So bewirbst du dich richtig auf einen neuen Job

Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer in einem Unternehmen hat sich derzeit bei rund zehn Jahren eingependelt, vor allem jüngere Arbeitnehmer wechseln oft deutlich häufiger die Stelle. Um das Schreiben von Bewerbungen kommen die meisten Arbeitnehmer dabei nicht herum. Viele Stellensuchende sind jedoch unsicher, wie eine erfolgsversprechende Bewerbung auszusehen hat.

 

Auch heute ist eine klassische Bewerbungsmappe oft das Erste, was potentielle Arbeitgeber von einem Kandidaten sehen. Daneben sind auch Bewerbungen per E-Mail sowie Online-Bewerbungen über ein Bewerbungsformular auf den Karriereseiten der Unternehmen immer stärker auf dem Vormarsch. Bei allen Bewerbungsformen kommt es darauf an, die Motivation für die Bewerbung und das eigene berufliche Profil so prägnant wie möglich zu formulieren. Auch die äußere Form der Unterlagen spielt für den Erfolg der Bewerbung eine Rolle - ob sie faktenbasiert-klassisch oder kreativ gestaltet werden, hängt von dem Charakter der angestrebten Stelle ab.

 

Die Basics für eine erfolgreiche Bewerbung

An den Basics für eine erfolgreiche Bewerbung hat sich nichts geändert: Ein aussagefähiges Motivationsschreiben, ein möglichst lückenloser Lebenslauf, der Auskunft über Qualifikationen, Berufserfahrung und persönliche Stärken des Bewerbers gibt, sowie alle relevanten Zeugnisse (Ausbildung, Arbeitgeberzeugnisse, Zertifikate über berufsrelevante Schulungen und andere besondere Fähigkeiten). Zwischen einer klassischen Bewerbungsmappe und einer Online-Bewerbung gibt es hier keine prinzipiellen Unterschiede. Auch Bewerbungsformulare verfügen über Freitextfelder, in die das Motivationsschreiben eingegeben wird, Qualifikationen und berufliche Stationen werden in die Bewerber-Maske eingegeben - in der Regel gibt es außerdem die Möglichkeit, Lebenslauf und Zeugnisse in Dateiform hochzuladen. Bei einer E-Mail-Bewerbung steht es den Kandidaten frei, ob sie das Mail-Formular für ihr Motivationsschreiben benutzen oder dort nur in kurzer Form auf ihre kompletten Bewerbungsunterlagen im Dateianhang verweisen.

 

Wichtig ist, dass Bewerber ihre Unterlagen in der vom Arbeitgeber gewünschten Form (Bewerbungsmappe, E-Mail- oder Formularbewerbung) schicken, sie möglichst an einen konkreten Ansprechpartner adressieren und ihre Bewerbung passgenau für die angestrebte Stelle und das Unternehmen formulieren. Kurz: Eine professionelle und entsprechend gestaltete Bewerbung ist die erste Arbeitsprobe, die das Unternehmen von einem Stellensuchenden erhält.

Womit disqualifiziert sich eine Bewerbung selbst?

Für eine postalische Bewerbung sind zerknitterte und fleckige Papiere sowie minderwertige und bereits gebrauchte Mappen absolute No-Gos, wie es im Ratgeber der Experten von WIRmachenDRUCK nachzulesen ist. Auch korrekte Rechtschreibung sowie ansprechende Formatierung und Übersichtlichkeit der Unterlagen sollten sich von selbst verstehen. Für das Motivationsschreiben, den Lebenslauf und einer eventuell hinzugefügten "dritten Seite" für erklärungsbedürftige Punkte aus dem Lebenslauf gilt: "Romane" werden kaum gelesen. Das Motivationsschreiben sollte nicht länger als eine A4-Seite werden. Wer bereits seit Jahren beruflich etabliert ist, kann im Lebenslauf und bei den Zeugnisanhängen auf Schulzeugnisse oder die Nachweise von Praktika getrost verzichten. Copy & Paste-Anschreiben und standardisierte Lebensläufe landen fast immer auf dem Stapel der aussortierten Kandidaten.

 

Wie kreativ darf eine Bewerbung sein?

Allgemeingültige Musterrezepte für erfolgreiche Bewerbungen gibt es in der Praxis nicht. Konservative Unternehmen - beispielsweise Banken oder Versicherungen - werden eher eine klassische Bewerbungsmappe erwarten und verlangen zum Teil auch heute eine postalische Bewerbung. In kreativen Branchen, im IT-Sektor oder in Start-ups darf die Gestaltung der Bewerbung auch unkonventioneller sein. Wichtig ist allerdings, dass der Absender dabei authentisch bleibt und mit der äußeren Form seiner Bewerbungsunterlagen nichts verspricht, was er in seinem persönlichen Auftritt später nicht auch hält. Kreative Bewerber entscheiden sich oft nicht nur für eine originelle äußere Gestaltung der Bewerbungsunterlagen, sondern nutzen für den Erstkontakt zu ihrem Wunscharbeitgeber die Spezifik der digitalen Welt. Ein Link zu einer Webseite, der sich beim Anklicken als ein professioneller Online-Shop herausstellt, der nur einen Artikel, nämlich den Bewerber selbst, anzubieten hat, ist ebenso möglich wie ein Bewerber-Auftritt in den Social-Media-Kanälen, die der Arbeitgeber für seine Selbstpräsentation und sein Recruiting nutzt. 

 

Bewerberauftritt mit professioneller Unterstützung

Für eine hochwertige Bewerbung - egal ob klassisch oder kreativ - kann es sinnvoll sein, sich fachmännische Unterstützung mit ins Boot zu holen. Gedruckte und nicht nur am Computer ausgedruckte Unterlagen, ein spezielles Logo des Bewerbers oder eine durchgehende grafische Gestaltung professionalisieren die Bewerbung und können wichtige Akzente setzen. Moderne Druckereien sind hierfür ein optimaler Ansprechpartner. Ihre Mitarbeiter kennen sich nicht nur mit Druck und Grafik, sondern oft auch mit der Gestaltung eines eindrucksvollen und authentischen digitalen Auftritts aus.  

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Eine kreative Bewerbung kann ein Bonus sein, weil sie auffällt. Oder du schießt dich damit komplett ins Aus, wenn die Branche nicht passt oder der Personaler schlechte Laune hat. Unser Karrierecoach gibt Tipps, wann eine kreative Bewerbung angebracht ist und wann du dich besser ganz klassisch bewerben solltest.

So bewirbst du dich richtig: