Papieratlas 2016

Foto: Tina Merkau

Städte Siegen und Düsseldorf sowie Uni Tübingen für vorbildhafte Nutzungvon Recyclingpapier ausgezeichnet

 

Papieratlas 2016: Kommunen erreichen mit 85 Prozent Recyclingpapier neuen Rekord -Erstmals machen Hochschulen Papierverbrauch und Recyclingpapierquoten transparent

 

Berlin, 11.10.2016 – Die Stadt Siegen und die Universität Tübingen wurden heute im Bundesumweltministerium als „Recyclingpapierfreundlichste Stadt/Hochschule 2016“ für die ausschließliche Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Die Stadt Düsseldorf wurde mit der höchsten Steigerungsrate als „Aufsteiger des Jahres“ geehrt. Weitere Auszeichnungen gingen an die Städte Essen, Bonn, Freiburg, Halle (Saale), Erlangen und Gütersloh, die ihre Leistungen der Vorjahreals „Mehrfachsieger“ bestätigten.

 

Der Papieratlas wird bereits im neunten Jahr von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Städtetag, sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt. Am diesjährigen Städtewettbewerb beteiligten sich 91 Kommunen, die mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 85,01 Prozent einen neuen Rekord aufstellen.

 

Erstmals wurde der Papieratlas in Kooperation mit dem Deutschen Hochschulverband auf den Hochschulsektor mit einem eigenen Wettbewerb ausgeweitet. Universitäten und Fachhochschulen mit über 5.000 Studierenden wurden eingeladen, ihren Papierverbrauch transparent zu machen. Insgesamt haben sich 36 Hochschulen aus 13 Bundesländern beteiligt. Die durchschnittliche Recyclingpapierquote liegt hier bei 57,65 Prozent.

 

„Der Papieratlas 2016 ist ein voller Erfolg. Die Kommunen konnten ihren Recyclingpapieranteil insgesamt weiter ausbauen und erreichen ein neues Spitzenniveau. Zugleich freuen wir uns über das auf Anhieb große Interesse der Hochschulen, sich ebenfalls in einem Wettbewerb zu messen und ihre Papierbeschaffung nachhaltig auszurichten“, so Ulrich Feuersinger, Sprecher der IPR.

 

Papier mit dem Blauen Engel spart in der Produktion gegenüber Frischfaserpapier bis zu 60 Prozent Energie, bis zu 70 Prozent Wasser und verursacht weniger klimaschädliches CO2. Das Umweltzeichen Blauer Engel garantiert zudem die Erfüllung höchster Qualitätsanforderungen in Bezug auf Druck und Laufeigenschaften sowie Archivierbarkeit des Papiers.

 


  1. Prozentangabe bezieht sich auf den Bereich Verwaltung.
  2. Sonderpunkte für Schulen, Hausdruckereien und besonderes Engagement im Bereich Recyclingpapier.
  3. Sonderpunkte für Fakultäten/Fachbereiche, Druck- und Kopierservice, Hausdruckereien und besonderes Engagement im Bereich Recyclingpapier.
  4. Städte mit der höchsten Steigerungsrate bei der Umstellung auf Recyclingpapier.

Papieratlas – Initiative Pro Recyclingpapier

„Papieratlas 2016“ macht Papierverbrauch erstmals auch an Hochschulen transparent und motiviert zur Umstellung auf Recyclingpapier und zu mehr Ressourcenschutz.

Erstmals sucht die Initiative Pro Recyclingpapier Deutschlands Hochschulen mit den höchsten Recyclingpapierquoten. Universitäten und Fachhochschulen mit mehr als 5.000 Studierenden können sich um den Titel „Recyclingpapierfreundlichste Hochschule“ bewerben, indem Sie ihren Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel bekanntgeben und damit ihr Engagement für ressourceneffizientes Handeln transparent machen. 


Die Ergebnisse werden im „Papieratlas 2016“ zusammengefasst und veranschaulichen die ökologischen Vorteile der Nutzung von Recyclingpapier in den Bereichen Energie, Wasser und CO2-Emissionen. Kooperationspartner des neuen Hochschulwettbewerbs sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt sowie der Deutsche Hochschulverband. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks.

 

„Ziel unseres Projektes ist es, mittels eines positiven Wettbewerbs die Umstellung des Papierbedarfs auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel an den deutschen Hochschulen zu fördern und zu würdigen. Vor allem im Hochschulsektor hat Papier eine hohe ökologische und bildungspolitische Relevanz. Mit der Verwendung von Recyclingpapier gibt es ein einfaches und effizientes Instrument, wertvolle natürliche Ressourcen zu schonen und die Beschaffung nachhaltiger auszurichten“, so Ulrich Feuersinger, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier.

 

Der Papieratlas-Wettbewerb wird bereits mit Deutschlands Kommunen seit 2008 sehr erfolgreich durchgeführt. In diesem Sektor erfreut sich der „Papieratlas“ bereits großer Beliebtheit und hat dazu beigetragen, dass Städte ihre Recyclingpapierquoten kontinuierlich erhöhen.

Die Auszeichnung „Recyclingpapierfreundlichste Hochschule“ wird gemeinsam mit den Kooperationspartnern am 11. Oktober im Bundesumweltministerium stattfinden. Es ist geplant, dass Ministerin Dr. Hendricks die Auszeichnung der Siegerhochschule persönlich vornehmen wird.


Die Initiative Pro Recyclingpapier ist eine Wirtschaftsallianz von 25 führenden deutschen Unternehmen, die sich zum Ziel gesetzt hat, am Beispiel von Recyclingpapier nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Recyclingpapier spart in der Produktion gegenüber Frischfaserpapier bis zu 60 Prozent Energie, bis zu 70 Prozent Wasser und verursacht weniger klimaschädliches CO2. Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ garantiert zudem, dass die Qualität dieser Papiere allen Anforderungen modernster Geräte zum Drucken und Kopieren gerecht wird.


Nähere Informationen zum Wettbewerb sind erhältlich unter www.papieratlas.de