Lesen: Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

Ein armes Viertel im italienischen Neapel der Fünfziger. Lenù, die Ich-Erzählerin, nimmt den Leser mit in ihre Welt voller Gewalt, in der sie an der Seite ihrer engen Freundin Lila aufwächst. Anfangs etwas verloren zwischen zahlreichen detailliert beschriebenen Bewohnern des Stadtviertels und ohne genaue Kenntnis darüber, worauf die Autorin mit ihren Erzählungen hinaus will, ist der Leser schließlich gefangen in Lenùs Geschichte. Diese zeigt die Gedankenwelt des jungen Mädchens von einer sehr intimen Seite und zeichnet zugleich ein umfassendes Bild der italienischen Gesellschaft jener Zeit. Trotz der tiefen Einblicke bleibt schwer fassbar, was die freundschaftliche Verbindung der beiden Mädchen wirklich ausmacht. Ist es Zuneigung und Unterstützung oder doch Konkurrenzdenken und Nacheifern? Gut, dass noch drei weitere Bände der neapolitanischen Saga bleiben, um das herauszufinden.


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