Martin
@DKMS

Vorbild Martin: Student und #LebensSpenderFinder

Martin Granzow-Emden ist einer von drei jungen Erfindern der Kampagne #LebensSpenderFinder, die sich an junge Unterstützer richtet, beispielsweise Studenten. Es soll erreicht werden, dass bereits registrierte Spender in ihrem Umfeld Aktionen organisieren und so Menschen für das Thema Stammzellspende sensibilisieren und zum Registrieren motivieren.

Der 23-jährige kommt aus Stuttgart und studiert dort an der Hochschule der Medien. Zur Zeit absolviert er ein Praxissemester in der Sportredaktion des SWR. Im Rahmen eines Videoprojekts hatte er im dritten Semester die Aufgabe, soziales Engagement in der Gesellschaft zu beleuchten. Doch anstatt darüber zu berichten, was andere Menschen oder Organisationen tun, wollte der Student etwas Eigenes auf die Beine stellen.

»Dabei dachten wir uns, dass es interessanter wäre, selbst aktiv zu werden, anstatt nur über eine bestehende Aktion zu berichten“, erinnert sich Martin. »Wir organisierten also kurzerhand selbst eine Typisierungsaktion an unserer Hochschule und filmten diese für den Kurs.«

Viel wichtiger als das finale Video war sicherlich, dass auf der Aktion 181 neue potentielle Stammzellenspender registriert wurden. Studieren und dabei Gutes tun – zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen …

»Der Aufwand, die Aktion vorzubereiten, hielt sich in Grenzen, da wir von der DKMS gut unterstützt wurden«, erzählt Martin. »In Anbetracht der kurzen Vorbereitungszeit und des kleinen Teams war es trotzdem eine große Herausforderung, alles bis zum eigentlichen Tag der Registrierungsaktion zu schaffen.«

Der Einsatz hat sich gelohnt, denn damit ist Martin zum #LebensSpenderfinder geworden. Inzwischen hat es unter den 181 registrierten Spendern bereits einen Treffer gegeben, der erste bzw. die erste Spender/in ist von der DKMS kontaktiert worden, weil seine/ihre Gewebemerkmale mit denen eines Patienten zusammenpassen.

Das komplette Interview gibt es hier zu lesen: https://mediacenter.dkms.de/news/sp-martin/

Im Kampf gegen Blutkrebs zählt jeder Einzelne!

Doch auch wenn jeder von uns der passende Stammzellspender für einen an Blutkrebs erkrankten Menschen sein könnte, ist die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich zu spenden, nicht bei jedem Menschen gleich hoch. Wir erklären, warum besonders junge Unterstützer so wichtig sind:

Der Jugend gehört die Zukunft! Diesen Satz hört man häufig und auch bei der Suche nach dem richtigen Stammzellspender ist diese Aussage treffend. Doch wie und warum kommt die DKMS auf die junge Zielgruppe? Mit einem Satz zusammengefasst: Um noch mehr Patienten helfen zu können! Für die Stammzellspenderdatei ist es am wichtigsten, für möglicht alle Patienten ihren „genetischen Zwilling“ zu finden. Da aber allein Deutschland immer noch jeder zehnte Patient keinen passenden Spender findet, muss die Datei wachsen, es müssen also mehr Spender her. Am Ende geht es um das richtige Match, also der Übereinstimmung der HLA-Merkmale.

Weitere Faktoren spielen eine wichtige Rolle

Es gibt aber noch viele weitere Faktoren, die darüber entscheiden, ob jemand Stammzellen spendet oder nicht. Zum Beispiel bleibt jemand, der sich bereits mit 17 Jahren registrieren lässt, länger in der Datei aktiv als jemand mit 55 Jahren. Denn mit dem 61. Geburtstag steht man dem weltweiten Suchlauf nicht mehr zur Verfügung. So ist das Zeitfenster, in dem man zur Spende aufgerufen werden kann, für einen jüngeren Menschen natürlich deutlich größer. Weitere Faktoren sind beispielsweise Vorerkrankungen und der allgemeine körperliche Zustand. Da jüngere Spender hier statistisch gesehen besser abschneiden – aufgrund weniger Vorerkrankungen, besseren körperlichen Allgemeinzustandes – als ältere, werden diese oft bevorzugt, falls der behandelnde Arzt mehr als einen kompatiblen Spender zur Auswahl hat.

Fakt ist: Junge Leute sind besonders wichtig für die DKMS!

Um diese Zielgruppe zu erreichen, hat die DKMS eine neue Kampagne veröffentlicht: #LebensSpenderFinder. Die Idee dahinter: Überall sind junge Menschen, die anderen mit einer Stammzellspende eine neuen Chance auf Leben schenken könnten. Und dafür braucht es junge Leute, die genau diese Personen finden. Beispielsweise mit einer Aktion an einer Uni, Schule oder im Sportverein, bei der sich viele neue potentielle Stammzellspender registrieren können.

»Ziel der Kampagne ist es, die Zielgruppe dazu aufzurufen, aktiv zu werden und sich im Kampf gegen Blutkrebs zu engagieren«, erklärt Susanne Klier, Marketing-Leiterin bei der DKMS. »Mit der Organisation einer eigenen Registrierungsaktion ermöglichen wir den Studenten, etwas richtig Gutes zu tun: Gemeinsam mit ihren Freunden möglichst viele neue LebensSpender für Blutkrebspatienten weltweit zu finden.«

Die Zielgruppenansprache erfolgt dabei  in einem zweistufigen Prozess.

  1. Zunächst soll die Kampagne für das LebensSpenderFinder-Programm Awareness generieren: mit Hilfe von Out of Home Präsenzen innerhalb des Uni-Campus sowie Präsenz in Unimagazinen. Zudem soll in den (Social) Media Kanälen der DKMS eine hohe Reichweite erzielt werden.
  2. Möchte der Spender eine Registrierungsaktion organisieren, erfolgt eine direkte, individuelle Unterstützung durch unsere Mitarbeiter in der Spenderneugewinnung.

Wer eine Aktion organisieren möchte, kann sich direkt per E-Mail unter lebensspenderfinder@dkms.de an die DKMS wenden. Eine Aktionsbetreuer der DKMS wird sich dann zurückmelden.

Weiter Informationen: dkms.de/lebensspenderfinder

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Ein Gastbeitrag der DKMS

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