Präsentationen und Referate interaktiver gestalten:

 So funktioniert‘s

Wenn sich die Augen der Kommilitonen langsam schließen und allgemeines Desinteresse herrscht, dann hat der Referent sein Publikum verloren. In der Regel geschieht das durch wortreiche Präsentationen, die weder interaktiv noch visuell für die Mitwirkung des Publikums sorgen oder die Aufmerksamkeit der Mitstudenten erregen. Um so etwas zu vermeiden, erklärt der folgende Artikel, wie es funktioniert, Präsentationen und Referate mit wenigen Hilfsmitteln interessanter zu gestalten.

Ein ganz wichtiger Tipp: Das „Eis brechen“

Angesichts der Tatsache, dass sich nach aktuellen Angaben bei statista.de im Wintersemester 2018/ 2019 ungefähr 2,87 Millionen Studenten an den deutschen Universitäten eingeschrieben haben, ist es kein Wunder, wenn der eine oder andere in einem vollen Hörsaal oder Seminarraum von Lampenfieber ergriffen wird, wenn es an die erste Präsentation geht. Ein wichtiger Tipp für solche Situationen ist eine gute und rechtzeitige Vorbereitung, denn wer sich mit dem Thema gut auskennt, der braucht grundsätzlich keine Angst vor dem Vortrag und der Redner-Situation im Allgemeinen haben. Zur Reduzierung der Nervosität empfehlen sich Atemübungen kurz vor der Präsentation, um einen entspannten Ausgangspunkt zu finden.


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Anschließend geht es vor allem darum, das „Eis zu brechen“. Es ist kein Geheimnis, dass so gut wie jeder Student in einer völlig anderen launischen Verfassung ist. Die einen sind müde, die anderen haben keine Lust und wieder andere sind absolut übermotiviert. Mit einem passenden Gedanken zu Anfang, der das Eis bricht, ist es möglich, alle Mitstudenten auf das gleiche Level zu bringen, um den Vortrag gezielt in die richtige Richtung zu lenken. Gelungene Eisbrecher sind beispielsweise Fragen. Keine Fragen, die an das Publikum gestellt werden, sondern Fragen, die sich die Kommilitonen überlegen sollen und die dann im Referat vom Vortragenden beantwortet werden. Hier kommt es auch auf die eigene Spontanität an, um auf solche interaktiven Eisbrecher zu reagieren. Aber es ist sehr sinnvoll, denn so machen sich die Mitstudenten schon vor dem eigentlichen Vortrag Gedanken zum Thema und haben ein gesteigertes Interesse an der Präsentation.

Technische Hilfsmittel zur Unterstützung des Referates

Um einen Vortrag oder ein Referat auf visueller Ebene interaktiver zu gestalten, gibt es verschiedene technische Hilfsmittel. Die Auswahl reicht vom klassischen Laptop über den Beamer bis hin zu Dias und Projektoren. Geht es um historische Themen, die dank alter Dias beispielsweise von visuellen Zeitzeugen begleitet werden können, empfiehlt es sich, die auf 10toptest.de vorgestellten Geräte wie Diascanner zu nutzen, das sie in der Lage sind, alte Dias zu digitalisieren, sodass sie in einer PowerPoint-Präsentation zum Einsatz kommen.

Es ist kein Geheimnis, dass visuell Erlebtes besser vom Gehirn aufgenommen und verarbeitet wird als, wenn es sich nur um vorgetragene – also gehörte – Fakten handelt. Dadurch ist es möglich, gleich mehrere Sinne des Publikums anzusprechen und mittels Grafiken, Videos oder Bildern im Gedächtnis zu bleiben. Insbesondere für Themenbereiche mit Zahlen, Daten und Fakten bietet es sich an, auf Visuelles zurückzugreifen, da sich so schwierige Sachverhalte besser darstellen lassen. Außerdem erhält die Präsentation durch visuelle Elemente einen interaktiven Charakter, denn bei den meisten Gerätschaften ist es möglich, diese per Fernbedienung zu steuern. So ist es denkbar, dass sich der Referent im Raum bewegt, also auch selbst zu einem visuellen Anziehungspunkt wird, der nicht 60 Minuten lang stillsteht. 

Klassiker wie PowerPoint Präsentationen, Tafeln und Flipcharts kommen nie aus der Mode

Ein echter Klassiker unter den interaktiven Präsentationsmöglichkeiten ist die PowerPoint-Präsentation, wie auch der Beitrag auf tu-desden.de beweist. Sehr früh lernen Studierende den Umgang mit dieser Präsentationstechnik, denn mithilfe von PowerPoint ist es einfach, Tabellen, Diagramme und Texte zu strukturieren sowie den Vortrag mit Videos und Bildern zu ergänzen und zwar alles mit einem Programm. Zwei weitere beliebte Klassiker für mehr Interaktion in der Präsentation sind Tafeln und Flipcharts. Im Regelfall sind diese beiden Hilfsmittel in so gut wie jedem Hörsaal oder Seminarraum verfügbar. Während sich Tafeln für größere Gruppen eignen, sind Flipcharts ideal für einen kleineren Zuhörerkreis. Dadurch ist es unkompliziert möglich, mit den Mitstudenten in Interaktion zu treten. So entsteht keine Langeweile, besonders, wenn das Publikum mitarbeitet. Gemeinsame Stichpunkte auf Post-its entwerfen und diese durch eine wertvolle Gruppendiskussion in Kategorien einteilen, sorgt dafür, dass sich die Kommilitonen in den Vortrag integriert fühlen.

Charmante Tricks für einen glücklichen Zuhörerkreis

Um die Kommilitonen bereits vor der eigentlichen Präsentation zufrieden zu stimmen, gibt es einen sehr charmanten Trick. Bevor es losgeht, wirken mitgebrachte Köstlichkeiten für jeden Mitstudenten wie beispielsweise Süßigkeiten, Kekse oder Kuchen wahre Wunder. Geschuldet ist das dem enthaltenen Zucker. Dadurch schüttet das Gehirn sofort Glückshormone aus. Die Anwesenden verknüpfen die anschließende Präsentation mit dem Glücksgefühl, das sie durch die Leckereien genossen haben. Zudem wirkt das Mitbringen von Kuchen oder Snacks sehr sympathisch. Gleiches gilt für die Tatsache, wenn der Vortragende vor dem Referat die Kommilitonen bittet, sich noch einmal Kaffee oder Wasser nachzuschenken. So kommt es während des Vortrags nicht gleich zu Beginn zu einem Geräuschkanon, der im schlimmsten Fall dazu führt, dass der Referent aus der Ruhe oder aus dem Konzept gerät.

Mit dem Publikum interagieren: Der Schlüssel zum Erfolg

Damit eine Präsentation zu einer guten Show wird, ist es sehr wichtig, mit den Mitstudenten zu interagieren.

  • Raffiniertes Storytelling bringt das Präsentationsthema spielerisch näher.
  • Nicht lineares Präsentieren überlässt den Kommilitonen die Präsentationschronologie.
  • Das Beantworten von Fragen hilft, die Aufmerksamkeit neu zu forcieren und gibt den Studenten das Gefühl Teil des Vortrags zu sein. Gleiches gilt für Umfragen, die im Zuge des Vortrags gemacht werden.
  • Requisiten unterstützen interaktiv die Botschaft der Präsentation und visualisieren das Thema auf eine besondere Art und Weise.

Mit diesen Tipps gelingen gute Präsentationen mit dem Referenten als leuchtender Mittelpunkt.

Ein Gastbeitrag von Anja Klein.