Weiterbildungsoptionen

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Weiterbildungsoptionen gibt es viele. Die IHK-zertifizierte Weiterbildung genießt ein hohes Ansehen.

Weiterbildung im Portrait: der Qualitätsmanager IHK

Nach der Schule eine Ausbildung zu absolvieren und anschließend jahrelang im selben Job tätig zu sein – das war einmal. Heute wird mit dem Ausbildungsabschlusszeugnis in Händen schon nach einer passenden Weiterbildungsoption Ausschau gehalten. Möglichkeiten gibt es dabei viele. Neben altbekannte Größe wie etwa die Weiterbildung zum Techniker oder Meister, reihen sich Angebote von Fernlehrgangsanbietern und Schulungsoptionen, die mit einem IHK-Abschluss winken. Wie es um die Weiterbildung in Deutschland bestellt ist und, was sich hinter dem Qualitätsmanager IHK verbirgt, verrät dieser Beitrag.

Weiterbildung in Deutschland: Zahlen, Daten und Fakten

Das Statistische Bundesamt hat im Jahr 2016 diese Zahlen veröffentlicht:

  • Berufliche Weiterbildung. 7.371 Erwerbspersonen gingen einer beruflichen Weiterbildung nach. Die meisten lebten in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg und waren über 45 Jahre alt. Vor allem Angestellte aus dem Dienstleistungsbereich absolvierten eine berufliche Weiterbildung.
  • Weiterbildung in Unternehmen. Vor allem im Finanz- und Versicherungssektor werden Weiterbildungen angeboten. 95,8 Prozent zählen hier zu den weiterbildenden Unternehmen. In der Textil- und Bekleidungsindustrie waren es die wenigsten – mit 53,4 Prozent an weiterbildenden Unternehmen. Auffällig ist auch diese Tendenz: Je mehr Mitarbeiter ein Betrieb hat, desto eher werden Weiterbildungsmaßnahmen angeboten.
  • Fortbildungsprüfungen der Wirtschaftsorganisationen. 63.744 Fortbildungsprüfungen in Industrie und Handel wurden abgenommen, 41.988 im Handwerk, 2.325 in der Landwirtschaft, 2.193 im öffentlichen Dienst, 5.301 in Freien Berufen und 276 in der Hauswirtschaft. In Summe macht das 115.830 Fortbildungsprüfungen über alle Branchen hinweg.
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Der Wächter der Qualität hat einen Namen: Er ist Qualitätsmanager. Während der Ausbildung lernt er viele Methoden und Werkzeuge kennen, um das geforderte „agile Qualitätsmanagement“ zu betreiben.

Weiterbildung ist in Deutschland breit gefächert. 51 Prozent folgen einer sogenannten non-formal education. Darunter fallen die betriebliche Weiterbildung (37 Prozent), die individuelle berufsbezogene Weiterbildung (9 Prozent) und die nicht-berufsbezogene Weiterbildung (12 Prozent). Andere folgen informellen Lernangeboten.

Themenspezial: Die Weiterbildung zum Qualitätsmanager IHK

Eine der zahlreichen Fortbildungsprüfungen der Wirtschaftsorganisationen ist die Weiterbildung zum Qualitätsmanager IHK. Warum gerade diese Ausbildung sich einer solch großen Beliebtheit erfreut, verrät ein Blick in den Lehrgangssteckbrief:

Aufgabenbereich QualitätsmanagerDer Qualitätsmanager ist der Hüter von Qualität und Professionalität. Er bewertet den eigenen Bereich oder das Unternehmen, in dem er tätig ist. Meist gibt es dabei nicht nur Positives, sodass nach der Bewertung auch Maßnahmen konzipiert und umgesetzt werden, die die Schwachstellen ausmerzen – meist mit dem Ziel, die Kundenzufriedenheit und den Erfolg des Betriebs zu steigern.
AusbildungsinhalteQualitätsmanagement (Grundlagen, Statistik, Anwendungsbeispiele, Methoden, Werkzeuge), Qualitätsmanagementsysteme, Qualitätsmanagement für Dienstleistungen, Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015, Rechtsgrundlage, Audits, Zertifizierungen, Total Quality Management, Prozessmanagement
KurskonzeptionDie Weiterbildung zum Qualitätsmanager IHK ist in ein Kurskonzept eingebettet, das vor allem für Mitarbeiter in Betrieben geeignet ist. Mitarbeiter, die mit dem Aufbau oder der Pflege eines unternehmerischen Qualitätsmanagements beauftragt werden, bekommen hiermit das passende Rüstzeug. Auch wer in der Fach- und Führungsriege aktiv ist, kann von der Weiterbildung zum Qualitätsmanager IHK profitieren. Die Weiterbildung zum Qualitätsmanager IHK ist in Teilzeit und Vollzeit möglich.
Bedeutung des AbschlussesWeiterbildungsoptionen gibt es viele, doch die Weiterbildung mit IHK-Zertifikat ist in der Personalbranche besonders beliebt. Der Grund: Die IHK gilt als versierte und angesehene Wirtschaftsorganisation, die für Qualität und Seriosität steht.



Aus den Fachpresse gibt es diesen Tipp: „Holen Sie den Qualitätsmanager ins agile Boot!“ Behandelt wird in diesem Beitrag das Problem des klassischen Qualitätsmanagements, das immer dann in der Kritik steht, wenn Qualitätsmanager als „Regel(weiter)geber, Regeladministratoren und Regeldurchsetzer“ fungieren. Die Folge ist ein Teufelskreis, in dem gegen das Qualitätsmanagement agiert wird oder inhaltslos versucht wird, die Mitarbeiter wieder ins System zurückzugeleiten. Wer hingegen die Profession in der Weiterbildung zum Qualitätsmanager IHK erhält, der wird sich auch gegen diese Kritiker inhaltlich und fachlich versiert wehren können. 

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Qualitätschecks gibt es in jedem Betrieb. Wer hier als Unternehmen proaktiv agiert, sorgt für Transparenz und Vertrauen bei den Kunden.

Ein Qualitätsmerkmal der Ausbildung ist im Übrigen die ISO 9001, nach der das Qualitätsmanagement heute agiert und das sogar international anerkannt ist, wie hier beschrieben wird:

 

„Über eine Million Unternehmen sind nach ISO 9001 zertifiziert. Ein Kernziel von ISO 9001 besteht darin, Vertrauen in die Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die von Ihrer Organisation / Ihrem Unternehmen bereitgestellt werden, und dadurch die Kundenzufriedenheit zu steigern. Bei der hier dargestellten DIN EN ISO 9001 handelt es sich um die deutschsprachige Fassung der QM-Norm.“


Erwähnt werden im selben Zusammenhang auch die Kernpunkte des Qualitätsmanagements:

  1. die interne Kommunikation
  2. das Verständnis der Prozesse
  3. die Steuerung der Prozesse

Neben diesen internen Zielsetzungen, gibt es auch Vorteile für die Außenwirkung des Unternehmens:

 

  • Das Angebot von zertifizierten Produkten und Dienstleistungen.
  • Der Nachweis der Anforderungen mithilfe eines Qualitätsmanagementsystems.
  • Die gekonnte Abwägung von Chancen und Risiken.
  • Die Möglichkeit, die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Ein Beitrag des externen Autoren Tobias Neubauer

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