Social Media Manager: Im Trendberuf Fuß fassen

Facebook, Twitter und Co. sind nicht mehr wegzudenken aus unserem Leben. Und das schon lange nicht mehr nur privat. Auch beruflich haben immer mehr Deutsche mit Social Media zu tun:

38 Prozent der Unternehmen in Deutschland führten laut einer Umfrage im Jahr 2014 Social-Media-Aktivitäten durch.

»Social Media hat in den letzten Jahren eine relevante Stellung in der Unternehmenskommunikation eingenommen und bietet Unternehmen Chancen mit ihren Kunden in Dialog zu treten, die es vorher nicht in dieser Dimension gab«, betont Vivian Pein, zweite Vorsitzende des Bundesverbands Community Management für digitale Kommunikation und Social Media e. V. (BVCM).

Social Media ist dabei wesentlich mehr als einfach nur ein weiterer Marketingkanal, grundsätzlich muss sich jedes Unternehmen überlegen, welche Ziele durch einen Einsatz von sozialen Medien unterstützt werden können. Mit ein bisschen spontanem Twittern und Posten auf Facebook ist es folglich nicht getan. So verwundert es nicht, dass Berufsbilder wie Social Media Berater und Community Manager aus dem Boden der Digitalisierung sprießen.

Der BVCM versteht sich als Berufsverband eben jener Social Media Professionals und möchte die Professionalisierung der Berufsbilder vorantreiben. Denn meist ist nicht wirklich bekannt, was ein Social Media Manager eigentlich macht:

»Der Social Media Manager ist der zentrale Akteur, der strategisch neue Wege der Kommunikation im Unternehmen eröffnet», erklärt die 33-Jährige.

Sein Hauptaugenmerk liegt darauf, einen strategischen Rahmen für die Unternehmungen zu schaffen und diesen weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bildet er die Schnittstelle zwischen allen beteiligten Bereichen – er plant, koordiniert, begleitet und überprüft sämtliche Maßnahmen. Für diese Arbeiten sind selbstverständlich Kenntnisse über Organisationsabläufe und ein strategischer Blick für Auswirkungen von Social Media für das Unternehmen ebenso wichtig wie ein solides Grundwissen in Marketing und PR, so Pein.

Interesse für die Kommunikation im Netz und die dazugehörigen Technologien gehören ebenfalls zum Profil des Social Media Managers.

»Persönlich braucht es eine gehörige Portion Empathie, eine stark ausgeprägte kommunikative Persönlichkeit, diplomatisches Geschick, Projektleitungsfähigkeiten und Durchhaltevermögen», fügt die Expertin hinzu.

Mit Persönlichkeit und Emotionen punktenWer über all das verfügt und den Einstieg schafft, habe gute Aussichten in der beruflichen Zukunft, schließlich werde das Thema Social Media immer stärker professionalisiert, einhergehend mit einem höheren Personalbedarf. Die multimediale Kommunikation liegt klar im Trend, das bedeute für die Unternehmen Bilder und Videos und vor allem echte Gesichter und Geschichten, Einblicke hinter die Kulissen sowie Gespräche mit Experten und Persönlichkeiten zu liefern, betont Pein.

Der Fokus muss auf Persönlichkeit, Authentizität und Emotionen liegen, denn

»Menschen wollen mit Menschen kommunizieren, mit ihnen fühlen, sich identifizieren können«, fügt die 33-Jährige hinzu.

Dove macht das seit Jahren mit der ›Campaign for real beauty‹ erfolgreich vor und auch von manchem Youtube-Star könnten Unternehmen das ein oder andere abschauen. Denn diese profitieren in hohem Maße von der scheinbar persönlichen Beziehung zu ihren Zuschauern.

Social Media Management liegt im Trend. Egal ob als ITler, Ingenieur, Wirtschafts-, Sozial- oder Kommunikationswissenschaftler – der Arbeitsmarkt bietet in diesem Bereich spannende und zukunftsweisende Möglichkeiten.

Eva Ixmeier

Dieser Text stammt aus der Feder von:

Eva Ixmeier

ixmeier(at)audimax.de
Telefon: 0911-23779 24

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