Holger Stegert von der TU Braunschweig im MINTerview

Holger Stegert, Geschäftsführer der Fakultät für Elektro-, Informationstechnik und Physik der TU Braunschweig, erzählt, warum jeder MINT-Beruf Zukunft hat.

Holger Stegert, Geschäftsführer der Fakultät für Elektro-, Informationstechnik und Physik der TU Braunschweig

Woher rührt Ihre Beigeisterung für Elektrotechnik?

Wir alle haben mit Inhalten der Elektrotechnik (ET) ständig zu tun – tagtäglich und bewusst oder unbewusst. Es will wohl niemand mehr auf die vielen Hilfen in unserem täglichen Leben verzichten. Man könnte sich sogar fragen, wäre unsere Gesellschaft ohne ET überhaupt überlebensfähig? (Ohne Handy, ohne elektrisches Licht, ohne Heizung, ohne Datenverarbeitung, ohne PC, ohne warmes und sauberes Wasser, ohne Fernsehen, ohne Musik (jedenfalls ohne „plugged“ Musik), die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Es ist faszinierend, in einem Bereich tätig zu sein, der in jedem technischen Entwicklungsschritt unserer Gesellschaft immer enthalten ist und das auch in Zukunft. Das begeistert mich genauso wie die Vielfalt der Anwendungsmög-lichkeiten von Elektro- und Informationstechnik. 

Wie war Ihre Zeit als Student?

Eine ganz wichtige Zeit der persönlichen Entwicklung. Natürlich wusste ich vor Studienbeginn  sowieso schon alles – und das besser – als die Lehrenden. In einigen Phasen des Studiums wusste ich dann eher gar nichts mehr, außer das ich sicher war, sowieso nur rein theoretisches und im späteren Berufsleben ü-berhaupt nicht zu Gebrauchendes lernen zu müssen. Na ja, man entwickelt sich eben und irgendwann kam die Erkenntnis, so ganz ohne Sinn und Verstand sind die Studieninhalte wohl doch nicht und evtl. kann man damit schon etwas anfangen. Wenn ich heute zurückblicke (ein Blick zurück über mehr als 25 Jahre) weiß ich, dass ich viele Bestandteile mei-ner Studieninhalte, ergänzt um die berufliche Praxis, natürlich anwende. Meine Studentenzeit war im Übrigen besonders auffällig von ganz anderen Inhalten bestimmt, als ich sie heute zu vertreten habe. Aber ohne meine Grundlagen könnte ich die Funktion als Geschäftsführer einer Ingenieurfakul-tät sicher weniger gut in den verwaltungsspezifischen Fragen wahrnehmen.  

Wo haben Sie studiert?

An der Nds. Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Hildesheim, FB Allgemeine Verwaltung.

Haben Sie eine besonders schöne Erinnerung aus dieser Zeit?

Im Laufe der Jahre verschwimmen die Erinnerungen etwas. Dramatische Erin-nerungen an besonders gute oder auch schlechte Erfahrungen sind mir nicht mehr präsent. So aufregend war diese Zeit dann wohl doch nicht. Es geht mir aber bis heute so, dass ich mich auf bestimmte Sachverhalte besonders inten-siv vorbereite und mich dann auch ebenso besonders freue, wenn das Er-gebnis so ist, wie erhofft. Das hat sich so tatsächlich erst in meiner Studienzeit entwickelt und zwar bei Prüfungsvorbereitungen. Wenn das Prüfungsergebnis dann so war wie erhofft (war aber zugegeben nicht immer so…) kam so ein Gefühl von innerer Zufriedenheit – das habe ich bis heute.   

Warum haben Sie sich entschlossen Informatik/Mathematik zu studieren?

