Nach dem Abi ins Ausland

Abistress endlich vorbei? Jetzt erstmal das Weite suchen? Dann hau doch einfach ab! Die pure Abwechslung findest du im Ausland. Also dann: Kofferpacken! Unser Kaleidoskop der Möglichkeiten von Au-Pair bis Studium.

Als was nach dem Abi ins Ausland?
leremy/fotolia.com

Was bedeutet Au-Pair?

Du bist – meistens ein Jahr – Familienmitglied auf Zeit: In deiner Gastfamilie erlebst du authentisch den Alltag einer fremden Welt: Mit Kindern, Haushalt und allem, was dazu gehört. Du lebst mit deiner Gastfamilie unter einem Dach, lernst deren Kultur kennen und perfektionierst deine Sprachkenntnisse. Du übernimmst für eine bestimmte Stundenanzahl pro Woche die Betreuung der Kids und leichte Hausarbeiten. Als Gegenleistung wohnst und isst du bei deiner Gastfamilie und kriegst Taschengeld, oft ist ein Sprachkurs integriert. Freizeit und Sprach-Lern-Zeit hast du, wenn die Kids in der Schule oder im Kindergarten sind.

Passt zu dir, wenn Kinder bei dir keine Allergien auslösen und du dir zutraust, dich in ein bestehendes Familiensystem zu integrieren.

Bingo-Faktor: Mehr ›Alltag hautnah‹ im Ausland geht fast nicht!
 

Was heißt Work & Travel?

Du verbindest Reisen und Arbeiten: Du bereist ein Land intensiv mit vielen verschiedenen Zwischenstopps und verdienst dir einen Teil der nötigen Kohle dafür mit Gelegenheitsjobs. Australien, Neuseeland und Kanada sind die ›Dauerbrenner‹. Denn für sie gibt es das ›Working Holiday Visum‹, mit dem man bis zu einem Jahr im Land bleiben und jobben kann: Kellnern, Feld-, Farm- und Erntearbeiten oder Jobs in der Tourimus-Industrie - die Auswahl an Jobs ist groß, allerdings musst du dich auch dahinterklemmen, einen zu ergattern. Grundsätzlich kannst du in allen Ländern, in denen die Visabestimmungen vorsehen, dass du einen bezahlten Job annehmen darfst, Work & Travel machen.

Passt zu dir, wenn du dich selber einigermaßen organisieren kannst und keine beständige Anlaufstelle brauchst.

Bingo-Faktor: Freiheit! Wie viel work & wie viel travel – it’s up to you! Vielfalt! Gleichgesinnte!
 

Was macht man bei der Freiwilligenarbeit?

Du lebst gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort und arbeitest unentgeltlich in einem gemeinnützigen Projekt: Ob Englisch-Assistenzlehrkraft auf Bali, Teilnehmer im Elefantenschutzprojekt in Namibia, Meeresschützer in Mexiko oder die Mitarbeit in einem Pflegeheim in Vietnam – Hilfe wird weltweit gebraucht. Es gibt unzählige Möglichkeiten. Du kannst mit Freiwilligenarbeit zwar kein Geld verdienen – im Gegenteil, du zahlst für deinen Aufenthalt – dafür leistest du aber einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände, zum Naturschutz und zur Völkerverständigung.

Passt zu dir, wenn du nicht nur rumchillen, sondern helfen willst, anpacken kannst und neugierig bist auf authentisches Leben in einem fremden Land.

Bingo-Faktor: Gutes tun! Dich selbst erfahren! Massig über Land, Kultur und Menschen lernen! Und die Veranstalter helfen dir bei der nicht immer einfachen Organisation des Aufenthalts.
 

Was bedeutet Freiwilligendienst im Ausland?

Der Unterschied zur Freiwilligenarbeit? Freiwilligendienste sind von offizieller Seite organisiert: Eine in Deutschland ansässige ›Entsendeorganisation‹ organisiert den Freiwilligendienst, der ›Ausführende‹ erhält, je nach Rechtsform, eine unterschiedlich hohe staatliche Bezuschussung für seinen Dienst. Freiwilligenarbeit bezieht sich hingegen auf Angebote freiwilliger Arbeit (im Ausland) von privaten Veranstaltern bzw. Organisationen, die Freiwilligenarbeit als eine spezielle Form nachhaltigen & sozialen Reisens anbieten. Du kannst zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologische Jahr (FÖJ) weltweit im Ausland ableisten.

Passt zu dir: siehe ›Freiwilligenarbeit‹ und – wenn du genug Organisationsvermögen aufbringst, diesen meist langwierigeren Weg zu gehen.

Bingo-Faktor: Gutes tun! Und Organisationstalent beweisen.
 

Was ist ein Auslandsstudium?

Direkt nach dem Abi im Ausland studieren? Zum Beispiel, weil in Deutschland ein hoher NC auf deinem Traum-Studienfach liegt, im Ausland aber nicht. Oder weil es dein Traum-Studienfach bei uns schlichtweg nicht gibt. Je nach Land gibt es unterschiedliche Hochschulen mit unterschiedlichen Angeboten und Abschlüssen. Coole Idee: Wer ›Studium im Ausland‹ antesten möchte, ohne sich gleich über Jahre festzulegen, kann an einem so genannten ›Campus Experience‹-Programm teilnehmen. Mehr dazu auf Seite 108.

Passt zu dir, wenn du selbstständig bist, nicht fremdelst, sicher bist, dass du kein Heimweh kriegst und wirklich Lust hast auf ein ganz neues Nach-Schule-Leben.

Bingo-Faktor: Du lernst die ›drei großen L‹ völlig neu und international kennen: Leben, Lehren, Lernen. Du erweiterst deinen Horizont, perfektionierst deine Sprachkenntnise und beweist Mut.


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