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Schweigepflicht: Das ist geheim!

Spannend, so eine neuer Job. Klar, dass du am liebsten deiner Familie und deinen Freunden alles bis ins Detail erzählen möchtest: Dieses Projekt bearbeitest du, diesen Kunden habt ihr an Land gezogen, diese Gewinne wurden erzielt. Aber Vorsicht! Manche Arbeiten unterliegen der Schweigepflicht. Finde hier heraus, worauf du dabei achten musst.

Schweigepflicht: Was heißt das?

Als Schweigeplficht bezeichnet man die Pflicht von Personen oder Berufsgruppen, Informationen, die sie durch die Arbeit erhalten, nicht an außenstehende Dritte weiterzugeben. Du hast von der Schweigepflicht bestimmt schon in Bezug auf Ärzte gehört, die Informationen über Krankheitsfälle, Diagnosen oder Patientendaten für sich behalten müssen. In anderen Berufsfeldern fällt hierunter die Geheimhaltung von Betriebsgeheimnissen und Informationen über Abläufe in dem Unternehmen. Diese Pflicht besteht teilweise auch noch nach Ende des Arbeitsverhältnisses.

Schweigepflicht: Wann gilt sie nicht?

Die Schweigepflicht kann unter Umständen außer Kraft gesetzt werden. Dafür braucht es aber einen konrekten Anlass, ansonsten könntest du deinen Arbeitsvertrag verletzen. Damit riskierst du nicht nur deinen Job, sondern musst im schlimmsten Fall sogar mit einer Klage rechnen, die mit einer Geld- oder Haftstrafe enden kann. Folgende Gründe können die Schweigepflicht ungültg machen:

  • Ausdrückliche Erlaubnis: Der Betroffene, beispielsweise der Patient eines Arztes, befreit diesen ausdrücklich und schriftlich von seiner Schweigepflicht. So darf der Arzt beispielsweise mit der Familie des Patients über die Erkrankung sprechen.
  • Stillschweigende oder mußmaßliche Erlaubnis: Hier geht es ohne eine schriftliche Einverständniserklärung. Als Beispiel: Der Arzt schlägt vor, den Patienten zu überweisen und dieser stimmt zu. Damit ist er stillschweigend auch damit einverstanden, dass der Arzt Informationen über die Erkrankung an seinen Kollegen weitergibt.
  • Gesetzliche Auskunftspflicht: Krankenhäuser beispielsweise sind dazu verpflichtet, bestimmte Informationen an Krankenkassen weiterzugeben.
  • Rechtfertigender Notstand: Besteht eine Gefahr, die schwerwiegender ist als die Schweigepflicht, kann diese außer Kraft gesetzt werden. Merkt ein Sozialarbeiter beispielsweise, dass ein Kind vernachlässigt wird und sich in Gefahr befindet, darf er diese Information weitergeben.
  • Planungen für eine Straftat: Wenn zum Beispiel ein Patient seinem Psychologen eine Straftat ankündigt, darf dieser die Polizei verständigen.

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