Detektiv - freies Gewerbe und Ausbildung

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Wie bei den meisten Arbeitsstellen steht vor allem die Berufserfahrung noch vor der Ausbildung. Denn mit der Erfahrung können fehlende Wissenslücken genauso gut geschlossen werden. Dies gilt vor allem für den Berufszweig der Detektive. Denn hierbei handelt es sich um ein freies, rechtlich nicht geregeltes Berufsbild. So könnte jede private Person selbst als Ermittler tätig werden und somit auch den Berufsnamen Detektiv tragen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte aber darauf achten, dass auf den Einsatz von geprüften Detektiven Wert gelegt wird. So legt beispielsweise eine Detektei in Berlin der Lentz Gruppe ein besonderes Augenmerk auf durch die "Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe" (ZAD) ausgebildete Ermittler und kann gerade dadurch mit über 20 Jahren Erfahrung aufwarten und zeigt eine überdurchschnittlich gute Aufklärungsrate.

Ausbildung zum Detektiv

Wer keine Detektei für einen Auftrag sucht sondern selbst Interesse an dem beruflichen Werdegang zum Detektiv hat, wendet sich am besten ebenfalls an die oben genannte zentrale Anlaufstelle. Auf deren Homepage z-a-d.de können alle Informationen über anstehende Kurse, Anforderungen und über das Detektivgewerbe gefunden werden.

Bei Abschluss der Ausbildung über den ZAD, wird diese von allen tragenden detektivischen Berufsverbänden in Deutschland anerkannt. Hierbei kann zwischen einem Intensiv-Kurs mit der Dauer von 10 Monaten und einem Kombi-Kurs mit der Dauer von 22 Monaten gewählt werden. Die Kurse unterscheiden sich lediglich in der wöchentlich anfallenden Lernzeit, bieten aber dennoch dasselbe Niveau an. Der Kursteilnehmer wird intensiv durch theoretische und praktische Aufgaben auf den Beruf vorbereitet. Der Großteil des Wissens im Kombi-Kurs muss hierbei im Selbststudium erlernt werden. Für die richtige Unterstützung sorgen Präsenzseminare.

Zusätzlich zur Detektivausbildung, wird auch die Ausbildung zur "Bewachungsfachkraft im Handel" angeboten. Diese schlägt mit rund 6 Monaten zu Buche. Nach erfolgreichem Abschluss darf offiziell als "Kaufhausdetektiv" gearbeitet werden. Auch dieser Kurs setzt sich aus einem Teil an Fern- und Direktunterrichtsprogramm zusammen.

Kriminologie-Abschluss

Wer sich stattdessen einen Schul- beziehungsweise Studiumsabschluss mit Titel wünscht, kann dennoch Detektiv werden. Hier lautet der richtige Studiengang "die Lehre und Wissenschaft von Verbrechen" oder auch Kriminologie. Wer Kriminalistik erfolgreich bis zum Bachelor oder Master studiert hat, ist bei Detekteien gern gesehen. Um die Ausbildung antreten zu können, muss ein Staatsexamen bestanden werden oder bereits ein Bachelorstudiengang abgeschlossen sein. Als Grundstudiengänge sind hier vor allem Rechtswissenschaften und die Lehre der menschlichen Psyche geeignet. Aber auch Soziologie, Pädagogik und Psychologie werden gerne als Vorstudium angesehen. Je nach besuchter Hochschule kann der Schwerpunkt des Studiums auf Viktimologie, Sozialforschung oder vielen weiteren liegen. Mit einer Dauer zwischen 2 und 4 Semester handelt es sich hierbei um einen der kürzeren Studiengänge.

Bereits vor Abschluss sollte versucht werden, in der Branche Fuß zu fassen, um den anschließenden Berufseinstieg zu erleichtern. Im Idealfall können so schon vorab Praktika absolviert werden, welche als Berufserfahrung zählen. Wie bei fast allen Berufen können auch hier Weiter- und Fortbildungen absolviert werden, um die Berufschancen zu erhöhen. Der Kostenschwerpunkt eines Kriminologie-Studiums kann je nach besuchter Universität zwischen 100 und 4000 Euro liegen. Hierbei handelt es sich nur um den Semesterbeitrag. Um die Finanzierung des Studiums zu erleichtern, kann nach einem Stipendium angefragt werden. Unter bestimmten Umständen kommen auch Studienkredite in Frage.

Ein Gastbeitrag von Richard Maier

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