Meisterhaft Programmiert
Meisterhaft Programmiert Alphaundomega / Quelle: Flickr.com unter CC BY 2.0

Meisterhaft Programmiert

Vier Studenten der TU München gewinnen während ihres Studiums die Robotik-Weltmeisterschaft

RoboCup 2012: Robotik- Weltmeisterschaft in Mexico

Sören Jentzsch, Sebastian Riedel, Sebastian Brunner und Sebastian Denz dürfen sich ab sofort Weltmeister nennen. Die vier Informatikstudenten der TU München haben es geschafft, mit dem RoboCup 2012 in Mexico City die Robotik- Weltmeisterschaft für sich zu entscheiden. Wie wird man eigentlich Robotik-Weltmeister? Früh anfangen lohnt sich, wie Sören Jentzsch weiß: »Technik im Allgemeinen und Robotik im Speziellen faszinieren mich schon seit meiner Kindheit.

Mit Lego Mindstorms angefangen, hielt ich als knapp Zwölfjähriger stolz einen C++-Wälzer in der Hand.« Als Hilfskraft am Lehrstuhl für Echtzeitsysteme und Robotik der TU München wurde der heute 25-Jährige auf die Suche nach Teilnehmern für eine neue Robotik-Liga aufmerksam und trommelte mit Sebastian Riedel, Sebastian Brunner und Sebastian Denz drei Kommilitonen als Teamkollegen zusammen. Dass der Wettbewerb mit dem Robotino, einem mobilen Robotersystem des Unternehmens Festo Didactic, ausgetragen wurde, der an Jentzsch’ Lehrstuhl entwickelt worden war, kam den Vieren dabei natürlich entgegen. Auf die Unterstützung des Lehrstuhls konnte das Team mit dem Namen TUMsBendingUnits ebenfalls zählen:

»Der Lehrstuhl hat uns von Anfang an finanziell und organisatiorisch unterstützt. Wir hatten kompetente Ansprechpartner, konnten die Werkstatt nutzen, hatten unser eigenes Spielfeld und durchwegs Zugang zu unserer Hardware«, so Jentzsch.

Beste Voraussetzungen also, um die Reise nach Mexico City zum RoboCup der Logistics League antreten zu können. Dort trafen die Münchner auf neun Teams aus der ganzen Welt. In mehreren Runden ging es für die TUMsBendingUnits darum, die Warenlogistik in einer unbekannten Produktionshalle zu planen. Auf einem 30 Quadratmeter großen Spielfeld konnten bis zu drei Roboter eingesetzt werden, mit deren Hilfe die Produkte, repräsentiert durch Eishockeypucks mit RFID-Chips, durch drei Produktionsstufen hindurchmanövriert werden mussten. Ziel war es, innerhalb von 15 Minuten möglichst viele Güter höherer Klasse herzustellen. »Der Schwerpunkt«, erklärt Sören Jentzsch, »lag in der Zusammenarbeit der drei autonomen Roboter, die flexibel auf die verschiedensten Ereignisse reagieren sollten, um einen reibungslosen, effizienten Produktionsablauf zu gewährleisten.« Was hochkompliziert klingt, gelang den Münchner Informatikstudenten ziemlich gut. Dank ihres zuverlässigen Roboters gewannen die Vier den Cup klar. Als Belohnung gab es nichts außer eines Pokals und einer Urkunde. Sören Jentzsch freut’s trotzdem:

»Die gestiegene Reputation muss man sich eben im Berufsleben auszahlen lassen.«


Anzeige

Anzeige