Meine Studienrichtung war Verwaltung und Rechtspflege an der FH. Erst spä-ter als Mitarbeiter im Präsidialbüro der TU Braunschweig sind noch einige Inhal-te aus Politik, Geschichte und Soziologie hinzugekommen. Auf die Idee, Ma-the oder Informatik oder gar ein Ingenieurstudium zu absolvieren, bin ich da-mals überhaupt nicht gekommen. Heute würde ich das wahrscheinlich ernst-hafter in Erwägung ziehen, ob ich mich anders entscheiden würde, weiß ich aber nicht. Bei der Studien- und Berufswahl spielt das eigene „Bauchgefühl“ eine große Rolle. Oder anders: Erfolg und Zufriedenheit im Berufsleben hängen mit Sicherheit von sehr viel mehr Faktoren ab, als von der Wahl des erlernten (studierten) Berufsbildes. Ich bedauere meine Entscheidung von damals nicht, die Ent-scheidung war richtig, denn es war und ist meine Entscheidung.  

Was hat Sie daran gereizt an die Universität und nicht in die Wirtschaft zu gehen?

Mein Studienhintergrund legt eine Verwendung im öffentlichen Dienst nahe, eine Verwendung in der Wirtschaft wäre zwar auch denkbar gewesen – eine Zeit lang war ich z.B. auch in einer Industrie- und Handelskammer beschäftigt –eine reine Wirtschaftstätigkeit (obwohl ich auch noch eine kaufmännische Berufsausbildung vorweisen kann) stand aber irgendwie nie wirklich zur Dispo-sition. Ganz unspektakulär gesagt: Das Angebot der TU Braunschweig kam zum richtigen Zeitpunkt. Anscheinend waren meine Chefs ganz zufrieden mit mir und ich bin es bis heute (26 Jahre lang).   


Wie sind Sie auf die MINT Initiative Zukunft schaffen aufmerksam geworden?

Schon seit langer Zeit beschäftigt uns in den Ingenieurfakultäten die Tatsache, dass leider viel zu wenig Schülerinnen und Schüler ein naturwissenschaftlich / technisches Studium beginnen. Mit ist die Beschäftigungsstruktur z.B. in der E-lektrotechnik in Deutschland und in Europa lange schon bekannt (über die Hälfte aller Beschäftigten scheiden in den nächsten Jahren aus Altersgründen aus dem Beruf aus und es kommen zu wenige nach). Deshalb machen wir (das sind auch die Kollegen in anderen Universitäten) bereits seit Jahren mas-siv Werbung – auch schon vor der MINT- Initiative. Mit der Initiative sehen wir uns bestätigt und freuen uns, unsere Bemühungen auf noch breiterer Basis voranbringen zu können. Aufmerksam geworden bin ich aus vielen Veröffent-lichungen zum Thema und aus meiner Berufspraxis.   Sind Sie MINT-Botschafter? Ja, natürlich und aus Überzeugung!  Was begeistert Sie an der MINT Initiative? Es ist eine der Möglichkeiten – und eine sehr gute dazu – mathematisches, na-turwissenschaftliches und technisches Interesse zu wecken und mit konkreten Berufsbildern in Verbindung zu bringen. Der Fachkräftemangel ist dabei ei-gentlich nur Mittel zum Zweck. Klar ist, dass auch ohne diese Akutsituation die MINT-Inhalte wesentlich für die Entwicklung unserer und letztlich jeder Gesell-schaft sind. Wenn es mit MINT gelingt, diese Botschaft besser zu verdeutlichen, umso besser. 

Wie schlimm wird uns der Fachkräfte Mangel, der von Experten für das Jahr 2015 mit 8.000 fehlenden Absolventen veranschlagt wird treffen? Was für Konsequenzen hat die-ser Fachkräftemangel im Bereich Elektrotechnik?

