind lange noch nicht alle Möglichkeiten, die etwa Absolventen der Agrarwissenschaften, der Umweltwissenschaften oder der Landespflege offen stehen. Besonders im Vertrieb und natürlich in den technischen Bereichen werden Absolventen händeringend gesucht. Auch der internationale Landmaschinenkonzern Claas ist immer wieder auf der Suche nach qualifizierten Absolventen aus den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Informatik oder Elektrotechnik, aber auch Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler finden ihren Platz im Unternehmen. So wie Sarah Strathmann, die Sozialwissenschaften und Wirtschaftsrecht studiert und anschließend ein internationales Traineeprogramm bei Claas begonnen hat. Schließlich gilt im Unternehmen das Motto: »Fachliches Know-how kann man lernen – Persönlichkeit nicht«, so Strathmann.

Seit einem Jahr ist die 28-Jährige als Personalreferentin für die Betreuung der Bereiche Supply Chain Management und Produktion für alle Fragen der Personalbeschaffung, Personalbetreuung und Personalentwicklung verantwortlich. Bei ihrer Arbeit »sind oft Empathie, kreative Lösungsideen und vor allem Improvisationstalent gefragt, um für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung zu finden«, fasst die Personalreferentin zusammen. Dafür sollte sie außerdem Kommunikationsvermögen und Durchsetzungsstärke mitbringen. Für die Arbeit in der Agrarbranche sollten außerdem ein gewisses Verständnis für die landwirtschaftlichen Prozesse und agrarpolitischen Systeme nicht fehlen, auch ein grundsätzlich agrartechnisches Wissen und Interesse ist von Vorteil.

Ebel-Waldmann vom VDL nennt zudem Einsatzbereitschaft, Analyse- und Entscheidungsfähigkeit sowie lösungsorientiertes Denken als Voraussetzungen sowie Verantwortungsbewusstsein. Zukunftssicher und sinnstiftend Schließlich übernehmen Mitarbeiter in der Agrarbranche »nicht nur spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten, sondern auch äußerst verantwortungsvolle«, betont der 48-Jährige. Denn Ziel ist letztendlich die Versorgung der Menschen mit ausreichend und qualitativ wertvollen Lebensmitteln und dabei gegenüber Natur und Umwelt verantwortlich zu handeln. Gerade diese »sinnstiftende Arbeit« schätzt Strathmann von Claas an der Agrarbranche. Doch auch die Langfristigkeit und Kontinuität – innovative und qualitativ hochwertige Produkte des Unternehmens, auf die man vertrauen kann und die auch in etlichen Jahren noch gebraucht werden – sprechen für die Branche. Die Agrarbranche bietet folglich nicht nur vielfältige und verantwortungsvolle Tätigkeiten, sondern auch zukunftssichere – Lebensmittel werden schließlich immer gebraucht.

Eva Ixmeier

Dieser Text stammt aus der Feder von:

Eva Ixmeier

ixmeier(at)audimax.de
Telefon: 0911-23779 24

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