Mann vor Papierstapel, darunter steht Democracy

Film-Rezension: Democracy – Im Rausch der Daten

Unsere persönlichen Daten sind die Währung der digitalen Wirtschaft und das Öl, der modernen Gesellschaft. Wer sie hat, hat die Macht. Daher müssen sie geschützt werden – gesetzlich geschützt. Die Entstehung dieses Datenschutzgesetzes begleitet ›Democracy – Im Rausch der Daten‹ dokumentarisch, aber dennoch kurzweilig.

Zum ersten Mal in der Geschichte der EU konnte ein Filmteam so tief ins Innere der EU vordringen und die Entstehung eines Gesetzes filmisch begleiten. Das Filmteam um Regisseur David Bernet begleitet unter anderem in Brüssel, im Herzen der EU, die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding, die Aktivistin Katarzyna Szymielevicz und IT-Wirtschafts- und Datenschutzanwalt Paolo Balboni. Im Zentrum steht jedoch der junge ambitionierte Grünen-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht, der als Berichterstatter den Gesetzgebungsprozess aktiv mitgestaltet. Durch die Reduzierung eines Schwarzweißfilms scheint es, als bekommen alle Akteure eine gewisse Gleichheit. Die unterschiedlichen Interessen aus Wirtschaft und Politik treffen jedoch ebenso aufeinander wie die verschiedensten Charaktere. Es entsteht ein Ringen um passende Formulierungen, absurde Forderungen und hart erkämpfte Kompromisse. Albrecht steht im Mittelpunkt all der unterschiedlichen Meinungen, besonders Lobbyisten versuchen vehement Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Dokumentation erzählt den zähen Kampf, der noch immer nicht zu Ende ist, mit persönlichen Bildern der Beteiligten und eröffnet so einen neuen Blickwinkel auf dieses wichtige Thema.
 


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