Trendbranche: dezentrale Energieversorgung

Stets am Puls der Zeit, auf der Suche nach neuen Trends: Dieses Mal beleuchten wir die dezentrale Energieversorgung - eine Branche, die nicht nur gute Berufsaussichten, sondern auch spannende Aufgaben verspricht.

Foto: mauritius images

Der Trend der dezentralen Energieversorgung ist zukunftsträchtig und eng mit der Nutzung erneuerbarer Energien verwoben. Denn gemeinsam mit dem verstärkten Einsatz regenerativer Energien geht die Entwicklung hin zu immer mehr dezentralen Kraftwerken. Anstelle eines großen Kraftwerkes werden hierbei viele kleinere Kraftwerke genutzt, die gebündelt wie ein großes Kraftwerk funktionieren.

Diese dezentralen Kraftwerke können beispielsweise Biomasse- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Windkraft-, Geothermie-, Gas- und Dampfturbinen-, oder auch Photovoltaikanlagen in unmittelbarer Nähe des Verbrauchers sein. Der offensichtlichste Vorteil dieses Trends ist die Effizienz durch die Kopplung der Erzeugung von Strom und Wärme vor Ort und den damit verbundenen Einsparungen. Der Strom wird im Zuge der dezentralen Versorgung direkt beim Erzeuger auch wieder verbraucht oder, falls kein Bedarf besteht, kann dieser in speziellen Fällen sogar an den nächstliegenden Verbraucher im System weitergeleitet werden. Somit werden lange Wege und Speicherungen vermieden. Auch Deutschlands größter Energiekonzern E.on ist sich des wachsenden Marktes bewusst.

Um das Geschäft mit dezentralen Energielösungen systematisch und international zu intensivieren hat das Unternehmen die Gesellschaft E.on Connecting Energies gegründet. Diese ist im Sinne nachhaltiger dezentraler Energielösungen für Kunden international tätig und konzipiert, finanziert, errichtet und betreibt Systeme und Anlagen, mit denen der Energieverbrauch und damit Kosten und CO2-Emissionen nachhaltig reduziert wird.Vorteile für beide Seiten Besonders durch den Einsatz erneuerbarer Energien, die nicht so gleichmäßig produzieren wie ein Großkraftwerk, entstehen vor dem Hintergrund der dezentralen Versorgung aber auch Schwierigkeiten. Die Herausforderung besteht darin, das Netz stabil zu halten, was nur gewährleistet ist, wenn Verbrauch und Produktion im Gleichgewicht sind. Für dieses Problem ist bei E.on Connecting Energies unter anderem Jean-Baptiste Cornefert, Head of Virtual Power Plants & Flexibility Business Unit, zuständig:

»Unsere Rolle bei E.on Connecting Energies ist es, dezentrale Erzeuger oder Verbraucher zu finden, die entweder Energie einspeisen, wenn es Engpässe gibt, oder aber abgestellt werden können, sollte gerade zu viel Strom im Netz sein.«

Den Kunden bringe diese Optimierung Kostenvorteile, den Netzen langfristig mehr Stabilität, fügt Cornefert hinzu.Verstärkung gesucht! Im Zuge der Vernetzung der Kleinkraftwerke sind natürlich gut ausgebildete ITler gefragt, die die Digitalisierung der E-Wirtschaft aktiv gestalten können, betont William Douglas Taylor, Head of Process IT bei E.on Connecting Energies.

Gleichzeitig fügt er hinzu, dass derzeit die größte Herausforderung darin bestehe, eben diesen geeigneten Nachwuchs für dieses schnell wachsende, hochentwickelte Geschäftsfeld zu finden. Aber nicht nur gut ausgebildete ITler, sondern auch Wirtschaftswissenschaftler und Techniker werden für die Umsetzung dezentraler Energiekonzepte gebraucht. Besonders spannend ist hierbei sicherlich die Arbeit an den Schnittstellen der verschiedenen Bereiche.

Dezentrale Energieversorgung: Eine Branche, die im Trend liegt. Egal ob als ITler, Ingenieur, Wirtschafts-, Sozial- oder Kommunikationswissenschaftler – der Arbeitsmarkt bietet in diesen Bereichen spannende und zukunftsweisende Möglichkeiten.

Artikelsuche