Leider sehr schlimm! Wie schon angedeutet, scheiden in den nächsten Jah-ren gut die Hälfte der Beschäftigen in der Elektrotechnik in Deutschland (nicht nur aber eben auch Ingenieurinnen und Ingenieure) aus Altersgründen aus dem Berufsleben aus. Es geht damit einmal ein erheblicher Wissensverlust ein-her, wenn ausscheide Fachkräfte vorhandenes Wissen mangels konkret vor-handener Nachfolger nicht weitergeben können. Selbst wenn die Rente mit 67 zu einer gewissen Verlängerung der Beschäftigtenzeit führen sollte, kann der Bedarf an Nachwuchskräften nicht vollends gedeckt werden. Das meint zunächst nur Ersatz der ausscheidenden Personen – da ist noch kein Mehrbe-darf für kommende Aufgaben eingerechnet. Denken Sie nur an die vielen Fragestellungen z. B. in der Energietechnik (Stromerzeugung, Transport, Spei-cherung, verlässliche, Verfügbarkeit benötigter, umweltverträglich erzeugter Strommenge an jedem Ort zu jeder Zeit).. und..  und. Wenn es nicht genug E-Technikerinnen und E-Techniker gibt, könnte doch auf andere Berufssparten zurückgegriffen werden. Im Prinzip schon, aber die gibt es ja nun leider auch nicht hinreichend. Übrigens bedauerlicherweise auch nicht im benachbarten Ausland. Im Ergebnis ist die Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen noch über Jahre beträchtlich höher als das Angebot. Da bekanntlich Ange-bot und Nachfrage wesentliche Faktoren für die Regelung des Preises an ei-nem Markt sind, wird jedenfalls erst einmal der Wettbewerb um Absolventin-nen und Absolventen zunehmen. Klar ist dabei auch, dass die Gesamtnach-frage nicht erfüllt werden kann. Für mich ist relativ ergebnisoffen, wer leer ausgeht.  

Wie, denken Sie, könnten man Abiturienten dazu bewegen, sich häufiger für einen MINT Studiengang zu entscheiden? Und können Studenten Ihrer Meinung nach hier mitwirken?

An unserer Fakultät sind Studenten längst als Botschafterin und Botschafter tätig. Das Gespräch Student(in) /Schüler(in) findet in Schulen genauso statt wie bei uns in der Fakultät. Studenten besuchen – oft die eigene ehemalige – Schule und stellen „ihr“ Studium vor. Schulklassen (Leistungskurse) sind in der Fakultät zu Gast und hören und erleben von Professoren und Studenten glei-chermaßen vorgestellt Möglichkeiten und Inhalte der Studienprofile. Studen-ten sind auch als Begleiter für Schülerinnen und Schüler bei Schnupperkursen in der Fakultät tätig. Außerdem betreibt die Fakultät gemeinsam mit den Nachbarfakultäten der TUBS eine sehr intensive Präsenz auf großen Schülerin-formationsmessen. Uns gegebene Rückmeldungen über die Intensität und Qualität der Gespräche und Beratungen zeigen, dass wir auch weiterhin en-gagiert bleiben werden. Nur: Das hat alles rein personelle Grenzen. Mehr als das, was wir ohnehin schon anbieten, können wir über längere Zeit nicht leis-ten. 

Das heißt, es sind mehr und verschiedene Aktivitäten notwendig, die heraus-ragend guten Perspektiven von MINT-Studiengängen zu vermitteln.

Ich bin mir sicher, dass sach- und fachkundige Aktionen unterschiedlicher Absendern (nicht nur Universität oder Schule) hilfreich sein werden, MINT populärer zu machen. Wirtschaft, Industrie und die Politik haben Handlungsbedarf erkannt und die aktuelle Arbeitsmarktsituation – z. B. haben schon seit einigen Jahren Absolventinnen oder Absolventen unserer Fakultät keine nennenswerten Probleme, in den Arbeitsmarkt zu gelangen – schafft eigene Gesetzmäßigkeiten. Das heißt, Schülerinnen und Schüler sehen selbst Belege für den Bedarf an MINT-Absolventinnen und Absolventen. Alle Maßnahmen etc. zusammen zeigen auch Wirkung, allerdings erst mit einer großen Zeitversetzung. Die Studenten-zahlen steigen zurzeit etwa in der Elektrotechnik wieder an, aber bis dieser Trend am Arbeitsmarkt ankommt, werden einige Jahre ins Land gegangen sein, leider!  

