Botschafter für Tchibo
Botschafter für Tchibo Tchibo GmbH

Nachhaltiger Kaffee

Jonathan Eicker war als Botschafter für Tchibo unterwegs. Seitdem weiß er noch genauer, was er nicht mehr will

"Tchibo Mount Kenya Project" 

Den einen führt eine Ablenkung vom Studium in die Bredouille, den anderen nach Kenia. Es war der Link einer Freundin, den Jonathan Eicker dankbar als kleine Abwechslung annahm. Ein paar Monate später war er als Botschafter im Rahmen des Tchibo Mount Kenya Projects‹ vor Ort. Ziel des Projekts ist die Hilfe zur Selbsthilfe – zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation der Kaffeefarmer-Familien.

Im Rahmen einer Spendenaktion zu Weihnachten 2011 konnten Tchibo-Kaffeekunden einen Beitrag leisten. Über seine Eindrücke und den Einsatz der Gelder informierte er dann in einem Blog Für Jonathan, der seine Staatsexamensarbeit über Wirtschaftsethik an der Uni Mainz geschrieben hatte, sich vorstellen kann, später auch journalistisch tätig zu sein und gerne reist, war dies die perfekte Kombination.

Der 27-Jährige stand jeden Morgen früh auf und begleitete die Farmer-Frauen bei ihrer täglichen Arbeit. Aus kulturellen Gründen sind diese ihren Männern gegenüber benachteiligt und haben deshalb Selbsthilfegruppen gegründet, um sich gegenseitig zu unterstützen. »Es war sehr interessant zu sehen, wie die Menschen im Mount-Kenya-Gebiet leben«, sagt Jonathan. Dies hat sich ihm beim Wasserholen am eindrücklichsten gezeigt. Er hat eine Frau zu einer zwei Kilometer entfernten Quelle begleitet. War der Hinweg noch relativ einfach, so war der Rückweg mit einem vollen zehn bis 20 Liter-Eimer umso beschwerlicher. Die Frauen machen dies teilweise dreimal am Tag. Jonathan war froh, »die Strecke halbwegs hinbekommen zu haben«, schließlich sind nur wenige Europäer solche Anstrengungen in 2.000 Meter Höhe und bei matschigen Verhältnissen gewöhnt.

Dank des Projekts und den von den Frauen gesammelten Geldern ist es nun aber möglich, eine Wasserleitung zu legen. Egal, wie schwer die Arbeit war, die Frauen haben sehr oft getanzt und gesungen. An einigen Stellen konnte Jonathan auch mitsingen und hat sich gefreut, wenn er in einzelnen Strophen seinen Namen ausmachen konnte. Wusste er doch, dass es sich bei den Songs um Dankeslieder handelte: »Die Herzlichkeit und die Gastfreundschaft haben mich absolut beeindruckt.« Nicht nur beeindruckt, auch geprägt hat ihn dieser Aufenthalt: Der 27-Jährige, der gerade sein Referendariat absolviert, denkt sehr viel darüber nach, wie sich nachhaltiges Leben in Deutschland umsetzen lässt: »Ich bin bereit, für gerecht und nachhaltig produzierte Produkte tiefer in die Tasche zu greifen. Wenn wir uns ändern, wird sich hoffentlich auch irgendwann die Industrie ändern.«


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