Junger Mann springt über Schlucht
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Gap Year – Pause tut immer gut!

Du hast gerade dein Abitur gemacht und weißt noch nicht so recht was du nun machen sollst? Studieren oder nicht, ausziehen oder nicht… Mach doch einfach ein Gap Year! Infos rund um dieses Thema liest du bei uns.

Gap Year – was ist das?

Einfach mal dem gewohnten Alltag entfliehen und Neues kennenlernen – genau das bietet dir ein sogenanntes ›Gap Year‹, ein ›Lückenjahr‹. Wenn du zwischen zwei Lebensabschnitten stehst, kannst du durch diese Möglichkeit Orientierung finden, die Welt bereisen, andere Sprachen und Menschen kennenlernen. Das Gap Year ermöglicht es dir, dich auszuklinken, über deine Träume und Ziele nachzudenken und Verschiedenes auszuprobieren.

Ein Gap Year hilft dir folgende Fragen zu beantworten:

  • »Was möchte ich?«

  • »Welche Möglichkeiten gibt es für meine Zukunft?«

  • »Was kann ich besonders gut?«

  • »Was interessiert mich?«

  • »Was macht mich glücklich im Leben?«

Gap Year – wichtige Fragen an dich selbst

  • Was möchte ich? Was ist mein Ziel? Überlege dir, was du durch das Gap Year erreichen möchtest: Deine Persönlichkeit weiterentwickeln, neue Sprachen lernen, Selbstbewusstsein gewinnen und auch ein besserer Blick auf die Zukunft sind nur ein Teil dessen, was du während eines solchen Jahres erreichen kannst.

  • Finanzierung: Es ist auch wichtig, dass du dir überlegst, wie du dein Gap Year finanzierst. Machst du verschiedene Praktika, um Erfahrung zu sammeln, ist dieses Problem vermutlich geringer. Gehst du aber ins Ausland, um dort tolle Sachen zu erleben, ist es wichtig, finanziell abgesichert zu sein. AuslandsBAföG oder Kredite können dich hierbei unterstützen. Die Frage der Finanzierung solltest du dir rechtzeitig stellen, um genug Zeit für eine genaue Planung zu haben.

Gap Year – diese Varianten gibt es

  • 1. Variante: Ausland
    Neue Kulturen kennenlernen und darin Erfahrungen sammeln ist für viele der Grund für einige Zeit ins Ausland zu gehen.

    Ein System dafür ist ›Work and Travel‹. Du bereist ein fremdes Land, übst dort Jobs aus und erkundest durch den verdienten Lohn das Land. Viele zieht es hierfür in Länder wie Australien oder Kanada. Oft bedeutet Work and Travel aber harte Arbeit, um genug Geld zu verdienen. Ein positiver Aspekt ist, dass du tolle Einblicke in die Arbeitsweise fremder Kulturen erhalten kannst.

    Eine Gastfamilie im Haushalt unterstützen und sich um deren Kinder kümmern, ist eine weitere Möglichkeit eines Aufenthalts im Ausland: Als Au-Pair. Oft besuchen Au-Pairs Sprachkurse und erhalten neben freier Verpflegung auch etwas Taschengeld. Gegen die Erwartungen vieler werden aber auch an einen Au-Pair einige Bedingungen gestellt: gute Sprachkenntnisse und ein Schulabschluss sind Teil davon.

    Durch den täglichen, intensiven Kontakt mit deiner Gastfamilie dauert es oft nicht lange bis du deren Sprache sehr gut beherrscht. Außerdem sammelt man wertvolle Erfahrungen für das spätere Leben und wird selbstständiger und pflichtbewusster.

    Durch das Volunteering hast du die Möglichkeit, dich sozial zu engagieren und gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Du erhältst zwar keine Vergütung, diese Programme ermöglichen dir jedoch den Aufenthalt an sehr besonderen Orten dieser Welt und sorgen für deine Betreuung.

  • 2. Variante: Praxiserfahrung sammeln
    Ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) heißt, sich für Mitmenschen und die Gesellschaft einzusetzen. Anerkannte Träger wie Vereine oder Schulen bieten dies häufig gegen Vergütung an. Im Bereich Umwelt- und Naturschutz gibt es das sogenannte freiwillige ökologische Jahr (FÖJ).

    Der Bundesfreiwilligendienst, oft Bufdi genannt, gibt jungen Leuten seit 2011 die Möglichkeit, Erfahrungen im Zivildienst zu sammeln. Auch hier unterstützt du unterschiedliche Einrichtungen und Projekte.

    Ein Praktikum ist eine gute Idee für diejenigen, die bereits eine grobe Vorstellung haben von dem, was sie später einmal beruflich machen wollen. Du kannst dadurch Berufe näher kennenlernen und herausfinden, was zu dir passt. Außerdem gewinnst du einen ersten, wichtigen Einblick in den Arbeitsalltag. Achte darauf, dass du das Praktikum lange genug absolvierst, um richtige Einblicke in die Arbeit zu erlangen. Du lernst dadurch auch, Verantwortung für eigene Aufgaben und Projekte zu übernehmen und siehst wie es für dich ist, Teil eines Teams zu sein.

  • 3. Variante: Studium Generale
    Hierdurch kannst du herausfinden, was du studieren möchtest und ob dir das Lernen an Universitäten oder Fachhochschulen gefällt. Diese Möglichkeit umfasst Lehrveranstaltungen, die öffentlich zugänglich sind. Es soll dir helfen, dich bei deinem Studium zu orientieren und soll eine Entscheidungshilfe sein.


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