Was macht das Studium ganz besonders spannend und die Berufsaussichten hervorragend?

Alle MINT-Studiengänge befassen sich mit Fragen und Inhalten, die wesentlich für die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft im Kontext der Natur und Umwelt sind. Das ist eigentlich schon spannend genug – erlaubt ist aber auch zu sagen: MINT allein ist für die Entwicklung der Gesellschaft nicht hinreichend. Es wäre eine armselige Perspektive, hätten wir eine Gesellschaft, in der etwa die  Sozial-, Geistes- und Erziehungswissenschaften, Kunst- und Kulturwissen-schaften keine Rolle spielten.  In den MINT-Fächern werden die Grundlagen der Mathematik und der Naturgesetze vermittelt. MINT-Fächer sind damit universell (natürlich in gewissen Abstufungen je nach Gebiet). Die Spezialisierungen (Vertiefungen) bauen auf der universellen Grundlage auf – MINT befasst sich immer mit Mathe und Naturgesetz und z.B. Ingenieurrichtung. MINT ist damit immer vielseitig und sehr flexibel. Die Möglichkeiten für Anwendungen der Mathematik und Physik mit einer Ingenieurrichtung sind so vielfältig, dass sie nur in einer sehr, sehr langen Liste beschreibbar sind. Die Berufsaussichten sind extrem gut, weil MINT-Absolventinnen und Absolventen äußerst knapp und damit wertvoll sind. Dazu kommt, dass noch lange nicht alle wesentlichen Fragestellungen gelöst sind und mehr noch, beinahe jede gelöste Frage wirft neue Fragestellungen auf. Die Perspektiven bleiben deshalb lange Zeit sehr gut.  

Was würden Sie Studenten raten wenn es um Zukunftsperspektiven geht? Welche Bereiche und Spezialisierungen werden in Zukunft  im Bereich Elektrotechnik sehr gefragt sein? Mein Rat ist, nach dem „Bauchgefühl“ Vertiefungen zu wählen, also die eige-nen Vorstellungen in Vertiefungen umzusetzen.

Es gibt keine Richtung, die in den nächsten Jahren nicht nachgefragt sein wird. Meine Standardantwort an Studenten bei uns ist, Studienerfolg vorausgesetzt, Vertiefungsrichtung dabei eher nachrangig, wird sich Karriere wohl kaum vermeiden lassen. Allerdings vielleicht nicht zwingend vor der eigenen Haustür. Warum geht das? Elektrotechniker sind so flexibel ausgerichtet, dass ein z.B. Energietechniker(in) genauso gut als Messtechniker(in) für Fragen der Leistungselektronik einsetzbar ist usw. 

Wie steht es mit Persönlichkeitsmerkmalen? Was für Eigenschaften muss man mitbringen, um in der Branche erfolgreich zu sein?

Spaß daran haben, sich Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Elektro-techniker(innen) lernen systemisch zu denken und sind auch deshalb flexibel einsetzbar. Elektrotechniker (innen) lernen Abstraktionsebenen in Problemstel-lungen für sich abzubilden und sich Problemlösungen in dieser Weise zu nä-hern. Das braucht neben dem „Biss“ so arbeiten zu wollen, auch ein gewisses Maß an Ausdauer und Geduld. Ein weiters Wesensmerkmal ist, bereit zu sein, im Team zu arbeiten aber auch die Bereitschaft, Verantwortung und Ent-scheidungskompetenz tragen zu wollen. Elektrotechniker sind oft mit Leitungskompetenz ausgestattet und können damit auch umgehen.  

Wohin geht der Trend in der Elektrotechnik? Welche Forschungsschwerpunkte werden sich in naher Zukunft ergeben/sind besonders spannend?

