unsplash / Katie Treadway

audimax probiert's aus: Ich wollte dir nur mal eben sagen …

Redakteurin Alicia macht Fremden auf der Straße Komplimente

Komplimente verteilen – an völlig Fremde. Für mich, die sich beim Ansprechen fremder Leute eh total unwohl fühlt, eine Masteraufgabe. Ich frage ja nicht mal gern nach dem Weg. Und jetzt soll ich random Menschen sagen, was ich an ihnen gut finde?

Challenge accepted

Ganz nach dem Motto ›Get out of your comfort zone‹ warf ich mich eine Woche lang ins Komplimente-Getümmel. Dank Schüchternheit und Hemmungen verteilte ich erstmal nur welche an Frauen. »Du hast echt einen coolen Style!«, »Deine Haare sind ein Hingucker!« Und siehe da – keines der Mädels schaute mich an, als wäre ich verrückt. Im Gegenteil: Ich hatte den Eindruck, dass sie sich ehrlich freuten, und ergatterte sogar Gegenkomplimente. Das konnte ich also als Erfolg verbuchen. Am dritten Tag wurde es schwierig – da hieß es: ran an den Mann. Kritisch. Er könnte ja denken, ich grabe ihn an. Aber gut, Augen zu und durch: »Hey, deine Schuhe sind total lässig! Darf ich fragen, woher die sind? Ich will sie meinem Freund auch kaufen.« Geschickt gelöst. Und auch hier, eine ganz normale Reaktion: Er bedankte sich und nannte mir den Namen des Ladens. Puh.

Alles halb so wild

Aber mal ehrlich – was soll schon passieren? Mich wird schon niemand auffressen. Mit gestärktem Selbstbewusstsein startete ich in die Resttage und ließ die Komplimente tiefgründiger werden. »Du hast so eine positive Ausstrahlung«, hörte die nette Bedienung von mir. Und die Dame im Zug freute sich über ein »Ihr Lachen ist ansteckend«.

Mein Fazit: Komplimente wirken zweimal positiv: Auf den Nehmer und auf den Geber. Daher mein Tipp: Throw kindness around like confetti!


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