Freizeit-Helden
Freizeit-Helden Harald Wanetschka/Pixelio / Quelle: Flickr.com unter CC BY 2.0

Helden des Alltags

Das Projekt ›Freizeit-Helden‹ hilft denen, die wirklich Hilfe brauchen – gegründet wurde die Initiative von Studenten

Projekt >Freizei-Helden<

Oft wird Studenten nachgesagt, sie würden sich nicht mehr derart engagieren, wie es noch vor 20 Jahren der Fall gewesen sei. Bezogen auf Parteien mag das stimmen, doch sprechen wir anno 2013 von einer Studentengeneration, die mehr als je zuvor nach dem Sinn des Lebens fragt und den Mantel des Egoismus abstreift. Bezeugen kann das unter anderem Annemarie Munimus. Sie ist Mitbegründerin der ›Freizeit-Helden‹.

Das Projekt ist eine Art interaktiver Markt, auf dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen. Dabei geht es aber nicht um materielle Güter, sondern um soziales Engagement. Soziale Einrichtungen aus dem Raum Frankfurt/Main suchen ehrenamtliche Helfer, die beispielsweise mit Senioren wandern gehen, Schulkindern Leseunterricht geben oder Behinderten im Alltag helfen. Interessenten können sich auf www.freizeit-helden.de durch die einzelnen Angebote klicken und sich anmelden, um mitzumachen und somit ein Freizeit-Held zu werden.

Die Ursprungsidee stammt aus New York und wurde 2011 in Deutschland umgesetzt. »Wir sehen in Deutschland einen hohen Bedarf an flexiblem, freiwilligem sozialen Engagement. Personelle Engpässe in sozialen Einrichtungen führen oftmals dazu, dass die zwischenmenschliche Komponente vernachlässigt wird. Gleichzeitig haben wir beobachtet, dass viele jüngere Menschen sich gerne sozial engagieren möchten, eine langfristige Verpflichtung jedoch häufig nicht in den aktuellen Lebenswandel passt«, erklärt Munimus. Die Projekte umfassen die Arbeit mit Kindern, Senioren, Tieren, Behinderten sowie mit Menschen mit Migrationshintergrund. »Die Projekte müssen von sozialen Einrichtungen kommen, da der rechtliche Schutz der Freiwilligen während der Helden-Tat so am besten gesichert werden kann. Zudem vermitteln wir die Helden lediglich an die sozialen Einrichtungen, die während des Helden-Einsatzes gewährleisten, dass es für die freiwilligen Helfer einen Ansprechpartner gibt, der Anleitung gibt und bei Fragen zur Verfügung steht«, skizziert Munimus die Anforderungen an Projektpartner. Freizeit-Helden hingegen »sollten offen für neue Situationen sein und anderen Menschen gegenüber möglichst unvoreingenommen sein. Bei sozialem Engagement kommt man häufig mit Lebenswelten in Kontakt, die sich stark von der eigenen, bekannten unterscheiden. Neben Offenheit sind Eigenschaften wie Empathie und Verantwortungsbewusstsein sicherlich hilfreich bei jeder Helden-Tat«.

Zu Beginn jeder Helden-Tat steht eine Heldenrunde, in der neu angemeldete Freiwillige auf ihren Einsatz vorbereitet werden – und damit den Ruf aller Studenten und vor allem die Lebenswelt der Begünstigten verbessern. 


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