Fragestellungen der Elektromobilität (nicht nur für Elektroautos) werden sicher von Bedeutung bleiben. Wo wird wann für wen verfügbar zu welchen Preisen Strom produziert, gelagert, transportiert usw. ist eine spannende Frage. Wie sehen Halbleiter von übermorgen aus (Silizium oder andere Materialien) und was können die. Welche Form und welche Leistung zu welchem Preis haben die Fernsehgeräte (Displays) von übermorgen. Was kommt nach der LED-Technik als Ersatz für die Glühbirne. Fahren Autos künftig ganz allein. Welche Schritte in der Kommunikationstechnik werden erreicht –etwa Mein Telefon versteht meine Sprache und übersetzt mich sofort mit meiner Stimme in eine beliebige ausländische Sprache. Es ließen sich Seiten und Seiten mit span-nenden Themen füllen. Klar ist, auch in der ET: Kleiner, leistungsfähiger, preiswerter, kostengünstiger und damit einfach in der Herstellung bei hoher Qualität – wie in jeder techno-logisch orientierten Sparte, dass sind die generellen Trends. Welche Ideen sich dabei durchsetzen werden, ist eine der spannenden Fragen.   Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet? Als Geschäftsführer einer sehr forschungsorientierten und erfolgreichen Fakul-tät lerne ich – wirklich! – beinahe täglich Neues aus den Forschungsaktivitäten der Institute. Das für mich absolut Faszinierende ist genau das! Fortwährend etwas Neues – nicht immer die „Riesenerfindungen“ sondern Weiterentwick-lungen von Bestehendem aber auch durchaus ganz Neues. Das Gebiet ist einfach extrem lebendig und man sieht einfach das Engagement, mit dem ja immer wieder auch nachwachsende Generationen von Wissenschaft-ler(innen) die hervorragenden Arbeitsbedingungen in den Instituten für „Neu-es“ nutzen.   An was arbeiten Sie aktuell? Als Geschäftsführer ist es eine meiner Aufgaben, die Leistungsfähigkeit der Fakultät in Forschung und Lehre mit zu vermarkten und damit einen (kleinen) Beitrag zu leisten, uns interessant zu halten. In der Verwaltung einer Fakultät mit 1.500 Studenten, 32 Professorinnen und Professoren sowie 200 weiteren Beschäftigten sowie 150 aus zusätzlichen Forschungsgeldern beschäftigten Nachwuchskräften ergeben sich für unser Team Aufgaben täglich in gewisser eigener Gesetzmäßigkeit. Leider bleibt deshalb wenig Freiraum für eigene Schwerpunktsetzungen. Ich könnte auch sagen, der gewählte Job ist das woran ich aktuell arbeite und ich tue das sehr gern.   

10.03.2015
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Otto fragt: "Um Mint-Berufe ausüben zu können, muss ich doch ein Mathegenie sein und Frauen lerne ich dort auch nicht kennen, oder?" 

 

Dr. Ellen Walther-Klaus, Geschäftsführerin 'MINT Zukunft schaffen', antwortet:

»Beides stimmt definitiv nicht! Allerdings sollte man die vier Grundrechenarten beherrschen und integral- und differentialrechnung sowie etwas Vektorrechnung sollte man schon können. nur glaube ich nicht, dass dies mehr Anforderungen stellt als eine Sprache zu erlernen – und dabei meine ich nicht, um Konversation machen zu können, das kann man eh nur richtig nach einem Aufenthalt im lande, sondern ihre Grammatik, ihre Semantik …

Mathematik sind aber auch nicht die Rechenverfahren. Mathematik ist die Sprache, in der wir uns Vorstellungen, Modelle von der uns umgebenden natur machen. Sie erfasst Modelle der aus der natur für uns abgeleiteten technik, wie zum Beispiel elektrischer Strom mit Begriffen aus ›dem Strom, dem Fluß‹ beschrieben wird. hier setzt das Verständnis dafür ein, was diese Modelle leisten und was nicht, wo ihre Grenzen sind.

Und was die Mädels angeht: ihre Zahl in Mathematik und Naturwissenschaften steigt stetig an!«

Dr. Ellen Walther-Klaus, Geschäftsführerin

MINT Zukunft schaffen