Regenwald in Costa Rica
Isabella Jusková/Unsplash

Sprachkurs und Volunteering in Costa Rica

Alles.Alles.Grün! Ein Tukan. Riesenglühwürmchen. Und jede Menge Spanisch

Landeanflug auf vier Wochen Paradies!  Zwei Wochen Spanischkurs und zwei Wochen Freiwilligenarbeit in Costa Rica lagen vor mir. Ich zog die Jalousie nach oben und schaute hinaus. Es war alles, aber auch alles grün. Einfach atemberaubend!

Hallo, San José: Hier angekommen, wurde ich von Mitarbeitern der Sprachschule abgeholt und zu meiner Gastfamilie gebracht. Eugenia, meine Gastmutter, und meine Gastschwester Catalina haben mich sehr lieb empfangen. Zwei Wochen war ich Gast in ihrem riesengroßen, wunderschönen Haus, hatte mein eigenes Zimmer mit eigenem Bad und wurde jeden Tag kulinarisch verwöhnt: Eugenia ist eine leidenschaftliche Köchin.

Vor meiner Reise nach Costa Rica lernte ich in der Community von TravelWorks Ela kennen. Da wir uns gut verstanden haben, haben wir beschlossen, das Travelworks-Team zu bitten, uns gemeinsam – oder zumindest im gleichen Stadtteil in San Jose – unterzubringen. Bingo: Wir wohnten Tür an Tür! Somit hatte ich nicht nur eine vertraute Nachbarin in meiner Zeit in Costa Rica, sondern auch eine neue Freundin dazugewonnen. Gleich am nächsten Tag fuhren Eugenia und ich zusammen zur Sprachschule – ich war mehr als begeistert! Alle Klassenzimmer sind um den Gemeinschaftscampus herum angeordnet, man lernt super schnell Leute kennen. Nach Schulschluss gibt es viele Angebote wie Tanzstunden, Kochunterricht und Yoga. Sprachunterricht gab’s von Montag bis Donnerstag, wir hatten sehr viel Spaß. Ungefähr 35 Minuten war unser Fußweg zur Schule, und so haben wir täglich viele Eindrücke vom Leben in der Stadt bekommen. Und am Wochenende? Man braucht sich im Vorhinein wirklich keine Gedanken darüber zu machen, wo man am Wochenende hinmöchte…

Unser erster Trip ging nach Monteverde. Von Donnerstag bis Sonntag waren wir im Adventure Park »100 % Aventura«, der die drittlängste Canopy Strecke der Welt anbietet – ein Wahnsinns-Erlebnis! Außerdem wandelten wir bei einer Nachtdschungel-Tour auf den Spuren von Faultieren, riesigen Glühwürmchen, Taranteln, Schlagen und allen möglichen Vögeln. Auch der Schmetterlingsgarten ist top, man sieht Schmetterlinge wie den großen metallic-blauen Morpho-Falter und viele andere Tiere. Und: ein Essen im Café Orchid ist ein Muss. Am zweiten Wochenende hieß es dann »Hallo Karibik!« in Puerto Viejo. Mit Fahrrädern sind wir die Küste entlanggefahren und verbrachten wunderschöne Tage an verschiedenen Stränden. Abends war Clubbing angesagt, unter anderem im Mango, aber am besten gefiel es uns im »Lazy Mon«.

Nach zwei Wochen war die Schule beendet. Schade, ich wäre gern noch länger dort geblieben, aber ich freute mich auch schon sehr auf meine bevorstehende Projektarbeit im Selbstversorgerdorf »Coopesilencio«. Es ist ca. 25 Autominuten vom Hafenstädtchen Quepos entfernt. Das Dorf hat eine Straße, einen Supermarkt und ein Restaurant, das auf einem Berg gelegen ist. Von dort oben hat man einen unfassbaren Ausblick auf eine endlose Palmenplantage. Ich arbeitete zwei Wochen im dazugehörigen Wildtierreservat. Um sechs Uhr morgens ging‘s los, bis acht Uhr. Als ich dort war, gab es einige Affen, einen Waschbären und viele Vögel. Von acht bis neun Uhr hatten wir Pause und gingen zu unseren Gastfamilien zurück um zu frühstücken. Gegen neun Uhr arbeiteten wir wieder weiter. Wir holten frische Papayas von den Bäumen, gruben Bananenbäume um, sägten Baumstämme auseinander um anschließend einen neuen Kompost damit zu bauen. Die Arbeit war teilweise hart, aber ich hatte immer Spaß dabei. Einmal in der Woche halfen wir in der Molkerei mit. Der Molkereibesitzer Miguel besaß drei Pferde, mit denen wir stundenlang durch die riesengroße Palmenplantage geritten sind. Im Dorfrestaurant tanzten wir, hörten Musik und genossen jeden Abend den Sonnenuntergang.

Meine Zeit im Projekt war sehr intensiv und wunderschön. Ich lebte inmitten einer Tico Familie, lernte viele nette und herzliche Einheimische kennen, mit denen ich immer noch in Kontakt bin, und am Ende verliebte ich mich auch noch… Ich wollte die ganze Zeit über einen Tukan in freier Wildbahn sehen. Als ich am letzten Tag meines Projektes mit den anderen Freiwilligen morgens um 6:30 Uhr auf dem Weg war, um Futter für die Tiere zu holen, hörte ich das auffällige Singen eines Vogels. Wir blieben stehen und konnten unseren Augen nicht trauen, als sich nicht allzu weit von uns ein wunderschöner Tukan auf einem Baum niederließ. Das war mein Abschiedsgeschenk. vier Wochen Costa Rica haben alles verändert, ich war schon in vielen Ländern, aber Costa Rica hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die Menschen, die Mentalität, die Natur, die Musik, die Sprache, einfach alles. Ich war gerade mal zwei Wochen wieder in Deutschland, als ich es schon nicht mehr aushielt und den nächsten Flug nach Costa Rica gebucht habe. Mal sehen, ob ich dann wieder zurück nach Deutschland kommen werde.


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