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Wie du dich richtig für einen Minijob bewirbst

Ob als Servicemitarbeiter in der Gastronomie, Nachhilfelehrer oder Bürokraft - auch für einen Minijob musst du dich bewerben. So geht's

Minijob oder geringfügige Beschäftigung - Was bedeutet das eigentlich?

Einen Minijob zu haben, heißt: monatlich nicht mehr als 450 Euro zu verdienen. Für diese Einnahmen musst du - abgesehen von einem Eigenanteil von 3,9 Prozent zur Rentenversicherung - keine weiteren Steuern oder Sozialabgaben zahlen. Arbeitnehmer können allerdings beantragen, sich von diesem Eigenanteil befreien zu lassen.

Wie du dich für einen Minijob bewirbst

Deine Bewerbung sollte ein Anschreiben, einen Lebenslauf und relevante Arbeitszeugnisse enthalten. Bläh deine Bewerbungsunterlagen nicht unnötig auf! Du solltest dir dennoch Zeit für das Verfassen der Bewerbungsunterlagen nehmen, damit zeigst du, dass du großen Wert auf Sorgfalt legst, und das kommt gut beim Arbeitgeber an. Es kann aber durchaus auch vorkommen, dass vollständige Bewerbungsunterlagen verlangt sind.

Was dein Anschreiben beinhalten sollte:

  • Absender: Vor- und Nachname, Adresse, Telefonnummer (auch mobil) und E-Mail-Adresse 
  • Empfänger: Firma, Vor- und Zuname des Adressaten, Adresse
  • Datum
  • Betreff
  • Anrede
  • Einstieg
  • Selbstdarstellung
  • Verbindung zum Unternehmen
  • Schluss
  • Unterschrift
  • Anlagen: Lebenslauf, Zeugnisse

So baust du dein Anschreiben auf

Es sollte vier wesentlichen Bestandteile enthalten:

  1. Einleitung: Sie beginnt mit deiner Motivation, deinem stärksten Argument.
  2. Selbstdarstellung: Der zweite Teil ist die Selbstdarstellung. Hier verdeutlichst du, welche Stärken, Erfahrungen und Skills du mitbringst.
  3. Verbindung zum Unternehmen: Dabei geht es darum, einen Bezug zwischen dir und dem Unternehmen herzustellen und aufzuzeigen, warum du dich ausgerechnet dort bewirbst.
  4. Schluss: Hier bedankst du dich für das Interesse und hebst hervor, dass du dich über ein persönliches Gespräch freust.

Achte darauf, dass dein Anschreiben keine Rechtschreibfehler enthält. Bitte am besten einen Familienmitglieder oder Freunde, nochmal einen Blick darauf zu werfen und es auf Fehler zu überprüfen. Außerdem sollte das Anschreiben speziell auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten sein: Massenschreiben werden oft aussortiert!

Was in deinen Lebenslauf gehört

Dein Lebenslauf sollte folgende Inhalte widerspiegeln:

  1. Persönliche Daten: Name, Geburtstag/-ort, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail
  2. Familienstand und Staatsangehörigkeit
  3. Beruflicher Werdegang: aktuelle Position zuerst
  4. Schul- und Ausbildung: auch Wehr- oder Ersatzdienst
  5. Praktika
  6. Qualifikationen: Weiterbildung, Zertifikate, Sprachen
  7. Interessen: Mitgliedschaften/Hobbies, soziales Engagement
  8. Ort, Datum, Unterschrift

So stellst du eine unverbindliche Anfrage für einen 450-Euro-Job

Auf der Suche nach einem Minijob kannst du auch in Restaurants oder Geschäften direkt vorbeischauen und nachfragen, ob akteulle Mitarbeiter gesucht werden. Meistens stehen die Chancen gut, so auch auf Stellen aufmerksam zu werden, die vielleicht noch gar nicht ausgeschrieben sind. Nimm dafür immer gleich deine Bewerbungsunterlagen in Form einer Kurzbewerbung mit. Die Kurzbewerbung besteht nur aus einem Lebenslauf und einem Anschreiben und dient als eine Art Auftakt. Denn durch die Kurzbewerbung bekommt der Personaler einen ersten Eindruck von dir, deiner Motivation und deiner Eignung. Wenn du sein Interesse geweckt hast, wird er dich kontaktieren oder umfangreichere Unterlagen anfordern.

Hier findest du Minijobs

In Deutschland gibt es mehr als sieben Millionen Minijober, sie sind aus etlichen Branchen gar nicht mehr weg zu denken! In der Tageszeitung und auch online wirst du etliche Stellen finden - zum Beispiel für Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Privathaushalte, Büro, Veranstaltungen sowie soziale und medizinische Einrichtungen.

Deine Rechte als Minijobber

  • Urlaub: Minijober haben einen Anspruch auf bezahlten Urlaub, er beträgt bei einer 6-Tage-Woche 24 Tage im Jahr. Dein Urlaubsanspruch wird auf die Anzahl der Tage umgerechnet, die du arbeitest.

  • Krankheitsausfall: Wenn du als Minijober krank wirst, ist dein Arbeitgeber dazu verpflichtet, dich bis zu sechs wochen weiterhin zu entlohnen. Mit dem dritten Fehltag musst du dir in jedem Fall eine Bescheinigung vom Arzt ausstellen lassen.

  • Kündigung: Minijober haben normalerweise eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Ende jedes Kalendermonats oder zum 15. eines Monats. Die fristlose Kündigung ist davon ausgenommen.


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