Dr. Michael Hartmer Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbandes

Sie sind Partner des „Papieratlas Hochschulwettbewerb“. Warum ist Ihnen die Unterstützung des Projektes ein wichtiges Anliegen?
Die Gesellschaft erwartet von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, dass sie Vordenker sind. Bei Fragen, wie die Menschheit mit den endlichen Ressourcen der Erde verantwortungsvoll umgehen kann, sind ihre Ideen und Lösungen gefragt – nicht nur für die Zukunft, sondern auch im Alltag. Als öffentlichen Institutionen kommt Forschungseinrichtungen und Hochschulen dabei zugleich eine Vorbildfunktion zu. Beim Gebrauch von Papier, einer allgegenwärtigen Ressource des Universitätsalltags, können und sollten Hochschulen mit gutem Beispiel vorangehen. Deshalb unterstützt der Deutsche Hochschulverband als bundesweite Berufsvertretung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit mehr als 29.500 Mitgliedern den „Papieratlas Hochschulwettbewerb“.

 

Was kann der „Papieratlas Wettbewerb“ bei den deutschen Hochschulen bewirken?
Der „Papieratlas Wettbewerb“ wird deutlich machen, was einzelne Hochschule beim Ressourcenschutz leisten. Er wird Impulse setzen, indem er „Best Practice“-Beispiele benennt und damit das Bewusstsein für eine sorgsame Papierverwendung weiter schärfen wird. Nicht zuletzt kann der Wettbewerb Hochschulen als Ansporn dienen, noch besser zu werden.

 

Welche Relevanz hat das Thema Ressourcenschutz heute im Hochschulsektor und wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Deutsche Hochschulen fangen beim Thema Ressourcenschutz nicht bei Null an. Viele Hochschulen haben eigene Arbeitseinheiten für Umweltmanagement eingerichtet. Der ressourcenschonende Einsatz hat inzwischen vielerorts Top-Priorität. Dennoch bleibt festzustellen: Weltweit nimmt in den Büros der Papierverbrauch zu, so auch in den Hochschulen. Neben den Möglichkeiten des Papiersparens werden noch viel zu wenig die ökologischen Einsparpotenziale mit der Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel genutzt. Kurzum: Es gibt nach wie vor noch viel zu tun! Der "Papieratlas Hochschulwettbewerb" ist daher ein vorzügliches Instrument, das eigene Tun zu reflektieren und anzupassen.