Marketing für Start-Ups

Gerade hat man ein neues, innovatives Unternehmen mit Produkten an den Start gebracht, die die Welt brauchen könnte und von denen man fest überzeugt ist. Das Problem: Von alleine kommt kein Kunde. Wie also kann man sich heutzutage als Start-Up-Unternehmen marketingtechnisch so positionieren, dass die Kunden das eigene Angebot wahrnehmen? Hier finden sich Tricks und Tipps zu dieser Frage.

Bevor das Marketing losgeht

… sollte man erst klar wissen, welche Zielgruppe und welchen Markt man mit den eigenen Marken ansprechen möchte, welche Region erreicht werden soll, wo sie aktiv ist und was das eigene Produkt so attraktiv macht!

Und klar ist auch: Die heutigen Konsumenten kennen Werbung ganz genau, also ist es sinnlos, sie mit Massen an beliebigen Werbematerialien zu überschütten oder rein quantitativ zu arbeiten. Auf Qualität setzen ist der Schlüssel!

Social Media nutzen und profitieren

Für Start-Ups, die normalerweise keine großen Budgets für Marketing aufwenden können, ist es das A und O, sämtliche bekannten Social Media-Plattformen zu nutzen, die sie nur auftreiben können. Ob Facebook oder Xing, Instagram oder Blogs: Auf kaum eine andere Weise kann man mit verhältnismäßig geringem Aufwand mehr erreichen. Das nennt man Content-Marketing, auf Deutsch: Man publiziert über das eigene Produkt auf den einschlägigen sozialen Medien, um Aufmerksamkeit zu generieren.

Während Facebook naturgemäß das Vermarkten der ganzen Bandbreite des eigenen Portfolios anbietet, muss man gerade bei Instagram mit optischen Reizen arbeiten. Denn ganz ehrlich: Wer liest schon die ellenlangen Posts darunter? Richtig, kaum ein Nutzer. Aber auf Bilder und entsprechende Links reagieren potenzielle Kunden.

Falls das Produkt auch nur irgendeine visuelle Komponente hat, lohnt sich der eigene YouTube-Channel. Zeigen, Unboxen, Präsentieren, was es kann und tut, die Menschen sind durch die visuelle Reizüberflutung mehr denn je auf optische Reize aus. Wichtig dabei: Die Inszenierung muss stimmen. Ist man da unsicher und kennt auch Niemanden, der einem bei ein paar Videos mit ordentlichem Equipment helfen würde, lässt man es lieber, bevor es peinlich wird.

Events und Messen

Egal, was für ein Unternehmen man gerade aus der Taufe gehoben hat: In fast jeder Branche gibt es mittlerweile Messen. Die dienen dazu, sich vorzustellen, persönliche Kontakte zu knüpfen und natürlich der Vorstellung des eigenen Produkts. Die Menschen sollen sich ja nicht nur davon überzeugen, dass das Produkt gut ist, sondern sie müssen auch glauben, dass die Menschen, die hinter dem Produkt stehen, authentisch sind!

Digitale Visitenkarte – Die Webseite

Heutzutage ist sie mehr als einfach nur eine nette, informative Seite, die irgendwie über das eigene Produkt informiert. Viele betrachten Webseiten als grundsätzlichen Bestandteil einer Firma und reagieren eher belustigt, wenn diese unprofessionell gemacht ist – oder noch schlimmer: Nicht vorhanden ist. Denn für den Geschäftserfolg ist im sich ständig verjüngenden Business eine Webseite essentiell.

Daher ein guter Rat, ganz wie bei den YouTube-Videos: Sollten Sie selber nicht über das nötige Know-How verfügen oder ein paar Freunde oder Bekannte haben, die es tun: Finger weg!

Aber auf keinen Fall sollten Sie dann einfach keine Webseite haben. Engagieren Sie stattdessen Spezialisten. Mittlerweile gibt es hochindividualisierte Seiten von Profis gebaut für wenig Geld. Und diese Profis aktualisieren und pflegen die Seite auch. Jeder hatte beim Surfen schon den einen Moment, wo er eine Webseite besucht hat und feststellen musste, dass die dortigen Blogeinträge oder Events auf ein halbes Jahr vorher datierten – keine gute Werbung.

Außerdem – unbedingt mit den Möglichkeiten des SEO nutzen. Der Begriff bedeutet Search Engine Optimization und ist für junge Unternehmer und Unternehmerinnen ein wichtiges Tool. Denn man kann die schönste Webseite aller Zeiten haben – wenn sie niemand findet, dann nutzt das beste Design nichts. Daher gibt es hier ein paar Tipps, wie man das anstellen kann.

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Virales Marketing – besonders wichtig für kleine Geldbeutel

Wie schon erwähnt: Start-Ups sind heute in der Regel nicht in der Lage, riesige Kampagnen loszutreten. Oder doch? Das Stichwort hier lautet virales Marketing. Dieses spielt sich – wie fast alles in diesem Artikel – online ab, kann aber immens wichtig und erfolgreich sein. Wer schon mal eines von den Gewinnspielen gesehen hat, in denen man drei Freunde markieren soll und einen Beitrag teilen muss, um einen Preis zu bekommen, hat eine Kostprobe von viralem Marketing kennenlernen dürfen. Genau so funktioniert es! Das Generieren von möglichst vielen Multiplikatoren ist hier der Schlüssel.

Lokal anfangen

Auch wenn man natürlich hoch hinaus will und am liebsten gleich in die ganze Welt exportieren würde: Wer lokal anfängt, hat oft Vorteile. Denn insbesondere, wenn man eine richtige Niederlassung oder ein Geschäft hat, ist man für den Umsatz erst mal darauf angewiesen, dass die in der Nähe lebende Bevölkerung sich für die dargebotenen Produkte interessiert. Plakate, Banner, Flyer, Displays sind hier empfehlenswert und wieder, ganz wie bei den Messen: Der persönliche Kontakt spielt eine enorme Rolle. Klar kann man heutzutage auch über Mund-zu-Mund-Propaganda erhebliche Aufmerksamkeit generieren. Aber nehmen wir mal an, man ist selber Kunde und eine Filiale mit einem tollen Produkt macht auf. Und zufälligerweise gibt sie bei der Eröffnung einen gewissen Rabatt. Da spricht man doch auch selbst gleich viel öfter davon, oder?

Die wichtige Frage ist, mit welchen Maßnahmen man die lokalen Kunden ansprechen könnte. Auch dazu gibt es hier ein paar Hinweise.

Fazit

Deutlich ist geworden: Wer cleveres Marketing der tumben und teuren Variante vorzieht, kann mit geringen Budgets massiv profitieren. Auch kleine Geldsummen können große Vorteile erzeugen.

Ein Beitrag des externen Autoren Tobias Neubauer

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